Roche mit solidem Jahresergebnis für 2020

Basel, 04. Februar 2021

  • Konzernverkäufe steigen währungsbereinigt um 1%1 und sinken in Schweizer Franken gerechnet um 5% aufgrund der anhaltenden Stärke des Schweizer Frankens
  • Verkäufe der Division Pharma gehen um 2% zurück; das anhaltend starke Verkaufswachstum der neu eingeführten Medikamente (+32%2, darunter Tecentriq, Hemlibra, Ocrevus, Perjeta und Kadcyla) gleicht die Auswirkung des Wettbewerbs durch Biosimilars (CHF -5,1 Milliarden zu konstanten Wechselkursen3) weitgehend aus, nicht aber die zusätzlichen, COVID-19-bedingten Auswirkungen durch nicht wahrgenommene Arztbesuche
  • Verkäufe der Division Diagnostics steigen aufgrund der COVID-19-Diagnostik im Gesamtjahr um 14% (viertes Quartal: +28%); Umsatzrückgang in der Routinediagnostik wird dadurch mehr als ausgeglichen
  • Beiträge von Roche im Kampf gegen die Pandemie:
    • Einführung von 15 neuen Produkten für die COVID-19-Diagnostik
    • Wichtige im vierten Quartal eingeführte Tests:
      • USA: Elecsys Anti-SARS-CoV-2 S Antikörpertest (Charakterisierung einer durch Impfstoffe hervorgerufenen Immunantwort)
      • Europa: Elecsys SARS-CoV-2-Antigentest (unterstützt Labors bei der Durchführung einer hohen Anzahl von Tests bei Personen mit Verdacht auf COVID-19-Infektion)
    • Produktionskapazitäten für COVID-19-Tests und -Medikamente in beispiellosem Tempo hochgefahren; erhebliche Mittel für den weiteren Ausbau der Lieferketten bereitgestellt (>CHF 800 Millionen)
    • Bedeutende Partnerschaften: Mit Regeneron, um die Versorgung mit einer neuen antiviralen Antikörper-Kombination zu erhöhen (August), mit Atea, um eine potenzielle orale Therapie gegen COVID-19 zu entwickeln (Oktober) und mit Moderna, die den jüngst eingeführten Antikörpertest bei der Entwicklung eines potentiellen Impfstoffes einsetzt (Dezember)
  • Zulassungen von Medikamenten im vierten Quartal:
    • USA: Gavreto (Schilddrüsenkrebs), Xofluza (Grippe), Xolair (Nasenpolypen)
    • Europa: Tecentriq plus Avastin (Leberkrebs), Phesgo (Brustkrebs), Xofluza (Grippe)4
  • Starke Pipeline: rekordhohe Anzahl von 19 neuen Wirkstoffen in der späten Entwicklung; Investitionen in Forschung und Entwicklung haben erneut um 8% auf CHF 12,2 Milliarden zugenommen
  • Kerngewinn je Titel steigt um 4% (-5% in CHF) und damit stärker als die Verkäufe
  • Konzerngewinn nach IFRS von CHF 15,1 Milliarden; mit einem Plus von 17% (7% in CHF), im Wesentlichen aufgrund geringerer Goodwill-Wertberichtigungen gegenüber dem Vorjahr
  • Verwaltungsrat beantragt Erhöhung der Dividende auf CHF 9,10. Die Zustimmung der Generalversammlung vorausgesetzt wäre dies die 34. Dividendenerhöhung in Folge

Ausblick für 2021: Trotz der weiterhin starken Auswirkungen des Wettbewerbs durch Biosimilars erwartet Roche ein Verkaufswachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich zu konstanten Wechselkursen. Für den Kerngewinn je Titel wird ein Wachstum zu konstanten Wechselkursen angestrebt, das weitgehend dem Verkaufswachstum entspricht. Roche ist bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen.

Roche CEO Severin Schwan zu den Ergebnissen des vergangenen Geschäftsjahres: «Roche leistet weiterhin einen bedeutenden Beitrag zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. So haben wir in Rekordzeit ein umfassendes Portfolio an diagnostischen Lösungen entwickelt und im Rahmen von Partnerschaften wichtige Beiträge zur Entwicklung und Produktion von wirksamen COVID-19-Medikamenten geleistet. Die Nachfrage nach unseren neuen Medikamenten gegen Krebs, multiple Sklerose, Hämophilie und spinale Muskelatrophie ist unverändert hoch. Mit unserem verjüngten Portfolio und den signifikanten Fortschritten bei der Entwicklung unserer Produktpipeline ist Roche für künftiges Wachstum gut aufgestellt.»

Konzernergebnisse

Die Konzernverkäufe stiegen im Jahr 2020 um 1% (-5% in CHF) auf CHF 58,3 Milliarden. Der Kernbetriebsgewinn nahm 4% zu (-4% in CHF), was die zugrunde liegende Geschäftsentwicklung widerspiegelt. Der Kerngewinn je Titel erhöhte sich um 4% (-5% in CHF) und wuchs damit stärker als die Verkäufe. Die Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber fast allen Währungen wirkte sich negativ auf die in CHF ausgewiesenen Resultate aus.

Der Konzerngewinn nach IFRS stieg um 17% (7% in CHF). Dieser Anstieg beruht im Wesentlichen auf der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Wertminderung von Goodwill.

