Schon lange vor meiner Zeit als Politikerin habe ich für die Rechte benachteiligter Menschen in Kenia gekämpft, insbesondere für jene von Frauen. Ich wurde als erste Frau 1997 ins kenianische Parlament gewählt. Dort habe ich 15 Jahre lang meinen Wahlbezirk vertreten und wurde anschliessend Senatorin.

Nach dem Wahlsieg meiner Partei 2002 war ich zuerst stellvertretende Bildungsministerin und von 2008 bis 2013 Ministerin für Gesundheit und Hygiene. Eines meiner Hauptanliegen war schon immer die Gesundheit von Schwangeren. Dank neuer Gesundheitszentren und der Fortbildung von Krankenschwestern konnten wir die Sterblichkeit von Müttern und von Kindern unter fünf Jahren drastisch senken. Unsere First Lady hat mit der Beyond Zero Campaign diese Aktivitäten weiterentwickelt.

Dann kam 2011 der Schock. Bei mir wurde Brustkrebs festgestellt. Ich wollte es zuerst geheim halten, weil das Thema Krebs in Kenia sehr negativ behaftet ist. Zum Glück war mein Tumor aber noch im Frühstadium und konnte erfolgreich behandelt werden. Ich habe all meinen Mut zusammengenommen und über meine Krankheit gesprochen, um zu zeigen, wie wichtig eine frühe Diagnose ist. Es folgten zahlreiche Medienberichte, die viele Frauen dazu bewegt haben, zur Vorsorge zu gehen.

Kooperation für frühere Diagnose und Therapie

In Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und verschiedenen Nichtregierungsorganisationen haben wir übertrag bare Krankheiten wie Aids, Tuberkulose und Malaria in Kenia inzwischen stark eingedämmt. Seit einigen Jahren sind jedoch nichtübertragbare Krankheiten wie Krebs zu einer der häufigsten Todesursachen geworden. Durch meine eigene Krankheit habe ich erfahren, welches Leid damit verbunden und wie gross der Handlungsbedarf ist.

Bei einem so komplexen Thema wie Krebs ist es wichtig, dass öffentliche und private Organisationen eng zusammenarbeiten. Roche hilft in Kenia mit umfangreichem onkologischem Know-how und trägt dazu bei, dass mehr Patientinnen und Patienten eine frühzeitige Diagnose und Behandlung erhalten.

Wir müssen alle Kräfte bündeln, um den Krebs zu besiegen. Ich selbst habe die Beth Mugo Cancer Foundation gegründet. Sie fördert die Aufklärung, Diagnose und Behandlung von Brust-, Gebärmutterhals- und Prostatakrebs. Roche unterstützt uns auch hier mit Forschungsdaten und Fortbildungen, fördert Patientenorganisationen und stellt Kontakte zu internationalen Organisationen her, die dasselbe Ziel verfolgen wie wir.

Meine Vision ist, dass eines Tages die medizinische Versorgung in Kenia für alle zugänglich und bezahlbar ist, dass die Bevölkerung ausreichend gesundheitlich aufgeklärt ist und dass das Gesundheitssystem die Menschen effizient versorgen kann. Um das zu erreichen, brauchen wir so starke Partner wie Roche.