Roche auf Kurs – Gewinnerwartung für 2011 erhöht

Basel, 21. Juli 2011

  • Konzernverkäufe in lokalen Währungen stabil. Ohne Tamiflu steigen die Verkäufe der Roche-Gruppe um 2% und der Division Pharma um 1%; der Umsatz der Division Diagnostics erhöht sich um 5%. Roche ist damit auf Kurs, die für 2011 gesteckten Ziele zu erreichen.
  • Kernbetriebsgewinn steigt um 5% in lokalen Währungen infolge der Initiative «Operational Excellence» und weiterer laufender Massnahmen zur Produktivitätssteigerung. Betriebsgewinnmarge steigt um 0,9 Prozentpunkte auf 38,1% der Verkäufe (+ 1,8 Prozentpunkte in lokalen Währungen).
  • Freier Geldfluss aus operativer Tätigkeit steigt deutlich um 27% in lokalen Währungen (+ 7% in Schweizer Franken) sowie um 5,5 Prozentpunkte auf 31,6% des Umsatzes.
  • Kerngewinn pro Titel wächst um 10% in lokalen Währungen, aufgrund von soliden operativen Ergebnissen, geringeren Finanzierungskosten und einer niedrigeren Steuerquote.
  • Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber allen relevanten Währungen wirkt sich deutlich auf das Halbjahresergebnis in Franken aus. Da der Grossteil der Kosten ausserhalb der Schweiz anfällt, wird der Effekt von Wechselkursschwankungen weitgehend aufgefangen.
  • Sehr gute Fortschritte in der späten klinischen Entwicklung: Alle sieben Phase III-Studien im ersten Halbjahr mit positiven Ergebnissen. Resultate unterstützen Zulassungsgesuche für neue Medikamente sowie zusätzliche Indikationen für bestehende Arzneimittel.
  • Ausblick für 2011: Wachstumsziel für den Kerngewinn je Titel auf rund 10% in lokalen Währungen erhöht.
  • Roche plant weiterhin, die Dividende im Einklang mit dem Kerngewinnwachstum pro Titel zu erhöhen; Dividende in Schweizer Franken soll mindestens Vorjahresniveau erreichen.
Kennzahlen (Januar – Juni)

In Millionen CHF
Veränderung in %
In % der Verkäufe

20112010In CHFIn LW120112010
Verkäufe2167124636-120100100
ohne Tamiflu2140923926-11+2
Division Pharma1681519386-13-17879
ohne Tamiflu1655318676-11+1
Division Diagnostics48565250-8+52221
Forschung und Entwicklung238734357-11017,917,7
Kernbetriebsgewinn 82519159 -10+538,137,2
Freier Geldfluss aus operativen Tätigkeiten68566426+7+2731,626,1
Konzerngewinn52595565-5+1024,322,6
Kerngewinn je Titel (CHF)6,686,95-4+10--

1 lokale Währungen
2 Basis Kernergebnis

Severin Schwan, CEO von Roche, zu den Ergebnissen im ersten Halbjahr 2011: «Wir haben die Ertragskraft des Konzerns weiter gestärkt, insbesondere durch die Umsetzung unserer Initiative «Operational Excellence», darum erhöhen wir unsere Gewinnerwartung für das Gesamtjahr.» Schwan weiter: «Während der letzten drei Jahre haben wir trotz Wirtschafts- und Finanzkrise unsere Geschäftsergebnisse fortlaufend verbessert. Dank dieser robusten Entwicklung konnten wir sowohl den operativen Geldfluss erhöhen als auch stetig in unsere starke Produkt-Pipeline investieren. Im ersten Halbjahr erzielten alle sieben Phase III-Studien positive Ergebnisse, einschliesslich des neuen Medikaments Zelboraf und dessen diagnostischen Begleittests. Diese Resultate belegen den Erfolg unserer auf Innovation ausgerichteten Strategie und tragen damit dazu bei, die Zukunft von Roche zu sichern. »

Solides operatives Ergebnis trotz starkem Schweizer Franken

Im ersten Halbjahr 2011 erzielte die Roche-Gruppe ein solides operatives Ergebnis. Die Konzernumsätze in lokalen Währungen blieben stabil (-12% in Franken; +5% in US-Dollar) und erreichten 21,7 Milliarden Franken. Ohne Tamiflu erhöhten sich die Konzernverkäufe um 2% in lokalen Währungen. Der Kernbetriebsgewinn des Konzerns wuchs schneller als die Verkäufe, und zwar um robuste 5% in lokalen Währungen (-10% in Franken) auf 8,3 Milliarden Franken. Der Konzerngewinn legte noch stärker zu, mit einem währungsbereinigten Plus von 10% (-5% in Franken) auf 5,3 Milliarden Franken. Diese Ergebnisse belegen die Stärke des Konzerns im operativen Geschäft und zeigen darüber hinaus die Auswirkungen der ausserordentlich starken Entwicklung des Schweizer Franken gegenüber allen wichtigen Währungen seit dem 1. Halbjahr 2010.

Ertragskraft und Liquidität des Konzerns weiter verbessert

Der Kernbetriebsgewinn des Konzerns erhöhte sich signifikant um 5% in lokalen Währungen (-10% in Franken) und lag damit erneut deutlich über dem Verkaufswachstum. Die Betriebsgewinnmarge legte um 0,9 Prozentpunkte auf 38,1% zu (+1,8 Prozentpunkte in lokalen Währungen). Ausschlaggebend hierfür waren vor allem Kosteneinsparungen im Rahmen des «Operational Excellence»-Programms. In der Division Pharma stieg die Kernbetriebsgewinnmarge um 1,7 Prozentpunkte (+2,7 Prozentpunkte in lokalen Währungen), während sie in der Division Diagnostics stabil blieb (-0,2 Prozentpunkte in lokalen Währungen).

