Velkommen til Norge – Willkommen in Norwegen

​Soviel wie möglich von der Welt sehen – das war schon immer mein Ziel. Die Möglichkeit, dank Roche dieses „Reisefieber“ auch in meinem beruflichen Umfeld umsetzen zu können, ist unglaublich motivierend. Mich packte sofort der Wille, diese Möglichkeit auch zu nutzen! Mir war aber auch klar, dass das kein Selbstläufer werden würde und dementsprechend viel Eigeninitiative gefragt war. Doch diesen Schritt für das, was man bekommt, war ich sofort bereit, zu gehen.

Ende 2015 fing ich an, mir konkrete Gedanken über den Auslandseinsatz zu machen.  So standen zunächst die Fragen im Raum: „Wo möchte ich denn eventuell hin? Welche Standorte stehen zur Verfügung?“ Anfang Februar gelang es mir dann, mit Roche in Norwegen Kontakt aufzunehmen. Ich war überwältigt, wie schnell die Mitarbeiter dort antworteten und wie offen sie dem Co-op-Programm gegenüber standen. So nahm alles seinen Lauf und eins nach dem anderen wurde geregelt und geklärt. Meine Flüge habe ich über Roche selbst gebucht, die weitere Koordination, was die Unterkunft und mögliche Aufgaben während meines Aufenthaltes angingen, übernahm Roche Norge. Das alles wurde unglaublich gut organisiert und vorbereitet, sodass ich mich mit einem guten Gefühl auf die Reise machte.

Am 08. August 2016 hieß es dann Koffer schnappen, auf in den Flieger und „Velkommen til Norge“. Mein Arbeitsplatz für die nächsten zwei Monate war nun bei „Roche Diagnostics Norge AS“, im Marketing & Customer Support von Diabetes Care, in Oslo.

Jobbe i Norge – Arbeiten in Norwegen

Roche Diagnostics Norge AS ist eine kleine Tochtergesellschaft mit ca. 150 Mitarbeitern von Pharma, Dia und DC. Das eigentliche Büro wird derzeit renoviert und für die Zeit von Juli bis November wurde ein Stockwerk in einem Bürokomplex angemietet: Ein Großraumbüro mit verschiedenen Arbeitsbereichen (Low focus area, Medium focus are, High focus are). Von Beginn an war ich angetan von der Offenheit und Flexibilität der Mitarbeiter. Das zeigte sich unter anderem an den frei wählbaren Arbeitsplätzen jeden Morgen. Jeder pflegte so den Kontakt zu jedem. Dies hat mir auch den Einstieg in den Arbeitsalltag im fremden Land umso einfacher gemacht.

Im Allgemeinen ist das Arbeiten in Norwegen ein anderes als in Deutschland: Hier gibt es nicht die typische Hierarchieabbildung (Chef-Mitarbeiter), alle sind per Du, Arbeiten auf Vertrauensbasis und Work-Life-Balance sind besonders wichtig. So ist es keine Besonderheit, auch mal von zu Hause zu arbeiten. Genauso flexibel ist die allgemeine Arbeitszeit. Die Hauptarbeitszeit ist zwar von 08:00 bis 16:00 Uhr, dennoch kann Arbeitsbeginn und -Ende oft individuell variieren. Was am Ende zählt, ist, dass die übertragenen Aufgaben erledigt wurden.

Mine oppgaver – Meine Aufgaben

Meine Aufgaben waren sehr vielseitig, abwechslungsreich und beanspruchten verantwortungsbewusstes sowie eigenständiges Arbeiten. Ich lernte neue Systeme kennen und konnte ein Template für zukünftige Produkteinführungen erstellen sowie eine Wettbewerbsanalyse durchführen.

Auch wenn die Landessprache Norwegisch ist, war sie bei meinen Aufgaben oder im Umgang mit den Kollegen absolut kein Hindernis, denn Englisch wird hier fast so alltäglich gesprochen wie Norwegisch.

Fritidsaktiviteter – Freizeit

Klar hieß es unter der Woche arbeiten, aber ich durfte auch von der flexiblen Arbeitsgestaltung profitieren und die Work-Life-Balance für mich nutzen. 

Dies ermöglichte mir nicht nur am Wochenende, sondern auch am Nachmittag möglichst viel zu erkunden und die Zeit mit meiner Familie und Freunden, die mich besucht haben, ausgiebig zu nutzen. Mit Hilfe des Reiseführers, der „Visit Oslo“ City-App und den Empfehlungen von Kollegen wurde dann Oslo entdeckt. Von der Oper zur Aker Brygge, über die Karl Johans Gate zum Schloss, durch den Skulpturenpark „Vigelandsparken“ hoch zum Holmenkollen, dem höchsten Berg von Oslo. Mit seinem traumhaften Ausblick ist dieser sofort zu meinem Lieblingsplatz in der schönen Stadt geworden. Aber das ist nur ein kleiner Auszug möglicher Sehenswürdigkeiten… Am Wochenende hieß es dann auch mal raus aus Oslo, um mehr von Norwegen zu sehen. Mit dem Zug ging es zum einen nach Lillehammer und auch ins wunderschöne Bergen. Von Bergen zurück habe ich eine Tour gemacht: „Norway in a nutshell – Eine legendäre Reise durch Norwegens atemberaubendste, als UNESCO-Welterbe ausgewiesene Fjord- und Gebirgslandschaft und über einige der schönsten Eisenbahnstrecken Europas“. Genau wie beschrieben, erwarteten mich eine atemberaubende Landschaft und fantastische Eindrücke.

Landet og innbyggerne – Land, Leute und Kultur

Ich durfte die Norweger/innen als offene, lockere, freundliche und sehr hilfsbereite Menschen kennenlernen. Ob im Supermarkt nach der „ungesalzenen Butter“ oder dem Weg vom „Floyen“ zurück ins Tal zu fragen, war kein Problem. So wird man auch spontan beim Wandern begleitet und unterhält sich. Das Englisch beherrschen die Norweger/innen vor allem so gut, weil sie schon von der 1. Klasse an Englisch lernen und Filme und Serien nicht synchronisiert werden, sondern im Originalton mit norwegischem Untertitel ausgestrahlt werden. Hin und wieder fällt auch mal „Schönen Tag“ oder „Auf Wiedersehen“, wenn sie mitbekommen, dass man aus Deutschland kommt. Einzig etwas schwieriger zeichnete sich das Einkaufen im Supermarkt ab. Denn die Produkte sind nur norwegisch beschriftet.

Hva ellers bør nevnes? – Was gibt es noch?

Typisch norwegisches Essen ist zum Beispiel Schaf. Sonst ist frischer Fisch überall zu bekommen. Empfehlen kann ich den Lachs, der wirklich lecker ist und auf den sie auch sehr stolz sind. Weitere Spezialitäten, die es auch an vielen Ständen zum Probieren gibt, sind „Brunost“ (brauner Käse), jede Menge unterschiedlicher Remouladen, Elch-, Rentier und auch Walwurst. Nicht zu vergessen sind die „Vafler“ (norwegische Waffeln), die mit Marmelade, Obst, Brunost oder Sahne gegessen werden und die skandinavischen „Kanelbollen“ (Zimtschnecken).

Und ja, wie wahrscheinlich überall bekannt: Norwegen ist wirklich teuer im Vergleich zu Deutschland. Egal ob Miete, Kleidung, Lebensmittel, alkoholische Getränke etc. Auch die Norweger/innen selbst beklagen die hohen Preise von Alkohol oder Fleisch. Ansonsten gleicht es sich mit ihrem Einkommen jedoch wiederum aus. Es ist hier auch wie in Amerika gängig mit EC-Karte oder Kreditkarte zu zahlen. Egal wie klein der Betrag auch sein mag: Bargeld ist nicht nötig.

Hva jeg har lært… – Was ich aus der Zeit mitnehme

Ich habe so viele Eindrücke und Erfahrungen in Norwegen sammeln dürfen, dass ich noch gar nicht alles verarbeiten konnte. Sei es die atemberaubende Landschaft, die vielen Sehenswürdigkeiten, die freundlichen hilfsbereiten Einwohner oder das flexible interessante Arbeiten. Alles in allem ein faszinierendes Land, in dem die acht Wochen Aufenthalt, von denen ich definitiv noch lange schwärmen und profitieren werde, wie im Flug vergingen!

Jeg har hatt et fantastisk fint og lærerikt opphold i Norge. Ich hatte wirkliche einen wunderschönen, fantastischen und sehr lehrreichen Aufenthalt in Norwegen.

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