global, blog, careers, new ways of working

New Ways of Working - "Activity Based Working"

Ende März 2019 startete die Pilotphase des neuen Arbeitsplatzkonzeptes der Roche Diagnostics Automation Solutions GmbH (Kurz: RDA) am Standort in Waiblingen. Alle Mitarbeitenden (inkl. Geschäftsführung) tauschen ihren persönlich zugeteilten Schreibtisch gegen vielfältige und flexible Arbeitsmöglichkeiten ein.

Das neue Konzept ist eine Antwort auf die Anforderungen an die heutige Arbeitsumgebung. Gefragt sind: deutlich mehr Flexibilität, die Vermeidung von kommunikativen Silos und eine bessere Arbeitsatmosphäre. Studien belegen, dass wir heutzutage weniger als 45 % unseres Arbeitsalltags an unserem Schreibtisch verbringen. Stattdessen finden wir ​uns in Meetings, Videokonferenzen oder auf Reisen an einem anderen Arbeitsort wieder. Auch eine interne Befragung hat ergeben, dass eine große Auswahl an Arbeitsplatzumgebungen sowie die richtige Verteilung zwischen Einzel- und Teamarbeitsplätzen die wichtigsten Aspekte für eine erfolgreiche Arbeitsplatzgestaltung sind.

Das Modell bietet mir die Möglichkeit auch die tägliche Arbeit der anderen Berufsfelder unserer Firma näher kennenzulernen.

„Activity Based Working“ (ABW) ist ein Arbeitsmodell, das den Mitarbeitenden die Flexibilität gibt, ihren Arbeitsbereich passend zu Arbeitsstil und Art der Zusammenarbeit zu wählen. Hierfür stehen sechs verschiedene Bereiche zur Verfügung: „Work Area“, „Quiet Zone“, Kommunikationsräume, Meetingräume, Coffee Corner und Service Points.

Das neue Konzept verändert den Arbeitsalltag der Mitarbeitenden in Waiblingen erheblich. Anstatt den ganzen Tag am gleichen Platz zu arbeiten, beginnt der Morgen mit dem Gang zum Locker, in dem alle persönlichen Sachen aufbewahrt werden. Dieser dient auch gleichzeitig als Postfach. Der Mitarbeitende wählt dann frei, in welcher Arbeitsumgebung er arbeiten möchte.

Anfangs war es ungewöhnlich, dass es Tage gibt, an denen mir das Management Team gegenübersitzt. Mittlerweile weiß ich das sehr zu schätzen, da ich das Gefühl von gelebten flachen Hierarchien vermittelt bekomme!

Die „Work Area“ bezeichnet Arbeitsplätze in einem Teambereich, den sogenannten „Neighbourhoods“. Schreibtische sind hier keinen Personen zugeordnet, sondern je nach Verfügbarkeit frei wählbar. Die Neighbourhoods bieten den Mitarbeitenden die Möglichkeit, konzentriert zu arbeiten – z.B. können sie hier in Ruhe ihre E-Mails durchgehen oder gezielt an Unterlagen feilen. Aber auch kurze Telefonate können hier geführt werden.

Hat der Mitarbeitende das Bedürfnis, stillen und fokussierten Tätigkeiten nachzugehen, hat er die Möglichkeit vorübergehend in die „Quiet Zone“ zu wechseln. Ein Arbeitsplatz in einem separaten Raum mit ruhiger Atmosphäre.

Für Meetings und längere Telefonate stehen Kommunikationsräume sowie Meetingräume zur Verfügung. Auch hier kann entschieden werden, welche Atmosphäre benötigt wird: Tischtennisraum, Technikraum, Präsentationsraum oder gemütliche Räume mit Sessel und Couch.

Die Coffee Corner bietet Gelegenheit für einen spontanen Austausch mit den Kollegen.

Außerdem wurden Service Points errichtet, die als zentrale Anlaufstelle für Büromaterialien, Druck- und Kopieraufträge und Entsorgungen fungieren.

Das Projekt läuft bereits seit vier Wochen und stellt jetzt schon eine Bereicherung der täglichen Arbeit dar. Denn: Der Mitarbeitende kann selbst entscheiden und die Arbeitsatmosphäre seinen individuellen Bedürfnissen jederzeit anpassen.

Monotoner Alltag – keine Chance!

Am Ende entscheidet die Mehrheit, ob das Konzept an dem neuen Standort in Ludwigsburg integriert wird oder doch an der ein oder anderen Schraube gedreht werden muss.

Ab Mitte 2020 werden in Ludwigsburg die drei derzeitigen RDA – Standorte: Waiblingen, Kornwestheim und Remseck–Aldingen, nach Jahren der räumlichen Trennung konsolidiert.

Tags: Career Blog