Zusammenarbeit für eine dauerhafte Zukunft

supply_ch3_740px_n

Integration von Nachhaltigkeit in die Lieferketten-Strategie

Wir laden unsere Lieferanten ein, gemeinsam mit uns an der Verbesserung der Nachhaltigkeit unserer Lieferkette zu arbeiten. Wir arbeiten proaktiv mit ihnen, um Innovation zu fördern, die Zielerreichung zu sichern, Risiken zu managen und Pläne zur Sicherstellung der Kontinuität des Geschäfts sowie Notfallpläne zu entwickeln. Unsere Zusammenarbeit mit Lieferanten hat bereits zu signifikanten Verbesserungen in unserer Lieferkette geführt. Unsere Lieferketten-Strategie beinhaltet ein Nachhaltigkeitsziel zur Beurteilung der bestehenden geschäftskritischen Lieferanten und Dienstleister. Wir stoppen das Geschäft mit Lieferanten, die die Erwartungen nicht erfüllen und sich nicht verbessern. Bis zum Jahr 2020 sollen mindestens 90% dieser Lieferanten unsere hohen Standards für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz erfüllen. Ende 2018 lag der Wert bei etwa 85%.

Lesen Sie mehr über Beispiele unseres Erfolgs.

Training und Bewusstmachung

Wir bieten ein online-Trainingsprogramm an, um unseren Lieferanten zu helfen, ihr Wissen und Verständnis des Roche Lieferantenkodex sowie der Industriestandards für Nachhaltigkeit zu verbessern. Das Programm ist verfügbar in Englisch, Chinesisch, Spanisch, Portugiesisch und Deutsch. Übersetzungen in weitere Sprachen sind im Gange.

Lesen Sie mehr über das online Training für Lieferanten

Wir informieren unsere Mitarbeiter über Möglichkeiten, mit unseren Lieferanten Themen der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Verantwortung zusammen zu arbeiten. Um als Botschafter für Nachhaltigkeit auftreten zu können, müssen alle Einkaufsmitarbeiter Beschaffungsrichtlinien- und Nachhaltigkeitstrainings absolvieren. Im Jahr 2017 haben wir ein neues Online-Trainingsmodul "Nachhaltigkeit in der Beschaffung" eingeführt. Wir bieten Beschaffungs-Teams maßgeschneiderte Schulungen für kategoriespezifische Nachhaltigkeitsthemen an.

Unser Training hilft unseren Lieferanten, unserer Erwartungen hinsichtlich Nachhaltigkeit besser zu verstehen. Es zielt darauf ab, ihre operative Tätigkeit unter anderem in folgende Bereichen zu verbessern:

  • Ethische Geschäftspraktiken und integeres Handeln
  • Bekämpfung von Bestechung und Korruption
  • Wahrung der Menschenrechte von Mitarbeitern und deren Behandlung mit Würde und Respekt
  • Gewährleistung einer sicheren und gesunden Arbeitsumgebung
  • Verantwortungsvoller und schonender Umgang mit der Umwelt
  • Einsatz von Management-Systemen, um kontinuierliche Verbesserung und Compliance mit Nachhaltigkeitsprinzipien messen zu können
  • Unterstützung von Innovation und Kostenreduktion gemeinsam mit Lieferanten

Mehr als 19,400 Lieferanten-Mitarbeiter haben unser online-Training zur Nachhaltigkeit für Lieferanten seit dem Start Mitte 2012 bereits absolviert, darunter jeweils mehr als 5,000 in China und in Lateinamerika.

Im Jahre 2017 haben wir unser Lieferantenkodex Online-Training für die Pharmaceutical Supply Chain Initiative (PSCI) verfügbar gemacht und ihnen geholfen, auf dieser Basis ein neues Online-Training für die PSCI-Prinzipien zu entwickeln, die integraler Bestandteil des Roche Lieferantenkodex sind. Auf diese Weise können wir viele weitere Lieferanten für die Industrie erreichen und damit letztendlich mithelfen, die Lieferketten-Standards für die gesamte Industrie zu erhöhen.

Anti-Corruption-Compliance-Training für Einkäufer

Bestechung und Korruption sind ein Risiko, das wir im Einkauf mit einem speziellen Programm adressieren, das auf unsere Einkaufsmitarbeiter und Lieferanten zugeschnitten ist. Für geschäftskritische Lieferanten in Ländern mit erhöhtem Grad von Korruption und Bestechung sind Einkaufsmanager sind angehalten, einen Anti-Korruption-Compliance-Fragebogen auszufüllen, um zu prüfen, ob ein erhöhtes Korruptionsrisiko vorliegt.

Wenn wir Anzeichen von Korruption erkennen, löst dies eine eingehende Untersuchung durch Compliance-Mitarbeiter von Roche aus. Im Jahr 2018 haben wir die Geschäftsbeziehung mit 12 Lieferanten und Dienstleistern aufgrund von unethischem Verhalten, davon 2 aufgrund von kritischen Auditbefunden, die sie nicht verbessern wollten.

Zusammenarbeit bei Menschenrechten in der Lieferkette

Wir erwarten von unseren Lieferanten, dass sie ebenfalls die Menschenrechte schützen und dafür mit ihren eigenen Lieferanten zusammenzuarbeiten.

Im Jahr 2018 haben wir einen aktualisierten, skalierbaren Risikoalgorithmus implementiert, um Lieferanten mit einem hohen Potenzial für Menschenrechtsverletzungen zu identifizieren. Wir haben auch unser bestehendes Programm zur Gefährdungsbeurteilung von Arbeitnehmern und Menschenrechten verbessert. In Zusammenarbeit mit der Pharmaceutical Supply Chain Initiative (PSCI) haben wir das PSCI-Auditprogramm überarbeitet und einen robusteren Prozess zur Identifizierung von Menschenrechtsverletzungen geschaffen.

