Auf den Philippinen übernimmt die staatseigene Gesundheitsversorgung nicht alle Kosten für Medikamente. Die Patienten müssen Arzneimittel häufig aus eigener Tasche bezahlen, besonders komplexe Medikamente, was die meisten von ihnen nicht vermögen.

Um diesem Problem wirksam zu begegnen, haben wir ein Zugangsprogramm für Patienten entwickelt (Patient Assistance Programme), das die Kaufkraft des jeweiligen Patienten berücksichtigt. Verordnet ein Arzt eines unserer Krebsmedikamente, führt eine unabhängige Institution eine wirtschaftliche Prüfung durch. In der Folge kann ein Rabatt für das verschriebene Präparat abhängig von der finanziellen Lage des Patienten gewährt werden.

Herausforderung

In den Philippinen ist eine öffentliche Finanzierung der Gesundheitsversorgung nur beschränkt vorhanden. Nur ein Bruchteil der Bevölkerung sind über den Arbeitgeber krankenversichert. Darüber hinaus müssen Patienten für 57% der Gesundheitsausgaben selber aufkommen. Die staatseigene «Philippine Healthcare Insurance Corporation (PhilHealth)» bietet eine landesweite Grundversicherung, die aber keine Behandlungen mit Biopharmazeutika übernimmt.

Biopharmazeutika sind eine relativ neue Wirkstoffklasse, zu der auch Herceptin (Trastuzumab) – unser zielgerichtetes Medikament zur Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs – gehört. Schätzungsweise haben nur 6% der betroffenen Patienten Zugang zu innovativen Krebsbehandlungen. Für diese 6% stellen die Kosten der gesamten Behandlung jedoch ein Problem dar.

Unser Engagement

Um Menschen mit beschränkten finanziellen Mitteln zu unterstützen, haben wir das «Roche Patient Access Programme» lanciert. Die Überweisung in das Programm erfolgt durch die Ärzte. Die Patientinnen werden anschliessend von einer unabhängigen Drittpartei auf ihre Zahlungsfähigkeit geprüft. Werden die Patientinnen in das Programm aufgenommen, erhalten sie Produkte wie Herceptin, Avastin und MabThera, Perjeta und Tarceva zu einem reduzierten Preis, der aufgrund ihrer finanziellen Situation berechnet wird. Diese abgestuften Preise erhöhen den Zugang zu unseren Produkten für ärmere Menschen, ohne den Preis für Patientinnen zu beeinflussen, die in der Lage sind, selbst für das Medikament aufzukommen.

Über diese Programme hinaus, arbeiten wir mit nationalen und lokalen Regierungen zusammen, um finanzielle Unterstützung für Krebspatienten zu mobilisieren.

Was wir erreicht haben

Anhand des Patient Assistance Programms ist die Anzahl von Patienten, die Zugang zu innovativen Krebsbehandlungen haben, im Jahr 2015 um 23% gestiegen.

Zudem erleichtert das Programm es den Patienten eine Therapie gesamthaft zu durchlaufen und zu beenden.

Tags: Zugang zur Gesundheitsversorgung