Roche unterzeichnet Vereinbarung mit der ghanaischen Regierung im Kampf gegen Brustkrebs und virale Hepatitis

Markus Gemuend, Leiter Afrika südlich der Sahara bei Roche, unterzeichnet die Vereinbarung zusammen mit dem ghanaischen Gesundheitsminister Alex Segbefia

Im Rahmen der Afrika-Strategie von Roche wurde kürzlich die Unterzeichnung einer Grundsatzvereinbarung mit dem Gesundheitsministerium von Ghana bekannt gegeben.

Ziel der Vereinbarung ist, die Versorgung von Patienten mit Brustkrebs und viraler Hepatitis in Ghana zu verbessern. Das Abkommen knüpft an frühere Vereinbarungen an, die bereits mit den Regierungen Gabuns und Côte d' Ivoires getroffen wurden.

Die Absichtserklärung basiert auf der nationalen ghanaischen Strategie zur Krebsbekämpfung aus dem Jahr 2014 sowie der nationalen Hepatitispolitik von 2015. Die Partnerschaft ist vor allem deshalb wichtig, weil Brustkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache des Landes darstellt. Jedes Jahr werden über 2 900 Krankheitsfälle diagnostiziert. Dies entspricht einer Rate von ca. 17%, und jede achte Brustkrebspatientin stirbt an der Erkrankung. Des Weiteren verbuchen die afrikanischen Länder südlich der Sahara die höchsten Inzidenzraten für virale Hepatitis. An dieser Krankheit leiden fast vier Millionen der insgesamt 28 Millionen Einwohner Ghanas. Die Zahl jährlicher Neuerkrankungen beträgt landesweit über acht Prozent, in einzelnen Landesteilen liegt sie sogar bei 19 Prozent. Hepatitis kann bekanntermassen zum Tod führen. Zu den wichtigsten Hindernissen einer rechtzeitigen Behandlung gehören mangelnde Aufklärung und späte Erkennung.

Zusammenarbeit zwecks Verbesserung der Gesundheitsversorgung

Die geschlossene Vereinbarung umfasst eine Reihe gemeinsamer Aktivitäten von Roche und dem ghanaischen Gesundheitsministerium. Dazu zählen Aufklärungsprogramme, Screeningprogramme zur Verbesserung der Früherkennung, die Einrichtung von zwei Kompetenzzentren, eine bessere Diagnostik in medizinischen Zentren, die Ausbildung von Brustkrebs-Spezialisten, der Aufbau eines nationalen Krebsregisters, um die Krankheitsbelastung näher zu analysieren, sowie die Ausarbeitung nationaler Behandlungsrichtlinien. Darüber hinaus will man den Zugang zu Brustkrebsbehandlungen über das nationale Krankenversicherungssystem verbessern.

Zur Bekämpfung der viralen Hepatitis enthält die Übereinkunft Vorgaben zu folgenden Elementen: Aufbereitung nationaler Krankheitsdaten, Aufklärungsprogramme, Screening, Schulung medizinischer Kräfte zur besseren Krankheitsdiagnose, Entwicklung nationaler Behandlungsrichtlinien sowie besserer Zugang zu innovatinen Therapien.

Dazu Markus Gemünd, Leiter Afrika südlich der Sahara bei Roche:“Wir müssen zusammenarbeiten, damit die Brustkrebs- und Hepatitispatienten in Ghana einen besseren Therapiezugang erhalten. Diese umfangreiche Vereinbarung enthält einen multidisziplinären Ansatz, um die Patienten besser zu versorgen. So ebenen wir den Weg für eine frühere Diagnose und bessere Behandlung, die sie so dringend benötigen.“

References

1. WHO, 2012

2. Ghana news agency, 2006

Tags: Zugang zur Gesundheitsversorgung, Nachhaltigkeit, Gesellschaft, Partnerschaften