Die Hauptursache von Erblindung besser verstehen

A male and female scientist holding up a test sample

Roche ist zusammen mit führenden medizinischen Zentren in Europa einem Konsortium beigetreten, um die altersbedingte Makuladegeneration (AMD), die Hauptursache einer Erblindung bei Menschen über 60 Jahren, weiter zu untersuchen. Die AMD resultiert aus einer Schädigung der Makula, desjenigen Netzhautareals, welches das zentrale Sehen und das scharfe Sehen feiner Details ermöglicht.

Das EYE-RISK-Konsortium erkundet die kombinierte Rolle genetischer und nichtgenetischer Faktoren bei der Entwicklung der AMD. Es steht unter der Leitung von Prof. Marius Ueffing vom Forschungsinstitut für Augenheilkunde an der Universität Tübingen in Deutschland. Die Finanzierung erfolgt über das European Union Horizon 2020 Framework Program, das grösste derartige Forschungs- und Innovationsprogramm, dem Mittel in Gesamthöhe von fast 80 Milliarden Euro zur Verfügung stehen.

Das Konsortium wertet epidemiologische Daten und biologische Proben von grossen europäischen Augenkohorten und Biobanken aus, um Instrumente zur klinischen Vorhersage der AMD zu entwickeln. Ausserdem sollen Risikofaktoren für AMD bei Patienten charakterisiert und Krankheitsmechanismen auf molekularer Ebene identifiziert werden. Wichtigste Ziele des Konsortiums sind die Bestimmung der Häufigkeit der AMD in Europa und die Beurteilung des AMD-Risikos anhand phänotypischer, genetischer, umweltbedingter und biochemischer Risikofaktoren und deren Interaktionen.

Risikopersonen identifizieren

„Diese Forschung wird uns helfen, besser zu verstehen, wer ein Risiko für die Entwicklung einer AMD hat, bei wem ein Progressionsrisiko besteht, warum und wie Risiken kombiniert bei bestimmten Patienten zum Fortschreiten der Erkrankung führen und was wir tun können, um deren Risiko zu senken. Dabei tauschen wir in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Konsortiums Daten und Informationen aus und führen intern Forschung und Datenanalysen durch, um zu wichtigen Ergebnissen zu kommen, z.B. vielversprechende molekulare Wege und Gene für die weitere Arzneimittelentwicklung zu identifizieren und zu priorisieren“, erklärt Everson Nogoceke, Leiter von Biomarker Experimental Medicine, pRED, und Facilitator der EYE-RISK-Initiative.

Zum EYE-RISK-Programm gehören neun verschiedene Arbeitspakete, die sich jeweils mit spezifischen Zielen befassen. Die Mitglieder des Konsortiums übernehmen entsprechend ihrer Erfahrung und Kompetenzen die entsprechenden Arbeitspakete. Roche erhält für die Teilnahme am EYE-RISK-Konsortium keine öffentlichen finanziellen Mittel und fördert die Initiative durch Sachleistungen und zusätzliche finanzielle Beiträge.