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Henning Frankes Traum war es, für einen längeren Zeitraum auf einem Segelschiff zu leben. 2016 erfüllte er sich diesen mithilfe des Roche-Langzeitkontos. Im Interview berichtet er über seine Reise und den Weg bis dorthin.

Du arbeitest als Head of Digital Transformation RDG. Was kann man sich darunter genau vorstellen?

Es ist auf jeden Fall mein coolster Job ever, denn ich darf die digitale Transformation für unsere deutschen Standorte in Mannheim und Penzberg betreuen und voranbringen. Das heißt konkret: wir haben ein klares Bild davon, wie die Standorte aus der Perspektive der Digitalisierung in der Zukunft aussehen werden, insbesondere hinsichtlich Produktion und Forschung. Beispielsweise forschen wir in Zukunft primär datenbasiert und produzieren in vollständig vernetzten Anlagen individualisierte Produkte. Wir versuchen, die geeigneten Rahmenbedingungen für die zukünftige digitale Welt bei Roche festzulegen.

Wie, wann, was? Kurz zusammengefasst – Deine Roche-Geschichte.

Ich habe Betriebswirtschaftslehre an der Universität in Mannheim studiert und danach bei Boehringer Mannheim angefangen. Ich bin seit 32 Jahren bei Roche und war während dieser Zeit in mehreren Fachbereichen und den verschiedenen Divisionen global und lokal tätig. Dadurch konnte ich wichtige Erfahrungen, unter anderem in den Bereichen Finance und Controlling, Logistik sowie im Vertrieb und Marketing sammeln. Bei letzterem unterstützte ich den Aufbau des Digital Marketings insbesondere in globaler Hinsicht. Seit über einem Jahr bin ich nun in meiner jetzigen Funktion tätig, welche ich nach meinem Sabbatical Anfang 2017 übernommen habe.

Das Sabbatical hast du dir durch deine regelmäßige Investition in das Langezeitkonto ermöglicht.

Ja, das Langzeitkonto habe ich als Option angesehen, mir Freiräume für alle möglichen Pläne zu verschaffen, die ich in meinem Leben geschmiedet habe. Allerdings kann es jeder so einsetzen, wie er/sie es braucht. Beispielsweise für die Pflege eines Familienmitgliedes oder auch, um frühzeitig in den Ruhestand gehen zu können. Es ist somit eine sehr gute Möglichkeit, Geld und Zeit für verschiedene Zwecke anzusparen. Ich persönlich hatte jedoch schon sehr lange den Wunsch, mir ein Sabbatical zu ermöglichen.

Während deiner Auszeit hast du eine längere Reise unternommen. Wohin ging es?

Meine Frau und ich hatten schon immer den Traum, für einen längeren Zeitraum auf einem Segelschiff zu leben. Diesen erfüllten wir uns während dieser Zeit. Wir starteten im Mai 2016 in Nordeuropa und fuhren in Richtung Schottland, Irland, Spanien, Portugal über die Balearen nach Sardinien und Korsika. Am zweiten Advent kamen wir dann nach acht Monaten bei der Insel Elba an.

Was hast du aus dieser Zeit für dich mitgenommen?

Aus meiner jetzigen Rolle würde ich sagen: Das ist „digital Detox“! Wir hatten die Chance, einmal völlig aus dem Alltag herauszukommen. Wir haben unvergessliche Natureindrücke erhalten, interessante Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen erlebt sowie eine völlig neue Unabhängigkeit erfahren. Mir hat diese Zeit eine komplett neue Sicht auf das Leben ermöglicht und die wirklich wichtigen Dinge im Leben rückten wieder stärker in den Vordergrund. Natürlich ist es auch für eine Partnerschaft eine kostbare Zeit.

Wie war es für dich, danach wieder ins Berufsleben zurückzukehren?

Das werde ich sehr oft gefragt. Ich vergleiche das immer gerne mit den Kinderbüchern „Die Chroniken von Narnia“, in welchen die Kinder durch eine Schrankwand hindurchgehen und in einer anderen Welt herauskommen. Die Zeit auf dem Schiff war wie eine Traumwelt für uns, da kann es leicht passieren, dass die Alltagswelt klein und fast schon fremd wird. Doch sobald man wieder in diese zurückkommt, ist sie wieder sehr präsent und die zuvor erlebte Zeit wird dann zur Traumwelt.

Sehr geholfen hat mir das Wissen, dass ich nach meiner Sabbatical-Zeit die Chance bekomme, eine neue Herausforderung anzunehmen – auch wenn ich erst kurz vor Ende erfuhr, welche. Das hat mich auf jeden Fall sehr motiviert, nach so einer langen Zeit außerhalb des Berufs wieder in das Unternehmen zurückzukehren.

Wie lange vorher sollte man diesen Wunsch mit seinem Vorgesetzten absprechen?

Man sollte mindestens ein halbes Jahr vorher seinen Vorgesetzten darüber informieren, damit dieser dann auch die notwendigen Weichen stellen kann. Ich selbst habe es meiner Vorgesetzten sogar noch früher mitgeteilt, damit wir das beidseitig gut planen konnten.

Würdest du diese Investition also weiterempfehlen?

Absolut. Ich spreche das Thema sehr oft bei meinen Kollegen an, weil man nicht genau wissen kann, was im Leben auf einen zukommen wird und man dadurch viele Optionen sowie Flexibilität erhält. Ebenso werde ich von den Kollegen angesprochen, die sich über den Prozess informieren möchten und wie die Unterstützung seitens Roche funktioniert. Auch hierzu kann ich nur Positives berichten, denn ich erhielt sowohl von der Geschäftsführung als auch von meinen Vorgesetzten sehr gute Unterstützung. Schließlich ist das Unternehmen ebenso daran interessiert, dass die Mitarbeitenden sich stets weiterentwickeln können und dazu gehört es nun einmal auch, seine Lebensträume verwirklichen zu können, ohne dass sie hierfür ihren Job kündigen müssen. Ich finde es genial, dass Roche so etwas seinen Mitarbeitenden ermöglicht.

Zu guter Letzt: Was machst du in deiner Freizeit? Was ist dein Ausgleich zum Beruf?

Neben dem Segeln, was unsere bevorzugte Urlaubsaktivität ist, ist mir Zeit mit meiner Familie unglaublich wichtig. Wir haben immer viel Spaß miteinander und auch unsere erwachsenen Kinder sind oft und gerne bei uns. Zusätzlich sind wir in der christlichen Kirche engagiert und unterstützen dabei unterschiedliche Projekte wie zuletzt in der Flüchtlingshilfe. Zudem interessiere ich mich sehr für klassische Musik und treibe regelmäßig Sport.

Langzeitkonto


Sie möchten mehr Zeit für sich, einen längeren Urlaub, eine Fort-/Weiterbildung, die Familie, oder Sie planen Ihren Übergang in den Ruhestand? Roche bietet seinen Mitarbeitenden mit dem Langzeitkonto die größtmögliche Flexibilität für diese Wünsche. Die „Betriebsvereinbarung Langzeitkonto – zur Flexibilisierung der Lebensarbeitszeit und zum gleitenden Übergang in den Ruhestand" bietet den Mitarbeitenden individuelle und flexible Gestaltungsmöglichkeiten für ihre Lebensarbeitszeit. Der Anspruch von Roche ist, eine bessere Work-Life-Balance für Jung und Alt zu unterstützen. Dabei ist es dem Unternehmen besonders wichtig, einen flexiblen und bedarfsgerechten Übergang in die Rente zu ermöglichen.

Tags: Deutschland, Career Blog