Sicherstellung verantwortungsvoller Praktiken

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Unsere Standards

Als Unternehmen stellen wir die Einhaltung nachhaltiger Standards in der Lieferkette sicher. Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten und Dienstleistern zusammen, um gute und nachhaltige Einkaufsprozesse zu etablieren.

Wir verlangen von den Lieferanten, dass sie sich an die Grundsätze des Verhaltenskodex für Lieferanten von Roche halten. Der Kodex definiert unsere Standards für Geschäftsethik, Menschenrechte, soziale Verantwortung, Gesundheit und Sicherheit, Umweltverantwortung und Managementsysteme. Es erfordert auch, dass unsere Lieferanten in Bezug auf Innovation, wirtschaftliche Nachhaltigkeit und Lieferantenvielfalt mit uns zusammenarbeiten.

Falls ein Lieferant unsere Standards nicht vollständig erfüllt, bieten wir an, mit ihm zusammenzuarbeiten, um seine Leistung zu verbessern. Bei Nichtübereinstimmung werden die Geschäfte mit einem Lieferanten ausgesetzt, bis sich die Leistung verbessert hat. Wenn ein Lieferant nicht bereit ist, die Leistung zu verbessern, behalten wir uns das Recht vor, die Lieferbeziehung mit dem Lieferanten zu beenden.

Unsere Lieferkettenstrategie beinhaltet ein Nachhaltigkeitsziel, um bestehende geschäftskritische Lieferanten und Dienstleister zu bewerten und das Geschäft mit denjenigen zu stoppen, die sich nicht verbessern. Bis 2020 müssen mindestens 90% dieser Lieferanten unsere hohen Standards für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz erfüllen.

Lesen Sie mehr über unseren Lieferantenkodex

Lieferanten-Risikomanagement und Überwachung der Zielerreichung

Wir arbeiten auf verschiedene Weisen eng mit Lieferanten zusammen, um Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kontinuität der Lieferung unserer Produkte weltweit zu sichern.

Ein koordinierter Ansatz

Unser globales Compliance-Team und lokale Einkäufer beurteilen und beobachten gemeinsam mit KollegInnen von GSU, Pharma Partnering und anderen Funktionen die Lieferungen und Zielerreichung unserer Lieferanten sowie die lieferantenbezogenen Risiken. Diese beinhalten:

  • Anwendung eines risikobasierenden Ansatzes zur Segmentierung der Lieferanten
  • Durchführung von Due Diligence und Bestätigungsbesuchen, um gute Standards sicherzustellen
  • Einbau von Nachhaltigkeitsklauseln in Lieferverträge und Bieterprozesse
  • Zusammenarbeit mit ausgewählten Lieferanten bei der Verbesserung der Standards und Messung der Fortschritte zur Zielerreichung
  • Austausch von Information und Entwicklung von Prozessen, um die Integrität der Lieferkette und die Materialqualität innerhalb der Lieferkette sicherzustellen

Lesen Sie mehr über unsere zugehörigen Ziele und die Zielerreichung

Management von Risiken und Chancen in der Lieferkette

Das Risikomanagement in der Lieferkette beinhaltet die Identifikation, Beurteilung und Verringerung von Risiken in allen Bereichen der operativen Tätigkeit, beginnend in der Frühphase von Forschung und Entwicklung über den ganzen Produktlebenszyklus hinweg. Dieser Prozess erlaubt uns, Risiken zu identifizieren, zu beurteilen und zu reduzieren. Gleichzeitig erlaubt er uns auch, Chancen zu identifizieren, die die Wertschöpfung erhöhen und Innovation voranzutreiben. Wir überprüfen und aktualisieren regelmäßig Risikomanagementpläne, um Risiken zu reduzieren und die kontinuierliche Versorgung mit unseren pharmazeutischen und diagnostischen Produkten sicherzustellen.

