Was macht die Kunst?

Sie treffen immer den richtigen Farbton: Cornelia Dietschi und ihre Mitarbeitenden Philipp Mohler und Stefanie Probst (v.l.)

Cornelia Dietschi leitet seit zehn Jahren den Bilderdienst und die Kunstsammlung bei Roche. Nach wie vor hält ihre Arbeit Herausforderungen, Veränderungen und Überraschungen bereit.

Der Bilderdienst am Standort Basel bietet Mitarbeitenden die Möglichkeit, Kunstwerke der Sammlung von Roche auszuwählen und am Arbeitsplatz installieren zu lassen. Cornelia Dietschi und ihre zwei Mitarbeitenden Stefanie Probst und Philipp Mohler passen den Dienst kontinuierlich an die sich wandelnden Ansprüche an. «Die Arbeitsum­gebung hat sich in der vergangenen Dekade verändert. Es gibt heute eine grössere Vielfalt an Arbeitsplätzen, wie Einzelbüros und Open Spaces, teilweise sind es sogar ganze zusammenhängende Stockwerke, die wir mit Kunst mitgestalten.» Dieser Wandel reizt Dietschi an ihrer Arbeit: «Wir müssen beweglich bleiben, um neuen Gebäuden und Arealstrukturen mit Kunst begegnen zu können. Es ist sehr motivierend, einen Raum oder gar eine Empfangshalle mit Kunst zu beleben.»

Die Kunstsammlung von Roche ist im Laufe der Jahre stetig gewachsen. Heute umfasst sie rund 6000 Werke, von denen rund 5600 im Umlauf sind. Den grössten Teil machen hierbei Tafelbilder aus, also Werke, die an Wände gehängt werden können. Das deckt sich mit der Nachfrage: Arbeiten auf Papier, wie Druckgrafiken, Aquarelle oder Zeichnungen, sind die begehrtesten Objekte der Mitarbeitenden. Allerdings lässt sich ein Trend ablesen: «Vor einigen Jahren wurden Stücke unserer Sammlung noch vorrangig zur Verzierung des Arbeitsplatzes angefragt. Heute steht mehr die Individualität im Mittelpunkt– die Nachfrage nach Einzelstücken steigt», so Dietschi. Auch Fotografien und dreidimensionale Werke werden heute vermehrt platziert.

In der Regel wählen Mitarbeitende selbst ihre Bilder aus. Manchmal führt dies zu Kombinationen, auf die Dietschi und ihr Team nicht gekommen wären: «Viele Mitarbeitende haben einen unverstellten Blick und kommen somit auf Ideen, die für mich als Kunsthistorikerin im ersten Moment überraschend wirken, aber wunderbar funktionieren», sagt Dietschi. Nur ab und zu rät das Team von einer Zusammenstellung ab.

Eines der vielen Lieblingskunstwerke von Dietschi ist eine grosse Fotografie von A. C. Kupper. «Auf dem Bild sieht man die Malerpinsel eines Freundes des Künstlers. Das Bild kann schon fast als Symbol für unsere Arbeit bei Roche betrachtet werden, nämlich den Arbeitsraum mit Kunst attraktiv und vielfältig anregend mitzugestalten.»

Tags: Nachhaltigkeit, Kultur