Perspektiven, die uns die Augen öffnen: Ein persönlicher Bericht

Bei Rene aus der Schweiz wurde eine geografische Atrophie diagnostiziert, nachdem er trotz einem Besuch beim Optiker immer noch Sehprobleme hatte. Hier seine Geschichte:

Einige Monate, nachdem ich mir beim Optiker eine neue Brille hatte machen lassen, dachte ich zum ersten Mal, dass etwas nicht in Ordnung sei. Zuhause stellte ich fest, dass ich die Untertitel im Fernsehen nicht lesen konnte. Besonders mit einem Auge war dies schwierig. Ich ging noch einmal zum Optiker, um die Brillengläser neu anpassen zu lassen. Dort wurde mir jedoch empfohlen, für weitere Untersuchungen einen Augenarzt aufzusuchen. Dabei wurde in meinem linken Auge eine geografische Atrophie (GA) diagnostiziert.

Ich war seit 28 Jahren in der Druckindustrie tätig und hatte daher immer mit Farben zu tun. Heute habe ich Probleme mit dem Farbensehen, insbesondere mit Gelb. Ich kann Farbunterschiede nur schwer erkennen und muss mich sehr konzentrieren. Das Lesen fällt mir schwer und ich habe auch Probleme mit Winkeln – meine Sicht kann beispielsweise gekrümmt sein, und Dinge wie ein Türrahmen können aussehen, als ob sie schief wären.

Wenn ich etwas fixiere, sehe ich deformierte dunkle Punkte, insbesondere im Randbereich und im unteren Bereich meines Gesichtsfeldes. Mein Eindruck ist, dass ich mich sogar noch glücklich schätzen kann, weil ich weiss, dass andere noch viel schlimmere Symptome haben als ich.

Zum Zeitpunkt meiner Diagnose versuchte ich, deswegen nicht besorgt zu sein und das Beste daraus zu machen. Ich hoffte nur, dass die Krankheit nicht zu schnell fortschreiten würde. Natürlich denke ich an die Zukunft – ich bin mir durchaus bewusst, dass es derzeit keine Behandlung für GA gibt, hoffe aber, dass es eines Tages eine geben wird! Ich versuche, mir heute keine Sorgen darüber zu machen, weiss aber, dass meine Krankheit fortschreiten wird… eines Tages werde ich nicht mehr Autofahren können. Mir ist klar, dass dies früher oder später passieren wird.

Tags: Ophthalmology, Geographic Atrophy