Solaranlage von Genentech dient als unerschöpfliche Energiequelle

In Kalifornien scheint die Sonne fast immer. Um diese kostenlose Energiequelle optimal zu nutzen, wurde die Parkfläche von Genentech in Dixon, Kalifornien, kürzlich mit Solarelementen ausgestattet. Dies ist der erste Vorstoss von Genentech in die Welt der Solarenergie und zugleich ein Fortschritt in den weltweiten Bemühungen von Roche, bis 2020 zwanzig Prozent des Eigenenergiebedarfs über nachhaltige Quellen zu decken.

«Der Standort Dixon beherbergt eine Laboreinrichtung auf halber Strecke zwischen San Francisco und Sacramento mit knapp 200 Mitarbeitenden», so Projekt-Programmmanager Martin Bettis aus dem Genentech Site Engineering Team. Für das Projekt wurden Photovoltaik(PV)-Elemente auf dem Parkplatz- und Gebäudedach montiert. Somit dienen die Parkplatzdächer neuerdings einem zweifachen Zweck: sie spenden Schatten für rund 50 Autos und tragen die Solarelemente für die Energiegewinnung.

«Die verfügbare Leistung  von 498 kW wird genutzt, um den gesamten Standort mit Elektrizität zu versorgen. In den ersten Wochen nach Inbetriebnahme entsprach die vom Solarsystem erzeugte Elektrizität der Energie von rund 6500 l Benzin. Nachdem es hier auch im Winter sehr sonnig ist, kann auf diese Weise  nahezu das ganze Jahr hindurch Strom erzeugt werden. Laut Schätzung während der Installation dürften die montierten PV-Solaranlagen rund 13 Prozent des jährlichen Energieverbrauchs des Standorts Dixon abdecken», bemerkt Bettis.

Das Projekt wurde 2012 geplant, die Konzeption und Installation dauerten zirka ein Jahr. «Am schwie­rigsten war es, den passenden PV-Solaranbieter für die Planung und Umsetzung auszuwählen. Das Projekt musste ausserdem eine strikte Finanzkalkulation durchlaufen und einen Nettobarwert erzielen. Die Steueranreize und -vergünstigungen haben das Projekt realisierbar gemacht, und der Sonnenschutz ist ein weiterer Vorteil für die Mitarbeitenden», erklärt Bettis.

Sonnenschutz und Ladestationen

Die Solarplatten auf dem Parkplatzdach am Standort in Dixon haben neben der Energiegewinnung noch einen angenehmen Nebeneffekt: Sie spenden Schatten. «Das wird uns in den Sommermonaten sehr helfen, da es dann in Dixon unglaublich heiss werden kann. Die Innentemperatur der geparkten Autos in der Sonne steigt dann bis auf gefährliche 60°C», betont er.

Ausserdem hat sein Team vier Ladestationen für Elektrofahrzeuge organisiert, mit denen die Mitarbeitende ihre Fahrzeuge aufladen und für ihren Heimweg Strom kaufen können. «Seitdem wir diese Ladestationen installiert haben denken mehr Kollegen über den Kauf eines Elektrofahrzeugs nach, und die Reaktionen waren überwältigend positiv», sagt Bettis.

Im Eingangsbereich des Standorts gibt es jetzt eine digitale Tafel, die anzeigt, wie viel Energie die Solarpanels gerade produzieren und wie viel Energie bislang erzeugt wurde. Die Tafel zeigt den Mitarbeitenden, wie viele Tonnen Kohlendioxid gespart wurden und wie viele Glühbirnen mit der erzeugten Energie zum Leuchten gebracht werden könnten. Für die Zukunft ist für den Standort Dixon eine weitere Energiequelle geplant, nämlich eine solarbetriebene Warmwasseranlage.

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