Hilfe für Kinder in Afrika

  • Jugendlicher beim Prüfen seines Blutzuckerspiegels vor der Insulinbehandlung
    Jugendlicher beim Prüfen seines Blutzuckerspiegels vor der Insulinbehandlung
  • Arzt beim Erklären, wie man Insulin spritzen
    Arzt beim Erklären, wie man Insulin spritzen
  • Lehrmaterial angepasst and die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in Afrika
    Lehrmaterial angepasst and die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in Afrika
  • Patienten beim Messen des Blutzuckerspiegels
    Patienten beim Messen des Blutzuckerspiegels

Kindern mit Typ-1-Diabetes in Subsahara-Afrika und Südasien eine umfassende medizinische Betreuung bieten und das Gesundheitssystem in Ländern mit beschränkten Ressourcen verbessern.

Herausforderung

Die Sterberate von Kindern mit einer Diabetes Erkrankung ist in Entwicklungs- und von Armut geprägten Ländern sehr hoch. Die International Diabetes Federation (IDF) schätzt, dass etwa 542 000 Kinder im Alter von bis zu 15 Jahren vom Typ-1-Diabetes betroffen sind. Gerade bei Kindern mit Typ-1-Diabetes (früher auch insulinabhängiger oder juveniler Diabetes genannt) bleibt die Erkrankung oftmals unerkannt. Doch selbst wenn Diabetes diagnostiziert wird, so haben nur wenige Betroffene ausreichend Zugang zu Insulin, Spritzen und medizinischen Geräten für die Blutzuckerkontrolle und sterben in der Folge. Die Lebenserwartung beträgt oft weniger als ein Jahr.

Unser Engagement

Um die zunehmende Problematik von Diabetes in den weltweit ärmsten Ländern anzugehen, schloss sich Roche 2009 dem auf fünf Jahre angelegten Programm „Changing Diabetes® in Children“ von Novo Nordisk an. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der World Diabetes Foundation (WDF), der International Society for Paediatric and Adolescence Diabetes (ISPAD) sowie wichtigen Meinungsführern setzt sich das Programm für die Entwicklung langfristiger Lösungen für eine nachhaltige Diabetesversorgung ein. Das Programm wird in verschiedenen afrikanischen und ausgewählten südasiatischen Ländern realisiert.

Im Fokus des Programms steht die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern: Durch Mithilfe beim Aufbau der nötigen Infrastruktur und durch Stärkung der Kapazitäten im Gesundheitswesen sollen alle Menschen mit Diabetes unterstützt und ein verbessertes Diabetesmanagement erreicht werden.

Die Kernelemente des Programms umfassen:

  • Den Aufbau von Kliniken wo Kinder mit Diabetes diagnostiziert werden und spezialisierte Behandlung erhalten.
  • Die Verbesserung der Infrastruktur und die Versorgung mit medizinischen Geräten und Laborausrüstung.
  • Die Schulung von medizinischen Fachkräften und Diabetes-Beratern  mit speziell auf die Bedingungen in Entwicklungsländern zugeschnittenen Schulungsunterlagen und Workshops.
  • Die kostenlose Abgabe von Insulin und Blutzuckermessgeräten und Zubehör an die Programmteilnehmer für die Dauer von fünf Jahren.
  • Die Entwicklung von Schulungsunterlagen für Kinder und ihre Familien sowie die Veranstaltung von Schulungen und Kindercamps zur Förderung eines verbesserten Diabetes-Selbstmanagements.
  • Langfristige Lösungen zu entwickeln, um die Verfügbarkeit, den Zugang und die Finanzierung von Diabetes Behandlungen zu optimieren und die Qualität davon zu verbessern.

Was wir erreicht haben

Das  Programm wird in den afrikanischen Länder Kamerun, Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Guinea, Kenia, Tansania und Uganda sowie im südasiatischen Bangladesch umgesetzt.
2016 wurden etwa 8 360 Kinder durch das Programm erreicht, welches über 90 Kliniken und rund 3 919 geschulte Gesundheitsfachkräfte beinhaltet.

Kostenloses Schulungsmaterial wird für Patienten in verschiedenen Sprachen (Englisch, Französisch, Amharisch, Suaheli und Spanisch) bereitgestellt. Ausserdem wurde ein Trainingshandbuch zum Typ-1-Diabetes bei Kindern für Gesundheitsfachkräfte entwickelt sowie eine elektronische Patienten Datenbank erstellt.

Im November 2016 hat Novo Nordisk eine Erweiterung des Programms bekannt gegeben. Bis 2020 werden fünf neue Länder (Kambodscha, Burma, die Elfenbeinküste, Senegal und Sudan) ins Programm aufgenommen, um weitere 20 000 Kinder zu erreichen.

Hier findest du die Pressemitteilung.

Tags: Zugang zur Gesundheitsversorgung, Afrika