Unser Menschenrechtsalgorithmus zur Bewertung von Risiken von Menschenrechtsverletzungen in der gesamten Lieferkette konzentriert sich auf vier Risikofaktoren: Land, Branche, Nähe (z.B. Arbeit auf dem Gelände von Roche) und bekannte Verstöße.

Erfahren Sie mehr über unseren Menschenrechtsrisiko-Algorithmus

Im Jahr 2018 führten wir mit Unterstützung von externen Auditoren 126 Besichtigungen zur Nachhaltigkeitssicherung von Lieferanten durch. Wir hatten 100 Befunde zu Menschenrechten und Arbeitsbedingungen, wobei keiner davon kritisch war. Auch fanden wir keine Hinweise auf Kinderarbeit oder moderne Sklaverei. Zu den wesentlichsten Befunden gehörten übermäßige Überstunden, unangemessene Bezahlung von Überstunden, unzureichende Ruhetage pro Arbeitswoche und unzureichende Zahlung von Sozialleistungen. Mit allen Lieferanten wurden Korrekturmaßnahmenpläne umgesetzt. Deren Erfüllung haben wir durch Folgeaudits überprüft und die Mehrheit der Lieferanten hat die notwendigen Verbesserungen schnell vorgenommen. Mit zwei Lieferanten, welche sich trotz unserer Unterstützung nicht verbessert haben, haben wir das Geschäft eingestellt.

Das Risiko von Menschenrechtsverletzungen in unserer Lieferkette haben wir durch die Zusammenarbeit mit unseren kritischen Lieferanten weiter bewertet und gemindert. Unseren verbesserten Prozess zur Gefährdung von Menschenrechtsverletzungen haben wir genutzt, um Risiken bei den kritischen Lieferanten unserer eigenen kritischen Lieferanten ("kritische Lieferanten des zweiten Grades") zu identifizieren und dabei keine Berichte über kritische Erkenntnisse bei Lieferanten des zweiten Grades erhalten.

Erfahren Sie mehr über Lieferanten und Dienstleister

Ziele und Zielerreichung

Förderung von Vielfalt

Bei Roche haben wir uns verpflichtet, die Vielfalt unter unseren Mitarbeitern zu fördern, da sie wichtig für unseren Erfolg ist. Wir gehen Lieferantenvielfalt mit dem gleichen Anspruch an. Das Ziel ist es, Innovation, Konkurrenzierung und Flexibilität unserer Lieferantenbasis zu stärken.

Unsere Bemühungen, Lieferantenvielfalt zu fördern, sind auf die Erhöhung der Chancen für qualifizierte Lieferanten und Aufbau von Beziehungen mit ihnen fokussiert. Diese beinhalten kleine oder von Minderheitsgruppen geführte Firmen, die von Frauen, Kriegsveteranen, Bi-, Homo- oder Transsexuellen, oder von Eingeborenen geführt werden. Im Jahre 2018 betrug unser Umsatz mit diversen Lieferanten $808 Millionen. Wir werden weitermachen, um neue Kollaborationen mit diversen Lieferanten zu suchen, die hoch innovativ und agil sind.

Wir gehen auch aktiv auf Fördergruppen zu, um Fachkenntnisse aufzubauen, eine Mentor-Rolle zu übernehmen und Lieferantenvielfalt auf globaler Ebene zu fördern. Die Organisation “Diversity Alliance for Science” zum Beispiel fokussiert sich auf die Entwicklung vielfältiger Fähigkeiten im Bereich Life Sciences.

Sichere und „grüne“ Logistik – Minimierung des Einflusses auf die Umwelt

Grüne Logistik ist ein Bereich in unserer Lieferkette, der zunehmend in den Fokus rückt, wenn wir danach streben, Abgasemissionen, Energieverbrauch und Abfallaufkommen Roche-weit zu reduzieren.

Unsere grüne Logistik-Strategie zielt darauf ab, den Einfluss auf die Umwelt zu minimieren, indem wir:

  • mehr Luftfracht auf Seefracht wechseln, und damit den ökologischen Fussabdruck und die Kosten signifikant reduzieren
  • kleinere und besser isolierte Kühlverpackungen entwickeln und einsetzen
  • mehr Fracht von Kurzstreckenflügen auf spezielle Kühl-Strassentransporte wechseln
  • Seefrachtlinien zwischen Deutschland und den USA etablieren
  • Verpackungsmaterialien wiederverwenden oder recyceln.
  • Energieverluste in gekühlten Lagerhäusern mit aufblasbaren Türversiegelungen reduzieren
  • neue Lagerhäuser nach den neuesten Standards von Energieeffizienz bauen
  • Transportunternehmen auswählen, die ihre Fahrer trainieren, die Fahrzeuge energieeffizient zu führen und Fahrzeuge zu verwenden, die Niedrigenergie-Standards erfüllen

Wir legen dieselben hohen Standards an unsere Logistik-Dienstleister an, die wir auch an unsere eigenen Lagerhäuser anlegen. Um grüne Logistik weiter zu fördern, optimieren wir die Routenplanung mit Informationstechnologie und maximieren die Nutzung von Transportkapazität, um so die Gesamtzahl der Fahrten zu reduzieren.

Im Jahre 2018 haben wir das "Luft-zu-See"-Programm in Zusammenarbeit mit unseren Logistikdienstleistern ausgeweitet und dadurch den Umweltfussabdruck um durchschnittlich 95% gesenkt und mehr als 3 Millionen CHF gespart. Wir werden unser ökologisches Fussabdruck-Reduktionsprogramm und die Berichterstattung dazu weiter ausbauen.