Monoklonale Antikörper

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Monoklonale Antikörper sind von identischen Immunzellen gebildete Antikörper, welche aus ein und derselben Mutterzelle geklont wurden. Sie weisen deshalb eine konstante Struktur auf und binden an dieselben fremden Marker, die man als Antigene bezeichnet. Das Prinzip der Herstellung monoklonaler Antikörper wurde 1972 von César Milstein und Georges Köhler entdeckt, zwei Forschern an dem von Roche finanzierten Institut für Immunologie in Basel, die später den Nobelpreis erhielten. Die monoklonalen Antikörper haben die biologische Forschung revolutioniert und legten den Grundstein für den Einsatz therapeutischer Antikörper in der Medizin sowie für die gesamte Biotechnologie-Industrie. Bei Roche kommen unterschiedliche Ansätze für die Generierung von Bibliotheken monoklonaler Antikörper für ein bestimmtes Antigen zum Einsatz: Neben lebenden Organismen nutzen wir auch eine In-vitro-Technologie, das Phagen-Display. Hierbei wird die Vielfalt der Antikörper in einer DNA-kodierten Bibliothek in-vitro hergestellt, was zum Display einer grossen Sammlung humaner Antikörpermoleküle auf der Oberfläche angezüchteter Zellen führt. Durch anschliessende Selektion und Screening-Schritte mit einem beliebigen Antigen gegen diesen Zellpool können Phagen mit einer Affinität zu bestimmten Molekülen isoliert werden. In-vitro Display-Technologien gestatten die Ausrichtung auf bestimmte Eigenschaften wie die Reaktion des Antikörpers auf bestimmte, vorgegebene Teile des Antigens.

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