Die Verkäufe in der Division Pharma gingen um 2% auf CHF 44,5 Milliarden zurück, insbesondere aufgrund des noch stärker als erwarteten Wettbewerbs durch Biosimilars sowie wegen der COVID-19-Pandemie. Die neuen Medikamente (seit 2012 eingeführt) sind weiterhin stark gewachsen (+32%, bzw. ein Plus von CHF 4,7 Milliarden). Sie erzielten im Jahr 2020 Verkäufe von CHF 18,4 Milliarden und tragen damit bereits mehr als 40% zum gesamten Pharma-Umsatz bei.

Während die Verkäufe der neuen Medikamente weiterhin stark zunahmen, waren die Auswirkungen des Wettbewerbs durch Biosimilars für die etablierten Medikamente Herceptin, Avastin und MabThera/Rituxan mit einem geschätzten Umsatzrückgang von CHF 5,1 Milliarden in den USA, Europa und Japan erheblich.

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Über Roche

Roche ist ein globales Unternehmen mit Vorreiterrolle in der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten und Diagnostika und ist darauf fokussiert, Menschen durch wissenschaftlichen Fortschritt ein besseres, längeres Leben zu ermöglichen. Dank der Kombination von Pharma und Diagnostika unter einem Dach ist Roche führend in der personalisierten Medizin - einer Strategie mit dem Ziel, jeder Patientin und jedem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen.

Roche ist das grösste Biotech-Unternehmen weltweit mit differenzierten Medikamenten für die Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche ist auch der bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostika und gewebebasierten Krebstests und ein Pionier im Diabetesmanagement.

Seit der Gründung im Jahr 1896 erforscht Roche bessere Wege, um Krankheiten zu verhindern, zu erkennen und zu behandeln und leistet einen nachhaltigen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Zum Ziel des Unternehmens gehört es durch Kooperationen mit allen relevanten Partnern den Zugang von Patienten zu medizinischen Innovationen zu verbessern. Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation stehen heute mehr als 30 von Roche entwickelte Medikamente, darunter lebensrettende Antibiotika, Malariamittel und Krebsmedikamente. Ausgezeichnet wurde Roche zudem bereits das zwölfte Jahr in Folge als eines der nachhaltigsten Unternehmen innerhalb der Pharmabranche im Dow Jones Sustainability Index (DJSI).

Die Roche-Gruppe mit Hauptsitz in Basel, Schweiz ist in über 100 Ländern tätig und beschäftigte 2020 weltweit mehr als 100’000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2020 investierte Roche CHF 12,2 Milliarden in Forschung und Entwicklung und erzielte einen Umsatz von CHF 58,3 Milliarden. Genentech in den USA gehört vollständig zur Roche-Gruppe. Roche ist Mehrheitsaktionär von Chugai Pharmaceutical, Japan. Weitere Informationen finden Sie unter www.roche.com.

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

Hinweis betreffend zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält gewisse zukunftsgerichtete Aussagen. Diese können unter anderem erkennbar sein an Ausdrücken wie «sollen», «annehmen», «erwarten», «rechnen mit», «beabsichtigen», «anstreben», «zukünftig», «Ausblick» oder ähnlichen Ausdrücken sowie der Diskussion von Strategien, Zielen, Plänen oder Absichten usw. Die künftigen tatsächlichen Resultate können wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Bericht abweichen, dies aufgrund verschiedener Faktoren wie zum Beispiel: (1) Preisstrategien und andere Produktinitiativen von Konkurrenten; (2) legislative und regulatorische Entwicklungen sowie Veränderungen des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds; (3) Verzögerung oder Nichteinführung neuer Produkte infolge Nichterteilung behördlicher Zulassungen oder anderer Gründe; (4) Währungsschwankungen und allgemeine Entwicklung der Finanzmärkte; (5) Risiken in der Forschung, Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte oder neuer Anwendungen bestehender Produkte, einschliesslich (nicht abschliessend) negativer Resultate von klinischen Studien oder Forschungsprojekten, unerwarteter Nebenwirkungen von vermarkteten oder Pipeline-Produkten; (6) erhöhter behördlicher Preisdruck; (7) Produktionsunterbrechungen; (8) Verlust oder Nichtgewährung von Schutz durch Immaterialgüterrechte; (9) rechtliche Auseinandersetzungen und behördliche Verfahren; (10) Abgang wichtiger Manager oder anderer Mitarbeitender und (11) negative Publizität und Berichterstattung. Die Aussage betreffend das Gewinnwachstum pro Titel ist keine Gewinnprognose und darf nicht dahingehend interpretiert werden, dass der Gewinn von Roche oder der Gewinn pro Titel für das Jahr 2020 oder eine spätere Periode die in der Vergangenheit veröffentlichten Zahlen für den Gewinn oder den Gewinn pro Titel erreichen oder übertreffen wird.

Referenzen

  1. Soweit nicht anders angegeben, sind alle Wachstumsraten zu konstanten Wechselkursen (CER = Constant Exchange Rates) berechnet (Durchschnittswerte für 2019).
  2. Seit 2012: Erivedge, Perjeta, Kadcyla, Gazyva/Gazyvaro, Esbriet, Cotellic, Alecensa, Tecentriq, Ocrevus, Hemlibra, Xofluza, Polivy, Rozlytrek, Phesgo, Enspryng, Evrysdi
  3. Wettbewerb durch Biosimilars für MabThera/Rituxan, Herceptin und Avastin in den USA, Europa und Japan.
  4. Zulassung im Januar 2021