Starkes operatives Ergebnis – Ausblick für das Gesamtjahr 2012 bestätigt

Basel, 26. Juli 2012

  • Konzernverkäufe steigen um 4% zu konstanten Wechselkursen1 auf 22,4 Milliarden Franken (+3% in Franken).
  • Kernbetriebsgewinn erhöht sich um 7% auf 8,6 Milliarden Franken. Die Kernbetriebsgewinnmarge des Konzerns steigt um 1,0 Prozentpunkte (+0,4 Prozentpunkte in Franken) auf 38,5% der Verkäufe, dies aufgrund der guten Geschäftsentwicklung sowie Massnahmen zur Produktivitätssteigerung.
  • Kerngewinn pro Titel wächst um 8% auf 6,94 Franken.
  • Konzerngewinn nimmt um 14% ab; dies vor allem aufgrund einmalig anfallender Kosten durch Schliessung des Standorts Nutley sowie Massnahmen zur Steigerung der Produktivität in den Bereichen Applied Science und Diabetes Care.
  • Erfolgreiche Lancierung des Brustkrebsmedikaments Perjeta sowie der Hautkrebsmedikamente Zelboraf und Erivedge; starke Entwicklungspipeline mit insgesamt 72 neuen Wirkstoffen.
  • Zulassungsanträge für T–DM1 (Trastuzumab Emtansine) gegen eine aggressive Form von Brustkrebs im Zeitplan zur Einreichung in der zweiten Jahreshälfte (EU und USA).
  • Schliessung des Standorts Nutley und Bündelung von Forschungsaktivitäten setzen jährlich 370 Millionen Franken frei, welche vor allem in die wachsende Anzahl klinischer Entwicklungsprogramme investiert werden; einmalige Kosten von 858 Millionen Franken, wovon 446 Millionen Franken liquiditätswirksam sind.
  • Ausblick für 2012 bestätigt: Für den Konzern und die Division Pharma wird ein Verkaufszuwachs im unteren bis mittleren einstelligen Bereich erwartet, für die Division Diagnostics ein Wachstum über dem Markt; für den Kerngewinn pro Titel wird ein Wachstum im hohen einstelligen Bereich angestrebt.
Kennzahlen (Januar–Juni)

In Millionen CHF
In % der Verkäufe
Veränderung in %

2012201120122011CERCHF
Verkäufe224232167110010043
Division Pharma1740916815787844
Division Diagnostics50144856222253
Forschung und Entwicklung *4043387318,017,934
Kernbetriebsgewinn8641825138,538,175
Freier Geldfluss aus operativen Tätigkeiten7170685632,031,675
Konzerngewinn4368525919,524,3-14-17
Kerngewinn je Titel (CHF)6,946,68--84

* Basis Kernergebnis

Severin Schwan, CEO von Roche: „Dank der erfreulichen Geschäftsentwicklung unseres bestehenden Produktportfolios sowie der erfolgreichen Lancierung neuer Produkte haben wir in der ersten Hälfte des laufenden Jahres ein starkes operatives Ergebnis erzielt. Mit Zelboraf, Erivedge und Perjeta haben wir kürzlich drei innovative Krebsmedikamente eingeführt und wir werden die Zulassung des Brustkrebsmedikaments T–DM1 noch in diesem Jahr beantragen. Unsere Produkte-Pipeline hat sich in den vergangenen sechs Monaten erneut gut weiterentwickelt und umfasst nun 72 neuartige pharmazeutische Wirkstoffe in der klinischen Entwicklung.“ Schwan weiter: „Mit der kürzlich angekündigten Schliessung unseres Standortes in Nutley in den USA und der damit einhergehenden Konsolidierung unserer Forschungs- und frühen Entwicklungstätigkeiten an anderen Standorten setzen wir finanzielle Mittel frei, die wir in unsere erfolgsversprechenden Entwicklungsprojekte investieren.“

Starke operative Kernergebnisse

Die Konzernverkäufe stiegen im ersten Halbjahr 2012 um 4% auf 22,4 Milliarden Franken. Dies trotz des vor allem in Europa anhaltenden Preisdrucks. Wesentlich zum Wachstum beigetragen haben die Krebsmedikamente, Pegasys gegen Hepatitis, Actemra/RoActemra gegen rheumatoide Arthritis sowie das klinische Labordiagnostikgeschäft.

Der Kernbetriebsgewinn des Konzerns nahm dank guten Verkaufswachstums sowie Massnahmen zur Produktivitätssteigerung um 7% zu. Der Kernbetriebsgewinn der Division Pharma stieg um 9%. In der Division Diagnostics nahm der Kernbetriebsgewinn um 5% ab. Hauptgründe dafür waren die Abschreibung von nicht einbringbaren Forderungen in der Türkei und Brasilien sowie Kosten für das Inkasso von ausstehenden Forderungen in Ländern Südeuropas. Die Division hatte zudem höhere Kosten der verkauften Produkte zu tragen, da sie im Vergleich zum Vorjahr erheblich mehr Instrumente platzierte. Der Konzerngewinn auf Kernbasis stieg um 6% auf 6,0 Milliarden Franken, dies auch aufgrund geringerer Finanzierungskosten.

