Roche gründet Forschungsinstitut in Frankreich zur Förderung der Zusammenarbeit im Bereich der translationalen Forschung

Basel, den, 23. Juni 2011

Aufbau und Erweiterung strategischer Partnerschaften mit führenden akademischen Forschungseinrichtungen im Fokus

Roche gab heute die Gründung eines neuen Forschungsinstituts in Frankreich unter Leitung der globalen Forschungseinheit ‚Pharma Research and Early Development‘ (pRED) des Unternehmens bekannt. Das pRED-Institut Frankreich wird sich ganz der translationalen Forschung und Medizin widmen, mit dem Ziel,  strategische Partnerschaften mit führenden akademischen Zentren des Landes in Bereichen von gemeinsamem Interesse aufzubauen.

Das neue Institut wird als zentrale Anlaufstelle für alle Kooperationen mit akademischen Einrichtungen in Frankreich dienen. Die Zusammenarbeit wird verschiedene Krankheitsbereiche und wissenschaftliche Fachgebiete wie Onkologie, Neurowissenschaften, Entzündungs- und Stoffwechselerkrankungen, Virologie, translationale Forschung und Toxikologie umfassen.

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, enge Kooperationen in Frankreich aufzubauen, einem Land, das zu den führenden Nationen in der biowissenschaftlichen Forschung mit international renommierten Experten und einem hervorragenden Innovationspotenzial gehört,“ so Jean-Jacques Garaud, globaler Leiter von pRED bei Roche. „Das neue Forschungsinstitut von pRED wird uns in die Lage versetzen, Hand in Hand mit Frankreichs erstklassigen Wissenschaftlern an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten – der schnelleren Umsetzung neuer wissenschaftlicher Entdeckungen in innovative und personalisierte Behandlungsmöglichkeiten für Patienten.“

Mit dem französischen Forschungsinstitut erweitert pRED sein Netzwerk von externen „Hubs“ um einen weiteren Baustein, der die bereits bestehenden akademischen Partnerschaften in Singapur, der Schweiz mit Basel und Genf sowie in den Niederlanden ergänzt. Diese interdisziplinären Modelle der Zusammenarbeit mit zahlreichen Wissenschaftlern und Universitäten zielen darauf ab, die Ergebnisse der biomedizinischen Forschung aus dem Labor schneller zum Patienten zu bringen.

Das pRED-Institut Frankreich wird von einem speziellen Roche-Gremium für akademische Allianzen geführt. Dieses interdisziplinäre Team wird die Aufgabe haben, neue Forschungsnetzwerke in Frankreich aufzubauen, um ihr Wissen und ihre Erfahrung, innovative Technologieplattformen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse in Bereichen hohen medizinischen Bedarfs einzusetzen und zu nutzen.

„Unser Ziel ist, die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze zum Wohl der öffentlichen Gesundheit – und vor allem der Patienten – voranzutreiben,“ so Sophie Kornowski-Bonnet, CEO von Roche Pharma Frankreich. „Durch dieses Netzwerk von strategischen Kooperationen mit den besten akademischen Forschungseinrichtungen in Frankreich wollen wir das vielversprechende Innovationspotenzial in unserem Land nutzen, um das Verständnis biowissenschaftlicher Fragestellungen weiter zu vertiefen.“

Die Innovationsstrategie von Roche

Die Nutzung externer Innovationen und die Förderung der strategischen Zusammenarbeit mit führenden akademischen Zentren in verschiedenen Teilen der Welt ist ein Kernbestandteil der globalen Forschungs- und Entwicklungsstrategie von Roche mit dem Ziel, neueste Ergebnisse der Spitzenforschung in klinisch differenzierte Medikamente umzusetzen. Die Kooperationen mit akademischen Spitzeneinrichtungen ermöglichen einen einzigartigen Zugang zu translationalen und technologischen Kompetenzen. Auf diese Weise stärken und erweitern sie das weltweite Forschungsnetzwerk von Roche, das sich zum einen auf die eigenen Forschungszentren mit den Hauptstandorten in Basel, Nutley und San Francisco und zum anderen auf zahlreiche Kooperationen mit Partnern aus Biotechnologie und Industrie weltweit stützt.

Bestehende Forschungskooperationen von Roche in Frankreich

Zurzeit laufen 48 Forschungsprogramme in Frankreich mit erstklassigen öffentlichen Partnern in wichtigen Schwerpunktbereichen wie Onkologie, Nephrologie, Virologie oder Alzheimer. Die bekanntesten dieser Partner sind:

  • Das Institut Curie mit einem Projekt über im Blutkreislauf zirkulierende Tumorzellen und Tumor-DNA als Biomarker zur Vorhersage der Wirksamkeit von Chemotherapien bei dreifach rezeptornegativem Brustkrebs
  • Das Institut Pasteur, MIRCEN und ICM mit der Entwicklung neuer bildgebender Marker im Zentralnervensystem, die sich gegen Amyloidplaques und neurofibrilläre Ablagerungen richten. Sie eröffnen neue Möglichkeiten zur Frühdiagnose der Alzheimer-Krankheit.
  • Die Universitätsspitäler Pitié-Salpêtrière und Saint-Antoine, Orsay und ICM mit der Identifizierung von Biomarkern im Blut als Hinweise auf Veränderungen des beta-Amyloidpeptid-Stoffwechsels im Gehirn zur möglichen Frühdiagnose der Alzheimer-Krankheit.
  • Das EMBL Grenoble mit einem Forschungsprogramm über die Cap-Bindung bei Influenza und die Endonuklease-Proteinkristallographie.
  • Das Hôpital Européen Georges Pompidou und das Hôpital Necker mit der präklinischen/klinischen Validierung mehrerer neuer Plasma- und Urinbiomarker für chronische Niereninsuffizienz.

Über Roche

Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ein führendes, forschungsorientiertes Unternehmen, ist spezialisiert auf die beiden Geschäfte Pharma und Diagnostics. Als weltweit grösstes Biotech-Unternehmen entwickelt Roche klinisch differenzierte Medikamente für die Onkologie, Virologie, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche, ein Pionier im Diabetesmanagement, ist auch der weltweit bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostik und gewebebasierten Krebstests. Medikamente und Diagnostika, welche die Gesundheit, die Lebensqualität und die Überlebenschancen von Patienten entscheidend verbessern, sind das strategische Ziel der personalisierten Medizin von Roche. 2010 beschäftigte Roche weltweit über 80’000 Mitarbeitende und investierte mehr als 9 Milliarden Franken in die Forschung und Entwicklung. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 47,5 Milliarden Franken. Genentech, USA, gehört vollständig zur Roche-Gruppe. An Chugai Pharmaceutical, Japan, hält Roche die Mehrheitsbeteiligung. Für weitere Informationen: www.roche.com.

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.