Wir implementieren Risikomanagement-Pläne adäquat zur Grösse des Risikos. Unsere primären Risiken beinhalten:

  • Ökonomische Risiken, wie zum Beispiel Bestechung und Korruption, Geschäftsintegrität, Unterbrechung der Lieferkette, Risiken bezogen auf Lieferanten zweiten Grades, Insolvenz, Produktfälschung, Diebstahl und Cyber-Attacken
  • Umweltrisiken, wie zum Beispiel Gefahrstoffe, Abfallentsorgung, Klimawandel und Biodiversität
  • Soziale Risiken, wie zum Beispiel Kinderarbeit, Verletzung der Menschenrechte, Überstunden, Arbeitsbedingungen, Exponierung von Arbeitern gegenüber Gefahrenquellen, Schutz der Privatsphäre und Verstoss gegen Regulierungen im Zuge der Lieferantendiversität

Wir schauen uns die Risikomanagement-Pläne regelmässig an und aktualisieren sie mit dem Ziel, die Risiken zu reduzieren und die Kontinuität der Lieferung unserer Arzneimittel und Diagnostika sicherzustellen.

Wenn wir mit Lieferanten beim Risikomanagement zusammenarbeiten, identifizieren wir oft Möglichkeiten, die Wertschöpfung für beide Parteien bringen, wie zum Beispiel innovative Ideen, um Prozesse und Effizienz zu verbessern, den ökologischen Fussabdruck zu reduzieren oder das Arbeitsumfeld sicherer zu machen.

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Beurteilung von lieferantenbezogenen Risiken

Wir segmentieren unsere Lieferanten basierend auf dem Risiko, das sie für Roche haben. Geschäftskritische Lieferanten zum Beispiel, von denen wir etwa 1,000 haben, versorgen uns mit Gütern oder Dienstleistungen, die mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen:

  • Strategisch oder geschäftskritisch für Roche, zum Beispiel Schlüsselkomponenten oder Dienstleistungen, zu denen es keine Alternativlieferanten gibt
  • Erhebliche Auswirkungen auf soziale, Umwelt- oder ökonomische Situation
  • Belieferung ausschliesslich für Roche unter Verwendung von Roche‘s Know-how oder Prozessen
  • Belieferung vorwiegend für Roche in signifikanter Grössenordnung
  • Beträchtlicher Teil der Arbeit erfolgt an Roche Standort(en)
  • Wird allgemein als wichtiger Zulieferer für Roche angesehen
  • Ist in einer Industrie oder in einem Land tätig die/ das als riskant betrachtet werden kann
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Bei unseren kritischen Lieferanten führen wir eine eingehendere Risiko-Beurteilung durch und machen tiefergehende Due Diligence, wobei folgende wichtige Bereiche analysiert werden:

  • Risiko für Unterbrechung der Belieferung, wie zum Beispiel durch Naturkatastrophen, Force Majeure oder Unterbrechung in der Transportkette
  • Finanzielles Risiko, zum Beispiel Insolvenz
  • Vertragsrisiken
  • Risiken in den Bereichen Ethik, Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz (SGU) und resultierende potenzielle Risiken für Roche's Reputation
  • Qualitätsrisiken
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Zusätzlich führen wir kategoriespezifische Risiko-Beurteilungen durch. Diese beinhalten Innovationsrisiken, wie zum Beispiel Verlust von geistigem Eigentum, Umweltrisiken im Zusammenhang mit Abfallentsorgung und Risiken im Zusammenhang mit Tiergesundheit. Wir haben unsere Risiko-Beurteilungen ausgeweitet und Risiken bezogen auf Lieferanten zweiten Grades, Menschenrechte, Schutz privater Daten und Biodiversität mit integriert. Wir haben auch die Risiko-Beurteilung von Anti-Mikrobieller Resistenz (AMR) in Verbindung mit der Herstellung von Antibiotika stärker gewichtet und wir haben unsere Risiko-Exponierung in diesem Bereich weiter verringert.

Wir haben ein spezielles Tiergesundheitsprogramm, das durch eine Gruppe von Spezialisten und Experten gemanagt wird, damit die Risiken in diesem Bereich sorgfältig gemanagt werden.

Lesen Sie mehr über unser Management von Tiergesundheit

Wir führen Nachhaltigkeitsaudits bei unseren geschäftskritischen Lieferanten im Sinne von Bestätigungsbesuchen durch mit dem Ziel, die Geschäftsbeziehung zu verbessern und Transparenz zu schaffen. Wir helfen ihnen, wenn wir Möglichkeiten zur Verbesserung finden. Aufgrund unseres Risiko-orientierten Ansatz auditieren wir die Lieferanten mit grösstem Risiko und mit höchster Priorität. Wo wir Auditbefunde haben, arbeiten wir zusammen mit dem Lieferanten an der Behebung der Mängel.

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