Der Kerngewinn je Titel legte um 8% auf 6,94 Franken zu. Der freie Geldfluss aus operativen Tätigkeiten nahm um 7% auf 7,2 Milliarden Franken zu, welcher den weiterhin starken Bargeldzufluss aus dem zugrunde liegenden Geschäft aufzeigt.

Organisationelle Anpassungen für nachhaltigen Erfolg

Wie bereits Ende Juni angekündigt, werden die Pharma Forschungs- und frühen Entwicklungsaktivitäten gebündelt und der Standort in Nutley, New Jersey, geschlossen. Die sich daraus ergebenden jährlichen Einsparungen von 370 Millionen Franken werden vor allem in die expandierende Entwicklungspipeline investiert. Mit der Schliessung des Standorts Nutley sind einmalige Kosten in Höhe von 858 Millionen Franken verbunden, wovon 446 Millionen Franken liquiditätswirksam sind.

Die Geschäftsbereiche Applied Science und Diabetes Care haben ebenfalls Restrukturierungsmassnahmen eingeleitet, um ihre Profitabilität langfristig zu sichern. Für diese Massnahmen weist Roche im Berichtszeitraum Aufwendungen in Höhe von 289 Millionen Franken aus. Weitere Kosten von 530 Millionen Franken entfallen auf andere globale Restrukturierungspläne; dies beinhaltet auch Kosten infolge der Beendigung der klinischen Entwicklung von Dalcetrapib. Aufgrund dieser einmaligen Kosten nahm der Konzerngewinn nach IFRS um 14% ab.

Starke Pharma- und Diagnostics-Produktportfolios unterstützen künftiges Wachstum

Die Roche-Gruppe stärkte ihre Marktposition als weltweit führender Anbieter von Krebsmedikamenten mit den erfolgreichen Markteinführungen von Perjeta (Brustkrebs) und Erivedge (Hautkrebs) in den USA sowie Zelboraf (Melanom) in Europa, Australien, Kanada und anderen Ländern in diesem Jahr.

Für Trastuzumab Emtansine (T–DM1), ein weiteres innovatives Medikament zur Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs, ist Roche im Zeitplan, das Zulassungsgesuch in der zweiten Jahreshälfte in den USA und der EU einzureichen. Klinische Daten zu T–DM1 wurden auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) im Juni präsentiert und zeigten vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich Wirksamkeit, Sicherheit und Lebensqualität für die Patientinnen. Die Zulassung von T–DM1 wird jenen Patientinnen, bei denen dieser Krebstyp vorliegt – also etwa jeder fünften Brustkrebspatientin – eine wirksamere Behandlung ermöglichen. T–DM1 und das kürzlich eingeführte Medikament Perjeta sollen die Stellung von Roche in diesem Therapiegebiet in den kommenden Jahren weiter stärken.

Insgesamt verzeichnete Roche weitere ausgezeichnete Fortschritte in der pharmazeutischen Entwicklung und erzielte in sieben von neun Studien in der späten klinischen Entwicklung positive Resultate. Trotz der Beendigung der klinischen Entwicklung von Dalcetrapib wird Roche die Entwicklung von Medikamenten für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes aufgrund des grossen medizinischen Bedarfs fortsetzen.

Roche Diagnostics baute die weltweit führende Marktposition aus und stärkte das breite Produktportfolio durch die Einführung von 25 wichtigen Produkten in Schlüsselmärkten weiter.

Ausblick für 2012 bestätigt

Roche bestätigt den Ausblick für das Gesamtjahr 2012. Ausserordentliche Ereignisse vorbehalten, rechnet die Roche-Gruppe 2012 für den Konzern und die Division Pharma mit einem Verkaufszuwachs im unteren bis mittleren einstelligen Bereich, zu konstanten Wechselkursen. Für die Division Diagnostics wird wieder ein über dem Markt liegendes Verkaufswachstum erwartet. Trotz des zunehmend anspruchsvollen Marktumfelds hat sich Roche für 2012 aufgrund der erwarteten Verkaufsentwicklung und fortgesetzten Effizienzsteigerungen ein Wachstum des Kerngewinns pro Titel im hohen einstelligen Bereich zu konstanten Wechselkursen zum Ziel gesetzt. Roche wird auch 2012 an einer attraktiven Dividendenpolitik festhalten.

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Über Roche

Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ein führendes, forschungsorientiertes Unternehmen, ist spezialisiert auf die beiden Geschäfte Pharma und Diagnostics. Als weltweit grösstes Biotech-Unternehmen entwickelt Roche klinisch differenzierte Medikamente für die Onkologie, Virologie, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche, ein Pionier im Diabetesmanagement, ist auch der weltweit bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostik und gewebebasierten Krebstests. Medikamente und Diagnostika, welche die Gesundheit, die Lebensqualität und die Überlebenschancen von Patienten entscheidend verbessern, sind das strategische Ziel der personalisierten Medizin von Roche. 2011 beschäftigte Roche weltweit über 80’000 Mitarbeitende und investierte mehr als 8 Milliarden Franken in die Forschung und Entwicklung. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 42,5 Milliarden Franken. Genentech, USA, gehört vollständig zur Roche-Gruppe. An Chugai Pharmaceutical, Japan, hält Roche die Mehrheitsbeteiligung. Für weitere Informationen: www.roche.com.

1) Soweit nicht anders angegeben, sind alle Wachstumsraten zu konstanten Wechselkursen berechnet.

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

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