Emissionen in die Luft und das Wasser

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Luftemissionen

Wir minimieren Emissionen in die Luft durch eine Vielzahl von Technologien und Massnahmen. Zu unseren Prioritäten zählt es, Schadstoffe zu vermeiden, Schadstoffmengen zu reduzieren und die verbleibenden Schadstoffemissionen im Einklang mit unseren Ökobilanzzielen zu kontrollieren. Unser Hauptziel ist es, die Emissionen auf dem niedrigen Niveau der vergangenen Jahre zu halten.

Senkung der Treibhausgasemissionen

Der Grossteil der Treibhausgasemissionen des Roche-Konzerns stammt aus der Energieerzeugung und besteht zum grössten Teil aus CO2. Weniger als 1% sind halogenierte Kohlenwasserstoffe aus Kälte- und Kühlanlagen.

Da der grösste Teil dieser Emissionen aus der Umwandlung und dem Einsatz von Energie resultiert, gilt unser Energieeffizienzziel auch für THG-Emissionen. Hier streben wir eine Verringerung um 20% bis 2020 gegenüber den Werten von 2010 an, gemessen in Tonnen pro Mitarbeitendem. In unseren Augen stellt der CO2-Zertifikathandel keine Alternative zu eigenen Anstrengungen auf dem Gebiet der Emissionsminderung dar. Wir erwarten weitere Verbesserungen infolge des Ersatzes fossiler Energieträger durch erneuerbare Energien.

weitere Informationen über unsere Position zu THG/Klimawandel

Reduktion anderer Schadstoffe in der Atmosphäre

Ein wichtiger Weg zur Reduzierung von Emissionen in die Luft ist die Verwendung von Rauchgaswäschern, mit denen der Ausstoss an Stickoxiden (NOx) und Schwefeldioxid (SO2) gesenkt werden kann. Wir nutzen auch verschiedene Verbrennungs- und Tiefkühlverfahren, um die Freisetzung flüchtiger organischer Verbindungen (VOCs) in die Abluft zu reduzieren.

Um den VOC-Ausstoss zu senken, nutzen wir geschlossene Kreisläufe oder geeignete Abluftbehandlungsanlagen wie z. B. Filter, verschiedene Luftverbrennungsanlagen oder Kondensationsprozesse. Die Funktion der Verbrennungsanlagen ist es, die VOCs und brennbare Partikel vollständig zu oxidieren.

Bei vollständiger Verbrennung reagieren die organischen Materialien im Abgas chemisch mit Sauerstoff und bilden ungiftige Produkte wie Kohlendioxid und Wasserdampf. Wir nutzen die bei der Verbrennung entstehende Energie wiederum zur Dampferzeugung für Heizzwecke.

Halogenierte Kohlenwasserstoffe

Chlorhaltige halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie etwa Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (H-FCKW) schädigen auch die Ozonschicht.

Eine Konzernrichtlinie zum schrittweisen Ausstieg aus der Nutzung von FCKW und H-FCKW wurde deshalb eingeführt. Sie schreibt vor, diese Stoffe bis zum Jahr 2010 aus Kühl- und Löschanlagen zu verbannen. Allerdings wurden mehrere Projekte zur Ersetzung von H-FCKW in Kühlgeräten aufgeschoben, weil in einigen Ländern anerkannte Alternativen fehlen oder weil dies durch die Übernahme neuer Betriebsstätten erforderlich wurde. Diese Betriebsstätten arbeiten mit separaten Zeitvorgaben daran, unsere Zielsetzungen zu erreichen.

Fluorhaltige halogenierte Kohlenwasserstoffe, z. B. teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW) und perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC), die häufig als Ersatz für H-FCKW und FCKW verwendet werden, schädigen die Ozonschicht nicht. Allerdings haben sie ein erhebliches Treibhausgaspotenzial und sind schwer abbaubar. Wir betrachten sie daher nicht als geeignete langfristige Alternative, und wir möchten den Ausstieg aus der Nutzung dieser Verbindungen bis 2015 erzielen.

Wasseremissionen

Wir leiten Abwasser und Schadstoffe nur dann ein, wenn sie voll den einschlägigen Vorschriften einschliesslich den Anforderungen an die Vorbehandlung entsprechen. Unsere Kläranlagen erzielen hohe Filtrationsraten von mehr als 90%.

Mehr als die Hälfte des verwendeten Wassers wird in Kühlkreisläufen genutzt. Da dieses Wasser nicht chemisch kontaminiert ist, leiten wir es nach der Analyse ein. Wir reinigen das übrige Abwasser in Kläranlagen, bevor es in Wasserwege eingeleitet wird.

Reduzierung der Wasserverschmutzung

Wir erfassen organische Emissionen in das Wasser als gesamten organischen Kohlenstoffwert (TOC-Wert) nach der Verarbeitung in einer Kläranlage. Wir sind bestrebt, die Verunreinigung des Wassers durch folgende Massnahmen weiter zu verringern:

  • Reduktion der Einleitung von giftigen und schwer abbaubaren Substanzen und Schwermetallen
  • Reduktion der Erzeugung von Abwasser
  • Behandlung oder Vorbehandlung von Abwasser, in einigen Fällen mit Ozon, wenn nicht abbaubare oder schwer abbaubare Schadstoffe vorliegen

Die Schwermetallemissionen von Roche bewegen sich auf sehr niedrigem Niveau. Die Gesamtbelastung rührt in erster Linie von Zink, Kupfer und Chrom her, die durch das Abwasser aus Rohrleitungen ausgewaschen werden. Wir leiten keine signifikant toxischen Metalle wie Kadmium oder Quecksilber in das Abwasser ein.

Seit 1992 haben wir die TOC-Emissionen in das Wasser um 98,5% gesenkt (in Tonnen pro 1 Mio. CHF Umsatz).