Standing Together: Gelebte Solidarität in außergewöhnlichen Zeiten

Neue Bereiche kennenlernen, endlich wieder praktisch arbeiten, dem Arbeitgeber einfach mal etwas zurückgeben  die Beweggründe, an der Roche-internen Initiative “Standing Together” teilzunehmen, sind vielfältig. Was alle Freiwilligen jedoch eint, ist der Wunsch dort zu helfen und anzupacken, wo Unterstützung in Zeiten der Corona-Pandemie am dringendsten benötigt wird. Wir haben mit drei freiwilligen Helfern gesprochen.

„Ich komme aus einer Großfamilie, da ist helfen einfach selbstverständlich”, berichtet Gerlinde Franz, Labortechnikerin in der frühen Pharmaforschung am Roche Standort Penzberg, von ihrer ganz persönlichen Motivation bei “Standing Together” mitzuwirken. Sie ist eine von mehr als 160 Kolleginnen und Kollegen, die seit Gründung der Initiative Bereitschaft signalisiert haben, geschäftskritische Funktionen an den Standorten Mannheim und Penzberg zu unterstützen. 

Als Gerlinde von der Initiative erfährt, meldet sie sich direkt: „Ich bin schon seit 1993 im Unternehmen. Roche bietet uns so viele Möglichkeiten und ich wollte einfach etwas zurückgeben.” Und das macht sie im Rahmen von “Standing Together” mit ihrer Unterstützung in der Penzberger Diagnostics-Produktion. Der Bereich stellt Einsatzstoffe für diagnostische Tests her – unter anderem auch für Tests auf das Coronavirus. Dementsprechend laufen dort zur Zeit die Anlagen auf Hochtouren und der Bedarf an Unterstützung ist hoch. Gerlinde greift dem Labor Serviceteam unter die Arme und sammelt Geschirr ein, bestückt die Geschirrmaschine und füllt Verbrauchsmaterial auf. „Die Arbeit macht Spaß, die Kollegen sind sehr nett und dankbar. Man bekommt einen kleinen Einblick davon, wie wichtig die Tätigkeit der Kollegen hier ist”, sagt Gerlinde. 

Eine perfekte Ergänzung

In der aktuellen Situation gibt es unter anderem aufgrund der Home Office-Regelung Mitarbeitende mit freien Kapazitäten – sei es für einige Stunden oder in Vollzeit. Gleichzeitig haben businesskritische Bereiche akuten Bedarf an Unterstützung. Um genau diese zusammenzubringen, wurde die Initiative “Standing Together” an den Standorten Mannheim und Penzberg ins Leben gerufen. Und das funktioniert ganz einfach: Mitarbeitende können sich bewerben und werden dann anhand verschiedener Kriterien wie bei einer Partnerbörse auf eine Stelle gematcht.

Aus dem Home Office zurück in die Laborumgebung

Wie die gesamte Abteilung arbeitet auch Helferin Gabriele Günthner aktuell innerhalb getrennter Teams im Schichtbetrieb, um Ansteckungsrisiken zu minimieren. Die gelernte Chemielaborantin, hat derzeit Recherche und Protokollieren im Home Office gegen die Qualitätskontrolle magnetischer Glaspartikel in der Diagnostics-Produktion Penzberg  getauscht. Diese Glaspartikel werden in klinischen Laboren benötigt, wo sie eine wichtige Rolle bei der Extraktion von viraler RNA während des automatisierten Prozesses der Probenvorbereitung spielen und somit auch ein wichtiger Bestandteil des Tests auf das Coronavirus sind. Die neue Aufgabe ist für Gabriele eine gewisse Umstellung zu ihrer eigentlichen Tätigkeit. „Die Arbeit hier in der Diagnostics-Produktion ist dem sehr ähnlich, was ich damals in meiner Ausbildung gelernt habe”, sagt sie. Doch Gabriele ist dankbar für die Gelegenheit, im Engpass aushelfen und gleichzeitig wieder praktisch arbeiten zu können: „Ich freue mich, dass ich unterstützen und dabei selbst auch noch in eine neue Welt hineinschnuppern kann”. 

Vom „Kopfarbeiter” zum „Handarbeiter”

“Standing Together” – mit Wow-Effekt: „Ich habe einen Bereich kennengelernt, von dem ich vorher nicht mal wusste, dass es ihn gibt!” Péter Brantzen tauscht seine gewohnte Schreibtisch-Umgebung als Mitarbeitender in der Organisationsentwicklung gegen die Arbeit am Band. Er will da helfen, wo fleißige Hände dringend gebraucht werden – und findet buchstäblich sein „perfect match”: Als Helfer in der Mannheimer Diagnostics-Produktion verpackt er Produkte mit der Hand und unterstützt damit die letzten beiden Hand-Verpackungslinien in Mannheim. Péter wird also vom „Kopfarbeiter” zum echten „Handarbeiter”. Was er mitnimmt? „In der Produktion habe ich ,Agilität in Aktion’ gesehen”, erklärt er. „Vor Antritt der Schicht weißt Du nicht, welches Produkt Du heute verpackst. Wir haben sogar mal vier verschiedene Produkte in einer Schicht verpackt. Und: Du findest auch erst während des Verpackens heraus, wie Du die Schachtel am besten falten kannst. Irgendjemand entdeckt dann einen ,Kniff’ und alle profitieren – einfach cool.” Péter hat den “Standing Together”-Spirit gespürt: Mit helfenden Händen hat er ein Team unterstützt, das ihn selbst herzlich aufgenommen hat und auf leckere Art Danke sagt: „Jeden Tag hat jemand einen Kuchen mitgebracht”, verrät er.

Gerade in turbulenten Zeiten ist Solidarität wichtig, denn Herausforderungen sind leichter zu meistern, wenn alle an einem Strang ziehen. Wie gelebte Solidarität aussieht, zeigen die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die im Rahmen von “Standing Together” dort anpacken, wo Unterstützung gerade am dringendsten benötigt wird, um Menschen auf der ganzen Welt zu helfen und unserem Leitbild “Doing now what patients need next” gerecht zu werden.

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