Bessere Gesundheitsversorgung in Kolumbien

In Kolumbien sind Krebspatienten dringend auf eine rechtzeitige Diagnose und die Überweisung an einen Spezialisten angewiesen. Die Gesundheitsversorgung des Landes befindet sich noch in der Entwicklung. Deshalb ist es umso wichtiger, dass alle Patienten eine schnellere und bessere Diagnose und die bestmögliche Behandlung durch einen spezialisierten Onkologen erhalten.

Herausforderung

Kolumbien hat sein Gesundheitswesen bereits deutlich verbessert, steht aber noch vor grossen Herausforderungen beim Zugang zu innovativen Therapien und der Unterstützung bei schweren chronischen Krankheiten wie Krebs.

Allein an Brustkrebs sterben jährlich etwa 2 200 Frauen – die höchste Sterblichkeitsrate unter allen Krebserkrankungen. Dem kolumbianischen Nationalen Krebsinstitut zufolge werden jedes Jahr rund 7 000 neue Fälle von Brustkrebs gemeldet. Viele Frauen in Kolumbien sind sich jedoch der Risikofaktoren für Krebs und der Wichtigkeit einer frühzeitigen Erkennung und Diagnose nicht bewusst. In dieser Hinsicht wurde von den lokalen Gesundheitsbehörden bislang zu wenig getan. Folglich wird bei vielen Patientinnen der Krebs erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt und die Behandlung wird damit noch teurer.

Unser Engagement

Als weltweit bedeutendster Anbieter in der Krebsmedizin erarbeitet Roche gemeinsam mit Gesundheitsinstitutionen in Kolumbien ein breites Spektrum an Vorsorge- und Behandlungsprogrammen. Seit 2012 entwickeln wir Lösungen, um vor Ort den Behandlungsverlauf für Patienten zu verbessern:

  • Seit fünf Jahren veranstalten wir Schulungen mit Fachpersonal aus der medizinischen Grundversorgung, um die Screening-Diagnose zu verbessern.
  • Im Laufe der vergangenen drei Jahre wurden mehrere Aufklärungskampagnen organisiert, um die Öffentlichkeit für das Thema Brustkrebs und die Dringlichkeit von Therapien zu sensibilisieren.
  • In den vergangenen vier Jahren wurden im ganzen Land sogenannte «Consultorios para la mujer» – also Frauensprechzimmer – eingerichtet, die Patientinnen den Zugang zu einer frühen Diagnose und verbesserten Behandlung erleichtern sollen. Ziel ist es, alle Hürden für die Betroffenen aus dem Weg zu räumen – von der Diagnose über die Behandlung und hoffentlich bis hin zur Genesung. Erreicht wird dies durch eine enge Zusammenarbeit mit Krankenversicherungen, medizinischen Fachkräften und Dienstleistern sowie mit der Regierung.

Was wir erreicht haben

In Kolumbien haben bisher fast 5 000 medizinische Fachkräfte Vorträge zu unseren Patientenprogrammen besucht. Zudem haben 900 Fachkräfte an 26 Workshops zu klinischen Brustuntersuchungen teilgenommen. Weitere 700 Fachkräfte haben sich per E-Learning über die Symptome und den Behandlungsverlauf informiert.

Das Ergebnis: Im Jahr 2016 wurde bei über 65 000 Patientinnen eine klinische Brustuntersuchung durchgeführt. Fast 188 000 Patientinnen haben sich einer Mammografie unterzogen. Bei 2 257 Patientinnen wurde die Diagnose Brustkrebs gestellt.

Inzwischen gibt es 131 «Consultorios para la mujer» und es wurden 76 umfassende Therapiemodelle mit 68 Behandlungsverläufen entwickelt.

Tags: Zugang zur Gesundheitsversorgung