Molekulare Modellierung

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Die molekulare Modellierung wendet Prinzipien der Computerchemie auf die Interaktion zwischen einem Arzneimittel und seinem Target, üblicherweise ein Protein, an. Roche ist Vorreiterin bei der Anwendung der molekularen Modellierung in der pharmazeutischen Forschung und gehört zu den ersten Unternehmen ihrer Branche, die Algorithmen und Schnittstellen zur Untersuchung der Interaktion zwischen Arzneimitteln und Proteinen entwirft und entwickelt. Die Kenntnis der Konformations- und Energiefaktoren hilft, „den Schlüssel dem Schloss anzupassen“, wie man den Kontakt zwischen einem Arzneimittel und seinem Target häufig beschreibt. Sie bestimmt das Design neuer bioaktiver Substanzen in den frühen Phasen der Arzneimittelentdeckung, hilft, Hypothesen zum Wirkmechanismus neuer potenzieller Arzneimittel aufzustellen und die Selektivität für ein gewünschtes Target weiterzuentwickeln. Die in der molekularen Modellierung tätigen Forscher investieren auch in die Entwicklung neuer, genauerer oder projektspezifischer Algorithmen sowie neuer Schnittstellen und Instrumente zur Visualisierung von Daten. Die Verfügbarkeit einer Proteinstruktur mit Hilfe der Röntgenkristallographie ist ein weiteres wichtiges Hilfsmittel. Darüber hinaus wird eine breite Palette rechnerischer Ansätze genutzt, um auch ohne strukturelle Informationen ein rationales Wirkstoffdesign zu ermöglichen.

Tags: Chemie