Hoffnung in Bildern

Bilder der Hoffnung: Patienten stellen gemeinsame Erfahrungen mit Farben dar.

Im Rahmen des Projekts eines israelischen Krebsspezialisten entdecken Lungenkrebspatienten ihre künstlerische Ader.

Es sind Bilder der Hoffnung, Bilder, die sehr persönliche Geschichten erzählen. Und für diese Patienten mit Lungen-krebs ist die Möglichkeit, sich über Bilder auszudrücken, heilsam und zugleich ein Grund, nicht den Mut zu verlieren. In Israel treffen sich Patientengruppen, um ihre Gedanken in Bilder zu fassen.

Das Projekt «Ziurea» (Kombination aus den Wörtern Lunge und Malerei auf Hebräisch) wurde von Dr Abed Agbaria ins Leben gerufen. Der führende Onkologe ist im Norden Israels in Nazareth und Haifa tätig. Als er vor einigen Jahren auf einem Auslandkongress war, besuchte er eine Ausstellung mit Bildern von Lungenkrebs-patienten. Er reiste zurück mit der Vision, etwas Ähnliches zu starten, und Roche Israel unterstützte ihn bei seinem Vorhaben.

Die Bilder werden auch auf Seminaren für Patienten ausgestellt.

Den Gedanken Ausdruck verleihen

«An diesem Projekt nehmen Patienten von zwei Lungenkrebszentren teil. Bisher haben sie sich viermal in einem Künstleratelier getroffen. Zehn Patienten waren regelmässig dabei und haben begonnen, ihre Gedanken in Bilder zu fassen», so Neta Pery, Medical Representative vom Lung Cancer Team von Roche Israel. Jedes der bislang 40 Werke sowie der noch folgenden werden Teil eines Gesamtbilds sein, das später während des Lungenkrebsmonats in Form einer Lunge ausgestellt wird.

«Normalerweise sind es nur die Patienten, die an diesen kleinen Treffen teilnehmen und Bilder malen. Manchmal werden sie von ihren Partnern begleitet, die das Bild aber erst sehen dürfen, wenn es fertig ist. Die Inspiration soll von tief innen kommen, ohne jegliche Fremdeinwirkung», fügt Pery hinzu. Bei einem der Treffen kam übrigens auch die Oberschwester dazu, um ein Bild zu malen.

Konferenzen Farbe verleihen

Die Bilder sollen auch Teil von Patientenseminaren, Konferenzen der Lungenkliniken von Onkologie-Instituten des Landes und Sitzungen der Israeli Cancer Association sein. Die Stadt Haifa hat sich ausserdem bereiterklärt, das Rathaus für die Eröffnungsfeier zur Verfügung zu stellen, bei der auch der Bürgermeister anwesend sein wird.

«Roche unterstützt zum ersten Mal ein solches Projekt mit Lungenkrebspatienten in Israel. Wir sind überzeugt, dass die Patienten durch diese Aktion Hoffnung in den Bildern finden, die sie malen. Dies ist für sie ein Ventil, eine Ablenkung von ihrer Krankheit, die ihnen hilft, positiv nach vorne zu schauen», betont Daniella Bismuth, Aussendienstmanager Lungenkrebs.

Ernstes Problem

1. Lungenkrebsinzidenz in Israel – zirka 25 pro 100’000 Einwohner

2. Zahl der neu diagnostizierten Fälle pro Jahr – zirka 2000

3. Am meisten betroffene Altersgruppe – 65 Jahre und älter

4. Häufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern, dritthäufigste bei Frauen

5. Zahl der spezialisierten Therapiezentren für Lungenkrebs in Israel – 60

Tags: Patienten