Persönliche Erfahrungen inspirieren Mitarbeiter

Familienbande: Sinan Ozkan lebt heute dank der Organspende seines Bruders Serdar (im gelben Hemd).

Vor 13 Jahren wurde der damals 27-jährige Sinan Ozkan in der Türkei ins Krankenhaus eingeliefert. Als Folge einer Hepatitis fiel die Leberfunktion aus, und er war ins Koma gefallen. Um zu überleben, benötigte er dringend eine Spenderleber. Diese Hilfe kam von seinem Bruder Serdar, der seinen linken Leberlappen zur Verfügung stellte. Nach der Transplantation wurde Sinan einer immunsuppressiven Therapie unterzogen.

«Mein Bruder hat ein unglaubliches Opfer gebracht, dank dessen ich heute noch lebe. Auch die Medizin spielte eine wichtige Rolle und hat sichergestellt, dass das Transplantat funktioniert. Die Medikamente haben geholfen, dass ein Teil meines Bruders in meinem Körper funktioniert. Während meines Krankenhausaufenthalts erlebte ich, wie andere Patienten an ihrer Krankheit litten, und das liess mich über mein Leben und meine berufliche Zukunft nachdenken», so Ozkan gegenüber myRoche.

Eine wichtige Entscheidung

Während einer Nachuntersuchung im Krankenhaus hörte er, dass Roche auf dem Gebiet der Transplantationsmedizin einen Aussendienstmitarbeiter suchte. Bis dahin hatte er im schnelllebigen Konsumgütersektor gearbeitet und war bereits Verkaufsleiter. Aber seine persönlichen Erfahrungen veranlassten ihn zu einem Wechsel.

Aus einem Patienten wurde ein Mitarbeitender, der fortan half lebensrettende Medikamente in der Transplantationsmedizin verfügbar zu machen. Das war 2007. Heute arbeitet Sinan Ozkan als Regional Sales Manager für Transplantation und Mukoviszidose in Antalya, Türkei. Neben der Aussendienstrolle war er auch schon als Produktmanager für die Transplantationsmedikamente tätig.

Leben beeinflussen

Nach 13 Jahren als Transplantationspatient und acht als Roche-Mitarbeiter spürt er noch dieselbe Motivation, die ihn damals veranlasst hat, zum Unternehmen zu wechseln. «Für mich ist es nicht nur ein Job, sondern auch eine Gelegenheit, das Leben von Patienten direkt zu beeinflussen – wie bei mir, als ich vor Jahren meine Medikamente einnehmen musste», betont Ozkan.

«Aufgrund meiner Erfahrung als Patient und als Mitarbeiter von Roche kann ich mich in die Patienten hineinversetzen. Jeder Patient will sichergehen, dass er die beste verfügbare Therapie erhält. Dies erhöht mein Verantwortungsbewusstsein gegenüber meiner Aufgabe und hilft mir, alles zu unternehmen, damit unsere Medikamente richtig eingesetzt werden», meint er.

Über seinen Bruder sagt Sinan Ozkan gegenüber myRoche, dass sich dieser bester Gesundheit erfreue und in Antalya als Zahnarzt arbeite. «Zum Glück hatte in meiner Familie ausser mir noch niemand eine Lebererkrankung.»

Eine ganz persönliche Erinnerung

Sinan Ozkan erinnert sich an eine amüsante und zugleich sehr persönliche Begebenheit. Vor einigen Jahren sass er als Roche-Mitarbeiter in einem Vortrag am nationalen Gastroenterologiekongress zufällig neben dem Transplantationskoordinator des Krankenhauses, in dem er behandelt worden war. «An diesem Anlass ging es um Lebertransplantation, der Redner war mein damaliger Operateur. Während seines Vortrags zeigte er Bilder einer erfolgreichen Operation, die er durchgeführt hatte. Der Transplantationskoordinator lehnte sich zu mir hinüber und sagte, dass die Bilder von meiner Operation stammten. Ich hätte also nicht nur das Glück, am Leben zu sein, sondern könne auch noch meinen Körper von innen sehen», meint Ozkan schmunzelnd.

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