Roche würdigt Wohlfahrtsverbände in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Vor kurzem brachten Roche und die Emirates Gastroenterology Society über 20 Wohlfahrtsverbände und Nichtregierungsorganisationen (NGO) zusammen. Bei dem «Charity Thanking Day», der bereits zum dritten Mal stattfand, wurde den Organisationen für ihren unermüdlichen Einsatz gedankt, den sie bei der Sensibilisierung der Bevölkerung für Hepatitis C gezeigt haben.

«Diese Bemühungen sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) besonders wichtig, weil sie zentral sind bei der Sensibilisierung für die Krankheit, die sogar tödlich enden kann. Dazu helfen sie finanziell benachteiligten Pa­tienten ohne Zugang zu Therapien. Allein im letzten Jahr profitierten über 2220 Patienten von den zahlreichen Programmen dieser Wohlfahrtsverbände», betont Odeta Rimkeviciute, Kommunikationsverantwortliche von Roche Middle East. Mehr als 100 Delegierte von 20 NGO, unter anderem Roter Halbmond, Zakat Fund, Dar Al Ber Society und Sharjah Charity International, nahmen am Event in Dubai teil.

«Roche ist im Bereich Hepatitis C führend und hat umfangreiche Erfahrung in der Arbeit mit Wohlfahrtsverbänden, NGO und Ärzteverbänden in den VAE. Gemeinsam mit diesen Organisationen und der Emirates Gastroenterology Society entwickelte Roche das Patient Accele­rate Program, um den Zugang zu Hepatitis-C-Therapien zu erleichtern. Für hilfsbedürftige Patienten wurde eine kostenlose Telefonnummer eingerichtet», ergänzt Rimkeviciute.

Gemeinsam im Einsatz, um für Hepatitis C zu sensibilisieren

Wenig Aufmerksamkeit

In den VAE hat rund die Hälfte der infrage kommenden Patienten keinen Zugang zu einer Hepatitis-C-Therapie. Wohlfahrtsverbände spielen daher eine wichtige Rolle, da sie die Behandlungskosten für diese Patientengruppe übernehmen. Die Mittel sind jedoch begrenzt und wegen mangelnder organisatorischer Strukturen weniger wirksam. Zudem beträgt die Diagnoserate im Land lediglich 2,5 Prozent, und die Sensibilisierung zählt nicht zu den Prioritäten der Gesundheitsbehörden. Die Hepatitis-C-Prävalenz ist auf 1,4 Prozent gestiegen. Die Sensibilisierung ist deshalb vor allem in Gebieten entscheidend, wo die Krankheit andauernd und gehäuft auftritt.

«Weltweit sterben jährlich 350’000 bis 500’000 Patienten an Hepatitis-C-bedingter Leber­erkrankung. Dies lässt sich auf einen geringen Wissensstand zurückführen, infolgedessen die Krankheit nicht erkannt und die Infektion übertragen wird. Mangelnder Zugang zu Therapien und eingeschränkte finanzielle Mittel der Pa­tienten verschärfen die Lage. Hier kommt den Initiativen der Wohlfahrtsverbände und NGO eine zentrale Rolle zu. Mit dem Charity Thanking Day möchten wir uns für die herausragende Arbeit dieser Institutionen bedanken», so die Präsidentin der Emirates Gastroenterology Society, Dr Mariam Al Khatery.

Bei der Veranstaltung wurde die Arbeit zahlreicher Wohlfahrtsverbände mit einem Dokumentarfilm und Auszeichnungen gewürdigt.

Schwer zu erkennen

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit nahezu 180 Millionen Menschen an Hepatitis C erkrankt. Zirka 80 Prozent von ihnen leben jahrelang symptomfrei, ohne von der Infektion zu wissen. Das Hepatitis-C-Virus verursacht eine Lebererkrankung. Es kann akute und chronische Infektionen auslösen, die von einer leichten, wenige Wochen andauernden Erkrankung bis hin zu einer ernsthaften, lebenslangen Krankheit reichen. Erst im Spätstadium ruft die Infektion Symptome hervor. Diese reichen von Fieber, Müdigkeit, Übelkeit über Muskel- und Gelenkschmerzen bis hin zu Gelbsucht. Zu den Spätkomplikationen gehören Leberzirrhose, Leberkrebs und Leberversagen. Das Virus ist im Blut nachweisbar, und Gewebeproben aus der Leber können Aufschluss über den Schweregrad der Erkrankung geben.

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