Am 8.März feiern wir den Internationalen Frauentag. Aus diesem Anlass möchte Roche in diesem Jahr mit der Publikation des Berichts Women As Change Agents die Leistungen von Frauen auf dem Gebiet der Onkologie würdigen.

Wir präsentieren darin Frauen aus aller Welt, die wesentliche Beiträge zur Verringerung der verheerenden Auswirkungen leisten, die Krebs für die erkrankten Menschen und die Gesellschaft hat. In ihrer Entschlossenheit, die Versorgung von Krebspatienten zu verbessern, erweisen sie sich als eine Quelle der Hoffnung und Inspiration. Roche möchte mit ihren Geschichten einen Diskurs über den Wert von Innovationen im Gesundheitssystem und in der Gesellschaft als Ganzes anstossen und zugleich die Rolle beleuchten, die Frauen dabei spielen können.

«Die Führungskompetenz von Frauen weist einige Besonderheiten auf, die in diesen Geschichten durchklingen. Die porträtierten Frauen verfügen über die wichtige Fähigkeit, Lücken in Wissen, Behandlung oder Pflege zu erkennen und sich Ziele zu setzen, mit denen sie diese schliessen wollen und auch können... Sie zeigen in ihrer Arbeit bemerkenswert wenig Eigeninteresse oder Bedürfnis nach persönlicher Anerkennung, sondern konzentrieren sich lieber auf die Förderung des Gemeinwohls.»
Professorin Sanchia Aranda, RN, PhD, designierte Präsidentin der UICC; CEO des Cancer Council Australia

Entwicklung der Krebsbehandlung im Lauf der Geschichte

Seit jeher spielen Frauen in der Entwicklung lebensrettender Krebstherapien eine bedeutende Rolle. Zu den frühen Pionierinnen gehört etwa Marie Curie, die als Naturwissenschaftlerin argwöhnisch beobachtet wurde. Sie führte bahnbrechende Forschungsarbeiten über Radioaktivität durch, die schliesslich zur Entdeckung von Radium und Polonium führten. Zu nennen ist auch Professorin Janet Rowley. Sie entdeckte 1972 als Erste die Verbindung zwischen Erbanlagen und Krebs und revolutionierte so die Onkologie bis hin zur Einführung zielgerichteter Krebstherapien.

Marie Curie (1867–1934) erhielt zweimal, als Physikerin und als Chemikerin, den Nobelpreis und prägte die moderne Chemie und Physik zu einer Zeit, in der Frauen in Beruf, Wissenschaft und Universitäten kaum anerkannt wurden. Ihre Arbeit führte zur Entdeckung von radioaktiven Elemente und ebnete den Weg zur Behandlung vieler Krebsarten sowie zu weiteren Fortschritten in Radiologie und Röntgentechnik.

Inspiration und neue Perspektiven

Die Geschichten und Perspektiven einiger inspirierender Frauen von heute vermitteln uns ein reales Bild jener Bereiche, in denen noch viel zu tun ist, und zeigen auf, wie man die Aufgaben anpacken könnte. Ob als Patientinnen, Pflegende, Patientenvertreterinnen, Entscheidungsträgerinnen, Internistinnen, Chirurginnen oder Wissenschaftlerinnen, Frauen spielen im Kampf gegen die wachsende globale Krebsbürde eine überzeugende Rolle. Da die Belastung durch Krebs in den kommenden Jahrzehnten noch zunehmen wird, ist es heute wichtiger denn je, etwas zu verändern, insbesondere wenn man an die nach wie vor unverhältnismässig schlimmen Auswirkungen denkt, die Krebs auf Frauen und in der Folge auf die Gesundheitssysteme und Gesellschaften weltweit hat.

Hartnäckige Ungleichheit

Überall auf der Welt wenden Frauen und Mädchen mehr Zeit für unbezahlte Pflegetätigkeiten auf als Männer. So sind es denn meist auch die Mütter, Ehefrauen, Schwestern und Töchter, die Familienmitglieder mit Krebs betreuen.

Diese informellen Pflegedienste nehmen im Durchschnitt 35–50Stunden pro Woche in Anspruch – mit entsprechenden Nachteilen für Gesundheit, Wohlbefinden und Finanzen der Frauen. Manchmal müssen Pflegerinnen trotz geringer oder fehlender finanzieller Unterstützung ihr berufliches Engagement drastisch zurückschrauben oder sogar ganz aus der Erwerbsarbeit aussteigen. Das ist nur einer von vielen gesellschaftlichen Faktoren, die viel zu wenig Beachtung finden, wenn man an den wahren Wert von Gesundheitsinvestitionen zur Verringerung dieser Belastung denkt.

Probleme bereiten auch Phänomene wie Stigmatisierungen und die Folgen von Krebstherapien, also etwa Unfruchtbarkeit und körperliche Entstellung nach invasiven Brustoperationen.

Inspirierende Zusammenarbeit als treibende Kraft des Wandels

Dieser Bericht soll, indem er die herausragenden Beiträge von Frauen als treibende Kräfte des Wandels in der Onkologie würdigt, Leserinnen und Leser zur kreativen Zusammenarbeit inspirieren und Frauenpower im Einsatz gegen die unverhältnismässige Belastung der heutigen Gesellschaften durch Krebs zeigen.

Nach Ansicht von Roche gilt es in der Abschätzung der Folgen von Krebs für die Gesellschaft und der Vorteile von Innovationen im Gesundheitswesen eine breite Palette von Kriterien zu berücksichtigen. Deshalb engagiert sich Roche gemeinsam mit anderen, die das Potenzial von Frauen als treibende Kräfte des Wandels ebenfalls erkennen, dafür:

  • Belege für die direkte und indirekte Belastung von Frauen durch Krebs und deren Auswirkungen auf die Gesellschaften weltweit zu sammeln;
  • Initiativen zur Verringerung der direkten und indirekten Krebsbelastung für Frauen zu sondieren und umzusetzen;
  • Bewusstsein und Anerkennung für den Beitrag von Frauen zur Onkologie als enorme Quelle des Fortschritts zu stärken;
  • Gesundheitspolitik und politische Programme zu unterstützen, die die Rolle der Frau im Kampf gegen den Krebs stärken;
  • Frauen überall auf der Welt zu inspirieren und zu befähigen, ihre Kompetenzen als treibende Kräfte des Wandels zu aktivieren und positive Veränderungen herbeizuführen.

Wenn Sie mehr wissen oder den gesamten Bericht lesen möchten, klicken Sie bitte hier

Tags: Gesellschaft