Rezyklierung und Abfallentsorgung

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Unser Konzept: Reduzieren, wiederverwenden und rezyklieren

Roche verwendet wie andere Pharma- und Diagnostikunternehmen relativ geringe Mengen an Chemikalien und erzeugt somit chemische Abfälle nur in kleinen Mengen. Dennoch reduzieren wir kontinuierlich diese Abfälle, was auch mit der zunehmenden Herstellung von Biotech-Produkten und dem Rückgang von Produkten aus Chemikalien einhergeht.

Wir nutzen das folgende Abfallkonzept:

  • 1. Die Entstehung von Abfällen wird vermieden.
  • 2. Materialien werden soweit möglich wiederverwendet.
  • 3. Wenn die Wiederverwendung nicht möglich ist, werden die Abfälle rezykliert.
  • 4. Wenn Rezyklieren nicht möglich ist, dann wird der Abfall als Nebenprodukt verkauft.
  • 5. Wenn auch dies nicht möglich ist, werden alle übrigen Abfälle verbrannt.
  • Nur als letztes Mittel entsorgen wir Abfälle - und zwar nur inerte Materialien.

weitere Informationen über unsere Position zur Abfallentsorgung

Rezyklierung

Das Rezyklieren ist der Prozess des Sammelns und der Verarbeitung von Materialien, welche andernfalls weggeworfen werden würden, zu neuen Produkten. Vom Rezyklieren profitieren Gemeinden und die Umwelt in vielfältiger Weise, unter anderem durch:

  • Vermeidung der Verschwendung potenziell verwertbarer Materialien
  • Reduktion des Verbrauchs frischer Rohstoffe
  • Reduktion des Energieverbrauchs
  • Reduktion der (durch Verbrennung erzeugten) Luftverschmutzung und der (durch Deponierung erzeugten) Wasserverschmutzung

Wir rezyklieren Chemikalien einschliesslich Lösungsmittelabfälle aus Produktionsprozessen und Teile von Diagnosegeräten, wo immer dies technisch möglich und wirtschaftlich vertretbar ist. Seit 2010 rezykliert Roche den Grossteil der chemischen Abfälle intern.

Abfallmanagement

Bei Roche sind wir dem verantwortungsvollen Einsatz von Ressourcen verpflichtet, um so eine Verringerung des Abfalls zu ermöglichen. Wir gehen zudem verantwortungsvoll mit allen Abfällen um, die in unseren Betriebsstätten entstehen – auch mit solchen Abfällen, die früher an unseren Standorten oder auf Deponien abgelagert wurden.

Wir gestatten die Deponierung nur als letztes Mittel und selbst nur dann, wenn es sich um inerte Materialien handelt. Abhängig von der Verfügbarkeit geeigneter Abfallbehandlungsanlagen können wir ungefährliche, allgemeine Abfälle in zugelassenen Deponien entsorgen. Wir verbieten die Deponielagerung von chemischen Abfällen und medizinischem Sondermüll.

Chemische Abfälle

Bei der Synthese von Wirkstoffen und bei der Herstellung von Darreichungsformen und diagnostischen Reagenzien entstehen Folgeprodukte. Letztlich müssen diese Produkte als chemischer Abfall entsorgt werden.

Wir verbrennen den Grossteil dieser Abfälle, etwa 89%. Der Rest, der aus Klärschlamm und inertem Material wie Asche oder Schlacke aus der Verbrennung besteht, wird deponiert. Darüber hinaus können einige Reststoffe als Nebenprodukte verkauft werden.

Allgemeine Abfälle

Allgemeine Abfälle umfassen alle Abfälle, die nicht im Rahmen der eigentlichen chemisch-pharmazeutischen Produktion entstehen. Dazu zählen Papier, Karton, Glas, Kunststoff, Holz und elektronische Geräte sowie Bauabfälle, die hauptsächlich aus Schutt bestehen. Massnahmen zur Abfallvermeidung und -reduzierung sind nicht nur auf die Produktionsprozesse beschränkt, sondern werden auch in allen anderen Abteilungen bei Roche untersucht und genutzt. Wir streben ökologisch effiziente Lösungen an, durch die sowohl eine Reduktion der Umweltbelastung als auch wirtschaftliche Vorteile, z. B. die Senkung der Rohstoff- und Entsorgungskosten, erzielt werden können.

Sanierungsmanagement

Die Sanierung der Umwelt zum Schutze der Gesundheit und des Lebensraums umfasst die Aufbereitung von Verschmutzungen oder Verunreinigungen in Böden, Grundwasser, Sedimenten und Oberflächengewässern. Sanierungen unterliegen in der Regel einer Reihe von regulatorischen Anforderungen bzw. im Falle fehlender Standards oder Regulierungen können Risikoeinschätzungen zur Gefährdung der Gesundheit und der Umwelt angewendet werden.

In der Vergangenheit hat sich die Nutzung von Deponien als Standardverfahren etabliert. Jedoch haben verbesserte Kenntnisse zur geologischen Beschaffenheit und zu den potentiell negativen Auswirkungen chemischer Verunreinigungen in Böden und Grundwasser durch die Entsorgung von - insbesondere gefährlicher Abfälle - in Deponien langfristiges Risikopotenzial für Mensch und Umwelt aufgezeigt. Roche ist überzeugt, dass die Bedrohung durch bestehende Deponien mit gefährlichen Abfällen proaktiv angegangen werden muss, auch wenn es über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus geht. Ganzheitliche und nachhaltige Lösungen müssen angewandt werden, damit keine kontinuierliche Nutzung von Pumpen, Aufarbeitungsanlagen, o.ä. zur Behandlung von Sickerwasser oder Altlasten notwenidg ist.

Unsere Verantwortung

Wir nehmen unsere Verantwortung über den durch unsere Produktion entstehenden Abfall ernst. Wir akzeptieren die Mülldeponierung nur als letzte Möglicheit und nur für inerte Materialien, wie Schlacke oder Verbrennungsasche. Abhängig von der Verfügbarkeit lokaler Müllaufbereitungsanlagen ist eine Ablagerung von nicht gefährlichen Allgemeinabfall in authorisierten Deponien möglich.

In der Schweiz werden im Moment Gefahrengutablagerungen in Kölliken und Bonfol von Roche und anderen Unternehmen saniert. Als früherer Nutzer der Deponie Kesslergrube in Grenzach, Deutschland untersucht Roche mögliche Sanierungsoptionen. Ebenso evaluieren wir im Moment Sanierungsoptionen für unsere ehemaligen Produktionsstätten in Belleville, New Jersey.

2012 hat Roche die Schliessung der Niederlassung in Nutley, New Jersey mitgeteilt. Aus diesem Grund und im Sinne der Weiternutzung des Areals, haben wir unsere Bemühunen intensiviert, unter staatlicher Aufsicht, die Grund- und Grundwasser-Beschaffenheit am Gelände zu untersuchen und zu sanieren. Bisherige Sanierungsarbeiten inkludieren Grundwasserbehandlung, Erdaufbereitung und Erdaushub sowie Bodenluftabsaugung.

Unser Positionspapier zu Deponien und kontaminierten Boden

Projekte in denen Roche im Moment involviert ist: