The New Normal - 6 Mitarbeitende, 6 Alltage

Wie fühlt sich Dein neuer Alltag an und was zeichnet Deine neue Normalität aus? Was hat sich für Dich in den letzten Monaten verändert? Wir haben sechs Mitarbeitende bei der Roche nach ihrem neuen Alltag gefragt:

Die ersten paar Tage nach dem Beginn des Lockdowns fühlten sich schon sehr komisch an. Was mache ich nun? Wie lange dauert der Lockdown? Wann kann ich meine Familie und Freunde wieder sehen? Zudem habe ich mich trotz dem frühlingshaften Wetter jeweils mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend sehr wenig nach draussen gewagt. Dann hatte ich die Idee. «Jetzt habe ich Zeit, mich meinem Hobby zu widmen». Daher bestellte ich einen anspruchsvollen Lego Technics Bausatz und setzte diesen innert kurzer Zeit zusammen. Natürlich wurden anschliessend alle Funktionen ausgiebig getestet. So habe ich die ersten paar Wochen des Lockdowns gut überstanden. Irgendwann hat man sich ein wenig an die Situation gewöhnt und nach den ersten Lockerungen bin ich froh, dass langsam wieder etwas Normalität zurückkehrt.

Seit Mitte März ist meine Wohnung mein Zuhause, Büro und Hintergrundbild für Video-Telefonate :). Was lange unvorstellbar erschien, fühlt sich inzwischen normal an. Eine klare Linie zwischen Geschäft und Privatleben zu ziehen, ist manchmal schwierig. Deshalb haben mich die letzten paar Monate gelehrt, wie wichtig es ist, Grenzen zu setzen. Es darf auch zu Hause gute und weniger gute Arbeitstage geben und dann mit sich selbst großzügig sein ist sehr wichtig - zum eigenen Schutz und Gesundheit, aber auch die Gesellschaft! Ich möchte weiterhin mehr Zeit nutzen um zu reflektieren, wie ich meine persönlichen Bedürfnisse mit den Anforderungen ans Kollektiv vereinbaren kann. Außerdem war ich noch nie so sportlich wie diesen Frühling und das möchte ich weiterführen. Als Extra wünsche ich mir, dass ich bewusster im Moment lebe und schätze, wen oder was ich habe: persönliche Interaktionen, Blickkontakt, ungeteilte Aufmerksamkeit ohne Handy & Emails,...

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Die Vollzeitarbeit mit zwei kleinen Kinder, die bei Zoom-Meetings plötzlich ins Zimmer platzen, war eine Herausforderung, die aber auch eine positive Seite hatte. Ich bin dankbar, dass wir sicher sind, dankbar, dass wir zusammen sind, und dankbar, dass wir die Gesellschaft des anderen mehr als sonst genießen können (sogar in diesen Zoom-Meetings mit meinen kleinen ungebetenen Gästen:)). Vor allem bin ich dankbar und stolz, für ein Unternehmen zu arbeiten, das die Bedürfnisse der Menschen auch in solch schwierigen Zeiten in den Mittelpunkt stellt. Das Engagement von Roche für seine Mitarbeitenden, für seine Vision und letztlich für die Patienten steht wirklich an erster Stelle, und dafür ist meine ganze Familie dankbar.

Die zwei Sachen die ich am meisten vermisse und auf welche ich mich mich wieder freue sind Kolleginnen und Kollegen zu sehen und zu begrüssen sowie "Spaziergänge" durchs Areal zu machen (das hätte ich nie gedacht). Nach einem Meeting hat man Zeit zum Nachdenken und Abschalten und es hält fit. Zu Hause hatte ich oft mehrere Meetings hintereinander und bin kein einziges Mal aufgestanden.

Während mein Team der Standortlogistik weiterhin vor Ort ist und die weltweite Versorgung durch den Versand von Wirkstoffen sicherstellt, bin ich weitgehend im Homeoffice tätig um die laufenden Projekte vorantreiben zu können. Trotz der ungewöhnlichen Zeiten motiviert es mich mein Team zu hören und zumindest virtuell zu Gesicht bekommen. Jeder Einzelne leistet einen tollen Beitrag und treibt sich selbst zu Höchstleistungen, was für mich ein absolutes Highlight ist. Zudem hat sich mein Gym in mein Wohnzimmer verlagert und Fußball wie auch Tennis wird momentan mit Freunden auf der Konsole gespielt. Da ich selbst gerne reise und fotografiere, schwelge ich in Erinnerungen, indem ich mir vergangene Schnappschüsse vor Augen führe, wodurch die Vorfreude für die Erkundung neuer Länder nach dem Lockdown sehr gross ist.

Neue Normalität bedeutet für mich, die Mittagspause an der frischen Luft und am besten ohne Handy zu verbringen. Virtuelle Verabredungen auch zum persönlichen Austausch mit Kollegen gehören zum Arbeitsalltag.

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