Offene Türen für qualifizierten Nachwuchs

RiSE, das Programm von pRED, bietet jungen Forschern gute Chancen.

RiSE ist ein Programm, das Naturwissenschaftlern und Ärzten aus aller Welt ein Praktikum bei Roche ermöglicht. Unter dem Namen Roche Internships for Scientific Exchange (RiSE) bietet diese Initiative von Pharma Research and Early Development (pRED) jungen Menschen Einblick in die kommerzielle Pharmaforschung. Vergangenes Jahr wurden fünf RiSE-Projekte genehmigt, im April 2015 folgt die nächste Ausschreibung.

«Roche blickt auf eine lange Tradition von Praktika für Bachelor- und Master-Studenten zurück. Dazu arbeiten bei pRED bereits rund 100 Postdocs im RPF Programm. Was gefehlt hat, war ein Angebot für Doktoranden, denen wir wertvolle Erfahrungen und erste Kontakte zur Industrie eröffnen wollen», so Anirvan Ghosh, Leiter Neuroscience Discovery bei pRED. RiSE wendet sich an Wissenschaftler aus den Bereichen Neurowissenschaften, Ophthalmologie und seltene Krankheiten, bei pRED im Therapiebereich NORD zusammengefasst.

«Wir wollen Business und Innovation fördern und das Interesse junger Menschen für unsere Branche wecken. Und wir wünschen uns, dass sie zu Botschaftern der Spitzenforschung bei pRED und dessen Status als hervorragender Arbeitsplatz werden», fügt Ghosh hinzu. «Es hat sich gezeigt, dass Praktikanten viel zur Dynamik eines Projektteams beitragen und es mit neuen Ansätzen bereichern.»

Wie funktioniert’s?

Praktika dauern in der Regel drei bis neun Monate und stehen Kandidaten von Universitäten weltweit offen. Eine Altersgrenze gibt es theoretisch nicht, doch die Bewerber müssen an einer Promotion in den in Naturwissenschaften oder Medizin arbeiten. Interessierte können sich auf der Karriere-Website von Roche direkt um RiSE-Positionen bewerben (siehe Link am Textende). Dort sind Projekte und Profilanforderungen kurz beschrieben.

«pRED startet gerade eine interne Ausschreibung zur Sammlung von Projektvorschlägen, auf die sich alle Forscher melden können, die im Bereich NORD forschen. Ist ein Projekt genehmigt, werden Praktikanten rekrutiert», erläutert Markus von Kienlin, Leiter MR Imaging and Spectroscopy bei pRED.

Fünf Kriterien

Die Projektauswahl eines Projekts erfolgt nach fünf Kriterien: Inwiefern nutz es den Studierenden, hat es einen wissenschaftlicher Wert und besteht die Möglichkeit für eine Veröffentlichung (es dürfen etwa keine Einschränkungen wegen geistigen Eigentums vorliegen)? Trägt es zum Portfoliowert bei und ist es in einem realistischen Zeitrahmen durchführbar? Den erfolgreichen Bewerbern werden während des Projekts Mentoren zugeteilt. Sie erhalten ein Basissalär, das Lebenshaltungskosten, Reisespesen sowie das Logis in einer Wohngemeinschaft deckt. Nicht-Schweizer müssen eine Arbeitsbewilligung beantragen, deren Kosten ihnen vergütet werden.

«Die Projekte der ersten Runde waren ganz unterschiedlich und reichten von Laborarbeit bis hin zu Datenanalysen und Literaturrecherchen. Unsere Botschaft an potenzielle Mentoren lautet daher: Nur die eigene Phantasie setzt Ihrem Projekt Grenzen», sagt Markus von Kienlin.

Für Ghosh liegen die Vorteile von RiSE auf der Hand: «Praktika in unserer Industrie beeinflussen oft die Art der Postgraduierten-Positionen in einer späteren Phase ihrer akademischen Ausbildung. Wir legen Wert darauf, Studierende durch RiSE mit den Anforderungen und Prozessen in der kommerziellen Pharma-Forschung vertraut zu machen. » Damit wolle man auch ihre Karrierechancen verbessern, egal, für welches Unternehmen sie mal arbeiten werden.

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