Roche restrukturiert Produktionsnetzwerk für kleinmolekulare Medikamente

Basel, 12. November 2015

Anpassung an die Entwicklung einer neuen Generation von Medikamenten

  • Ausstieg aus vier Produktionsstandorten zur Optimierung der Kapazitätsauslastung wird rund 1200 Stellen betreffen
  • Investitionen von 300 Millionen Franken zum Ausbau der technischen Entwicklungs- und Lancierungskapazitäten für spezialisierte Medikamente in Kaiseraugst, Schweiz
  • Geschätzte Restrukturierungskosten von 1,6 Milliarden Franken bis 2021, davon bis zu 600 Millionen in bar

Roche (SIX: RO, ROG; OTCQX: RHHBY) gab heute Pläne zur Restrukturierung des firmeneigenen Produktionsnetzwerks für kleine Moleküle bekannt. Ziel ist, die derzeitige geringe Auslastung infolge des sich wandelnden Produktportfolios anzupassen. Eine neue Generation von spezialisierten Medikamenten auf der Basis von kleinen Molekülen erfordert neuartige Produktionstechnologien und wird in geringeren Mengen als herkömmliche Medikamente produziert.

Daher plant Roche, sich von vier Produktionsstätten in Clarecastle (Irland), Leganés (Spanien), Segrate (Italien) und Florence (USA) zu trennen. Um Arbeitsplatzverluste zu minimieren, sucht Roche nach externen Herstellern, an welche diese Produktionsstätten verkauft werden könnten.

Für die Produktion einer neuen Generation von spezialisierten Medikamenten auf der Basis von kleinen Molekülen wird Roche ausserdem 300 Millionen Franken in eine Produktionsstätte in Kaiseraugst, Schweiz, investieren, welche zukünftige technologische Anforderungen erfüllt. Diese Investition wird die Entwicklungs- und Markteinführungskapazitäten des Unternehmens stärken.

„Mit diesen Restrukturierungen reagieren wir auf die Entwicklung innerhalb unseres Portfolios von kleinmolekularen Arzneimitteln hin zu spezialisierten Medikamenten, die in geringeren Mengen produziert werden“, so Daniel O’Day, Chief Operating Officer der Division Pharma von Roche. „Wir sind uns der Auswirkungen bewusst, die diese Entscheidung auf unsere Mitarbeitenden hat, und wir werden sie während dieses Übergangs mit allen Kräften unterstützen.“

Roche wird unverzüglich Gespräche mit Arbeitnehmervertretern in den jeweiligen Ländern beginnen und die Konsultationen in offener und sozial verantwortlicher Weise führen. Die Übergangsphase wird 2016 beginnen und voraussichtlich 2021 abgeschlossen sein. Die betroffenen Mitarbeitenden werden so bald wie möglich informiert und während der Übergangsphase entsprechend unterstützt.

Die Trennung von den Produktionsstätten wird zu direkten Restrukturierungskosten von 1,6 Milliarden Franken bis 2021 führen, davon bis zu 600 Millionen in bar. Darunter fallen auch weitere Massnahmen zur Effizienzsteigerung des Produktionsnetzwerkes und der Organisation. Die geschätzten direkten Kosten für 2015 liegen bei bis zu 800 Millionen Franken, wobei jedoch 2015 nur geringfügige Auswirkungen auf den Geldfluss zu erwarten sind.

Roche überprüft kontinuierlich die Produktionskapazitäten und Technologien innerhalb des weltweiten Produktionsnetzwerks und passt sie entsprechend an. Um die wachsende Nachfrage zu befriedigen und die umfangreiche Pipeline von Medikamenten für verschiedene Therapiegebiete zu entwickeln, hat das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren Investitionen von über 2 Milliarden Schweizer Franken in seine Produktionskapazitäten für Biotherapeutika angekündigt.

Über Roche

Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist eines der führenden Unternehmen im forschungsorientierten Gesundheitswesen. Es vereint die Stärken der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics und entwickelt als weltweit grösstes Biotech-Unternehmen differenzierte Medikamente für die Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde und Neurowissenschaften. Roche ist auch der weltweit bedeutendste Anbieter von Produkten der In-vitro-Diagnostik und gewebebasierten Krebstests und ein Pionier im Diabetesmanagement. Medikamente und Diagnostika, welche die Gesundheit, die Lebensqualität und die Überlebenschancen von Patienten entscheidend verbessern, sind Ziel der Personalisierten Medizin, eines zentralen strategischen Ansatzes von Roche. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1896 hat Roche zahlreiche wichtige Beiträge zur Gesundheit in der Welt geleistet. Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation stehen 29 von Roche entwickelte Medikamente, darunter lebensrettende Antibiotika, Malariamittel und Chemotherapeutika.

Die Roche-Gruppe beschäftigte 2014 weltweit über 88 500 Mitarbeitende, investierte 8,9 Milliarden Schweizer Franken in Forschung und Entwicklung und erzielte einen Umsatz von 47,5 Milliarden Schweizer Franken. Genentech in den USA gehört vollständig zur Roche-Gruppe. Roche ist Mehrheitsaktionär von Chugai Pharmaceutical, Japan. Weitere Informationen finden Sie unter www.roche.com.

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.