Der Kernbetriebsgewinn der Division Pharma stieg um 5% in lokalen Währungen (-10% in Franken) auf 7,4 Milliarden Franken. Dieses Ertragsplus war hauptsächlich auf das «Operational Excellence»-Programm, weitere Produktivitätssteigerungen sowie die Optimierung von Ressourcen zurückzuführen. Mit Hilfe des «Operational Excellence»-Programms konnten die Kosten für Marketing und Vertrieb sowie für Forschung und Entwicklung gesenkt werden. In der Division Pharma konnten die Kosten für Forschung und Entwicklung auf Basis des Kernergebnisses um 2% gesenkt werden, trotz einer wachsenden Anzahl an Projekten in der Pipeline. Der Kernbetriebsgewinn der Division Diagnostics wuchs um 5% (-9% in Franken) auf 1,1 Milliarde Franken.

Der Konzerngewinn legte um 10% in lokalen Währungen zu (-5% in Franken). Dies dank solider operativer Ergebnisse, geringerer Finanzierungskosten und einer niedrigeren Steuerquote.

Der Kerngewinn je Titel, der keine kernergebnisfremden Positionen wie globale Restrukturierungskosten sowie keine Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellem Anlagevermögen enthält, stieg um 10% in lokalen Währungen (-4% in Franken). Der Rückkauf einer Euro-Anleihe im Juni belastete das Wachstum des Kerngewinns je Titel mit einem Prozentpunkt.

Die solide Geschäftsentwicklung von Roche sowie die laufenden Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität spiegeln sich auch im starken freien Geldfluss aus operativen Tätigkeiten wider, der sich um 27% in lokalen Währungen auf 6,9 Milliarden Franken erhöhte.

«Operational Excellence» stärkt Effizienz

Im Rahmen des «Operational Excellence»-Programms, welches Roche im November 2010 zur Optimierung der Kostenstrukturen und Stärkung der Produktivität lanciert hatte, sowie Synergien aus der Genentech Integration, wurden im ersten Halbjahr 2011 950 Millionen Franken eingespart. Roche hat die Gespräche mit Arbeitnehmervertretern abgeschlossen und unterstützt weiterhin die betroffenen Mitarbeitenden. Die Reorganisation bzw. Schliessung von Standorten in den USA, Österreich, Deutschland und der Schweiz verläuft nach Plan.

Die Umsetzung des Programms, bis Ende 2011 Kosteneinsparungen in Höhe von 1,8 Milliarden Franken und ab 2012 von jährlich 2,4 Milliarden Franken zu erreichen, verläuft ebenso nach Plan.

Ausblick 2011– Gewinnerwartung erhöht

Aufgrund der Geschäftsergebnisse im ersten Halbjahr 2011 erhöht Roche die Gewinnerwartung für das Gesamtjahr 2011: Ausserordentliche Ereignisse vorbehalten, erwartet die Roche-Gruppe 2011 für den Konzern und die Division Pharma einen Verkaufszuwachs in lokalen Währungen im unteren einstelligen Bereich (ohne die Verkäufe von Tamiflu). Dies spiegelt auch die Auswirkungen der Gesundheitsreform in den USA und die europäischen Sparmassnahmen wider. Das Verkaufsplus bei Pharma liegt damit im Rahmen des erwarteten Marktwachstums. Für die Division Diagnostics wird 2011 wieder ein deutlich über dem Markt liegendes Verkaufswachstum erwartet, das von der weiteren Markteinführung neuer Produkte in allen Geschäftsbereichen getragen wird. Trotz des zunehmend anspruchsvollen Marktumfelds und der Einführung einer Gebühr für Marken-Arzneimittel in den USA hat Roche aufgrund des Halbjahresergebnisses das Wachstumsziel für den Kerngewinn pro Titel für 2011 auf rund 10% in lokalen Währungen erhöht. Des Weiteren ist geplant, die Dividende im Einklang mit dem Kerngewinnwachstum pro Titel zu erhöhen, wobei der Dividendenbetrag in Schweizer Franken mindestens demjenigen des vergangenen Jahres entsprechen soll.

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Über Roche

Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ein führendes, forschungsorientiertes Unternehmen, ist spezialisiert auf die beiden Geschäfte Pharma und Diagnostics. Als weltweit grösstes Biotech-Unternehmen entwickelt Roche klinisch differenzierte Medikamente für die Onkologie, Virologie, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche, ein Pionier im Diabetesmanagement, ist auch der weltweit bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostik und gewebebasierten Krebstests. Medikamente und Diagnostika, welche die Gesundheit, die Lebensqualität und die Überlebenschancen von Patienten entscheidend verbessern, sind das strategische Ziel der personalisierten Medizin von Roche. 2010 beschäftigte Roche weltweit über 80’000 Mitarbeitende und investierte mehr als 9 Milliarden Franken in die Forschung und Entwicklung. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 47,5 Milliarden Franken. Genentech, USA, gehört vollständig zur Roche-Gruppe. An Chugai Pharmaceutical, Japan, hält Roche die Mehrheitsbeteiligung. Für weitere Informationen: www.roche.com.

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