Lediglich etwa 6% der chinesischen Bevölkerung verfügen über eine Krankenversicherung, welche die Kosten einer Krebsbehandlung abdeckt. Wir arbeiten mit achtzehn Versicherungsgesellschaften vor Ort zusammen, darunter den drei grössten, um sie bei der Entwicklung von Policen zu unterstützen, die auch die Behandlung und Pflege von Krebserkrankungen einschliessen. Wir führen Seminare, Informationsforen und Aufklärungskampagnen zum Thema Krebs durch und unterstützt so die Schulung der Versicherer sowie der breiten Bevölkerung in Bezug auf therapeutische Möglichkeiten.

Herausforderung

Wie viele andere Länder verzeichnet auch China eine starke Vermehrung der Krebserkrankungen. In den Städten ist Krebs inzwischen zur häufigsten Todesursache geworden, landesweit zur Zweithäufigsten. Die gestiegene Lebenserwartung, Umweltverschmutzung, starkes Rauchen sowie die Aneignung eines westlichen Lebensstils werden zur Folge haben, dass Krebs auch in absehbarer Zukunft in China ein grosses Gesundheitsproblem darstellen wird.

Da es in China fast keine staatliche Rückerstattung oder Privatversicherung gibt, müssen die meisten Krebspatienten für ihre Behandlung selbst aufkommen. Eine gesamte Behandlung von manchen Krebsmedikamenten kosten das Zehnfache von dem durchschnittlichen Jahreseinkommen eines chinesischen Arbeiters. Bis vor kurzem reichten die Versicherungsleistungen nicht aus, um die Kosten einer angemessenen Krebsbehandlung abzudecken, und die lokalen Versicherer verfügten nicht über die Informationen, entsprechende Policen auszuarbeiten.

Unser Engagement

Seit 2007 haben wir mit lokalen Versicherern zusammengearbeitet, um den privaten Versicherungsschutz für Krebserkrankungen zu verbessern. Durch unserer weltweiten Kontakte zu Kliniken, Labors und Gesundheitsnetzwerken können wir den Versicherungsunternehmen lokale und globale Daten zu Behandlungsoptionen sowie eine Analyse der Kosten liefern. Unser Engagement hat den Unternehmen geholfen, die Vergütungen für eine Behandlung zu kalkulieren und erschwingliche Krebsversicherungen auszuarbeiten, welche die beste verfügbare Therapie übernehmen und einen Zugang zu Kliniken und Ärzten sowie zu Schulungen und Unterstützungen bieten.

Im Oktober 2015 haben wir einen Vertrag mit einer grossen Versicherungsgesellschaft in Shenzhen abgeschlossen - einer Stadt mit 11 Millionen Einwohnern. Dieses Übereinkommen regelt, dass Avastin auf der Rückerstattungsliste für fortgeschrittenen Dickdarmkrebs aufgenommen wird.  

Shenzhen ist die erste Stadt in China wo nun alle von unseren vier gezielten Therapien (MabThera/Rituxan, Avastin Herceptin und Tarceva) im Land geprüft wurden und die Kosten rückerstattet werden. 

Mit Roche an unserer Seite haben wir genau die Unterstützung, die wir brauchen.
Ryan Bi, Taikang Life Insurance Co., Ltd.

Ausserdem stellen wir in Zusammenarbeit mit Versicherungsunternehmen und verschiedenen Drittparteien zusätzliche Dienstleistungen zur Verfügung, wie Programme zur Krebsaufklärung und -prävention, Therapien und Nachbeobachtungen sowie sonstige Unterstützung.

Wir arbeiten auch mit multinationalen Firmen zusammen und unterstützen sie dabei, ihren Mitarbeitenden einen medizinischen Versicherungsschutz zu bieten. Zu unserem Engagement gehört auch, dass wir für alle unseren Mitarbeitenden in China eine Versicherung für Krebskrankheiten abschliessen.

Der nächste Schritt ist der «Green Channel Access» Plan, der den Versicherten hilft, schneller einen Termin bei den entsprechenden Fachärzten zu erhalten. Wir bringen Versicherungsunternehmen und Krankenhäuser an einen Tisch, um dieses Projekt voranzutreiben.

Was wir erreicht haben


Zurzeit arbeiten wir mit achtzehn Versicherungsgesellschaften (die drei grössten des Landes mit einbezogen) und vier Rückversicherungsgesellschaften zusammen. Wir haben die Entwicklung von ungefähr 12 neuen Versicherungsprodukten von Krebs unterstützt. Bis 2016 wurden 40 Millionen Versicherungen abgeschlossen und 12 - 14 Millionen Menschen sind damit abgedeckt. Dieses Modell und damit verbundene Lernprozesse werden in über 20 Ländern weltweit angepasst und eingeführt. 

Tags: Zugang zur Gesundheitsversorgung