#MelanomaHeroes: The Patient

Als Don, ein im Ruhestand lebender, 57-jähriger passionierter Golfspieler im Jahr 2008 mit einem vermeintlichen Mückenstich aus dem Urlaub zurückkehrte, wusste er noch nicht, dass er es mit etwas sehr viel Ernsterem zu tun hatte. Seitdem kämpft er gegen seine Melanomerkrankung, die ihn aber nicht aus der Bahn geworfen hat. Dank guter medizinischer Versorgung und der Unterstützung von Familie und Freunden war Don dem Krebs nicht nur immer einen Schritt voraus. Er konnte auch aktiv das Bewusstsein dafür steigern und beispielsweise kürzlich an einem Golf-Benefizturnier zugunsten der Melanomforschung teilnehmen. Hier spricht er über seinen Weg, der ihn zu einem Melanomhelden gemacht hat.

don-edelman-740px

Erzählen Sie uns, wie es zur Diagnose kam.

Nach einem Urlaub hatte ich eine ganze Reihe Mückenstiche. Einer davon, an meinem Arm, verschwand einfach nicht. Ich dachte einfach an eine verzögerte Heilung aber meine Frau drängte mich, zum Arzt zu gehen und eine Biopsie durchführen zu lassen. So stellte sich heraus, dass es sich um ein Melanom handelte. Es wurde entfernt und ich machte mir keine allzu grossen Sorgen. Ich musste aber bald erfahren, dass dieser Krebs dazu neigt, wiederzukommen. Bei mir war das nach drei Jahren der Fall. Weitere Geschwulste traten auf und nun brauchte ich keine Biopsie mehr.

Was geschah, als Sie herausfanden, dass sich der Krebs ausgebreitet hatte?

Ich wusste, dass die bestehenden Behandlungsmethoden nicht sehr vielversprechend waren. Zum Glück kam ich in einer klinischen Studie unter. Mein Arzt empfahl mir, die Geschwulste nicht operativ entfernen zu lassen, sondern Sie als Marker für die Wirksamkeit der neuen Behandlung zu beobachten. Als sie dann zurückgingen, war ich zuversichtlich, dass alles gut werden würde. So ist es glücklicherweise auch gekommen. Nach der Neun-Monats-Hürde fühlte ich mich wie ein Pionier.

Was hat Sie nach der Diagnose am stärksten belastet?

Ich musste meine Einschätzung von Normalität neu definieren. In dieser Lebensperiode habe ich in Teilzeit gearbeitet. Mit so viel freier Zeit kann man sich zu sehr mit Selbstreflexion beschäftigen. Ich bin begeisterter Sportler und musste meine Aktivitäten im Freien extrem einschränken. Ausserdem sprach ich nicht gerne über meine Situation, da jeder eine andere Geschichte kennt und ich oft Dinge hörte wie: «Mein Sohn hatte das auch einmal. Man hat es entfernt und jetzt geht es ihm gut.» Obwohl ich in Stadium IV war, sah ich nicht dramatisch anders aus und fühlte mich auch nicht so, passte also nicht ins Stereotyp.

Was hat Ihnen am meisten geholfen, die Situation zu überwinden?

Die Arbeit mit dem Melanoma Network of Canada hat mir sehr geholfen. Die gegenseitige Unterstützung von Menschen, die sich noch mehr als ich in schwierigen Situationen befinden, hat mich Demut gelehrt. Es liess mich erkennen, wie viel Glück ich hatte, zu diesem speziellen Zeitpunkt in diesem Stadium zu sein und Zugang zu meinen speziellen Behandlungsmöglichkeiten zu haben.

Welche Hoffnungen haben Sie für Melanompatienten?

Bis vor Kurzem gab es keine Behandlungen, mit denen die Onkologen sagen konnten: «Wir sind zuversichtlich, den Krebs eine Weile aufgehalten zu haben». Der in so kurzer Zeit gemachte Fortschritt ist atemberaubend. Es gibt heute immer mehr Optionen, die täglich besser werden. Im Präventionsbereich müssen Sie einfach positive Verhaltensweisen übernehmen, jedoch nicht in einem Mass, das das Leben weniger angenehm macht.

Wer sind Ihrer Ansicht nach die Melanomhelden?

Ich würde nicht sagen, dass ich ein Held bin. Ich bin einfach der dankbare Empfänger der harten Arbeit derjenigen, die Behandlungen entwickeln, die die ersten Fortschritte seit Jahrzehnten bedeuten. Ich kann nichts anderes sein als dankbar und glücklich, auf jede nur denkbare Art einen Beitrag zu leisten.

Noch eine letzte Frage: Was hilft Ihnen, sich jeden Morgen dem Tag zu stellen?

Hauptsächlich meine Familie und meine Freunde. Ich stelle mich dem Tag, weil ich die Menschen, denen ich nahe bin, hoffentlich positiv beeinflussen kann. Menschen definieren Erfolg auf verschiedene Weise. Für manche ist es die Karriere, für andere sind es die Kinder. Für mich sind es die Erfahrungen im Leben – nicht die Dinge – die am wichtigsten sind.

Tags: Patienten