Über Infektionskrankheiten

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Der Hepatitis B Virus greift die Leber an

Bei Infektionskrankheiten ist die Forschung von Roche auf grosse Bereiche mit ungedecktem medizinischem Bedarf ausgerichtet. Unser Ziel ist es, Behandlungsverfahren zu revolutionieren.

Infektionskrankheiten werden durch Erreger wie Viren oder Bakterien ausgelöst und gehören weltweit zu den wichtigsten Krankheits- und Todesursachen. Der Bedarf an befriedigenden medizinischen Antworten wächst ständig. Insbesondere Entwicklungsländer sind stark betroffen, aber auch in der westlichen Welt und in Ostasien stehen die Gesundheitssysteme diesbezüglich vor erheblichen Herausforderungen.

Bei Roche steht die Entdeckung, Erforschung und Entwicklung von Arzneimitteln im Mittelpunkt, die sowohl den Krankheitserreger angreifen als auch die Immunantwort des Wirtes beeinflussen. Dabei stützen wir uns auf eine branchenweit führende Technologieplattform sowie jahrelange Forschung auf diesem Gebiet, aus der im Laufe unserer Firmengeschichte mehrere herausragende Arzneimittel hervorgegangen sind.

Derzeit konzentriert sich die Roche-Forschung im Bereich Infektionskrankheiten auf drei Schwerpunkte:

Chronische Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus

HBV ist gilt als die schwerste Form aller Hepatitis-Erkrankungen, da HBV häufig mit irreversiblen Leberschädigung einhergeht. Die Erkranung verläuft meist chronisch, kann Leberzirrhose verursachen schlimmstenfalls zu Leberkrebs führen.

Gegenwärtige Behandlunsmöglichkeiten beschränken sich auf die Unterdrückung der Virussupression. Nur knapp 3% der Patienten heilen klinisch aus, was allerdings das Risiko einer Leberzirrhose nicht eliminiert.

Da Heilungsmöglichkeiten fehlen, ist eine lebenslange Therapie notwendig.

Wir streben die Heilung von HBV an, und damit eine zeitlich begrenzte Therapie. Diese kombiniert zwei verschiedene therapeutische Ansätze: Zum einen wird der HBV Viruszyklus beeinflusst ("direct antivirals"), zum anderen wird das Immunsystem aktiviert, um die Eliminierung des Virus zu unterstützen ("immune enhancers").

Grippe

Grippe zählt unter jungen, älteren sowie immungeschwächten Patienten noch immer zu den führenden Todesursachen. Auch besteht angesichts von Resistenzen gegen antivirale Medikamente sehr dringender Bedarf an neuen Therapien. Roche verfolgt in ihrer Forschung eine ganze Reihe innovativer Projekte zu Influenza A und B sowie zu den Wechselwirkungen zwischen Wirt und Erreger.

Multiresistente Keime

Obwohl gegenwärtig mehr als 150 Antibiotika auf dem Markt sind, ist der medizinische Bedarf bei weitem nicht gedeckt. Bakterielle Infektionen, die auf keines der vorhandenen Präparate ansprechen oder komplexe, langwierige und oftmals toxische multiple Therapien erfordern, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Multiresistente gramnegative Bakterienstämme gelten einhelliger Überzeugung nach als grösste Bedrohung.

Gestützt auf ihre Expertise auf dem Gebiet der Diagnostik verfolgt Roche auch neue Ansätze der Behandlung arzneimittelresistenter bakterieller Infektionen.

Hepatitis-B-Virus – kleiner Gegner mit grosser Wirkung