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Rutger Verburg von Amsterdam nach Mannheim

Rutger Verburg ist Niederländer, 32 Jahre alt und im September letzten Jahres aus Amsterdam für Roche nach Deutschland gezogen. Er arbeitet als IT Specialist im Regionalen Kunden Support Center für Analysesysteme und berät hauptsächlich Kunden aus den Niederlanden.

Du bist jetzt seit einem Jahr bei Roche in Deutschland. Welche Beweggründe hattest Du nach Mannheim zu kommen? 

Für mich gab es nur einen Grund nach Mannheim zu kommen und das war Roche. Ich habe damals einen Anruf erhalten und somit die Chance einen neuen Schritt in meinem Leben zu gehen. Für mich war die Entscheidung nicht ganz so einfach. Seit über 10 Jahren ist Amsterdam meine Heimatstadt und es gab eigentlich nie einen Grund die Stadt zu verlassen.

Durch mein Studium der Pharmazie und der Humanbiologie war mir Roche natürlich ein Begriff und es somit auch eine Ehre von einem so renommierten, internationalen Unternehmen ein Jobangebot zu erhalten. So eine Chance hat man nicht zweimal im Leben und somit wagte ich den Schritt und kündigte meinen bisherigen Job um nach Deutschland zu ziehen.

Was war bislang Deine größte Herausforderung?

Eine meiner größten Herausforderungen war tatsächlich das Integrieren in die Deutsche Gesellschaft. Ich hätte mir das nie so schwer vorgestellt, aber gerade im Alltag in einer anderen Sprache zu kommunizieren, stellte sich doch schwerer heraus als gedacht. Ich kann durch die Schule damals fließend Deutsch verstehen und lesen, allerdings stellt das Sprechen auf Deutsch immer noch ein Hindernis für mich dar. In meinem jetzigen Job kommuniziere ich eigentlich hauptsächlich in Niederländisch, Englisch oder Französisch. Roche gab mir die Möglichkeit meine Deutschkenntnisse in einem Sprachkurs zu verbessern, aber ich merke doch immer wieder noch wie schwer es ist eine Sprache zu erlernen, wenn man sie nicht ständig im Alltag anwendet.

Die Wohnungssuche nahm auch sehr viel Zeit in Anspruch, was wenn man Vollzeit arbeitet sehr herausfordern werden kann, dann etwas Lukratives zu finden. Allerdings denke ich gehört das alles dazu, wenn man sein altes Leben aufgibt, um in einem fremden Land neu anzufangen. Diese Prozesse und Entscheidungen machen einen aber auch stärker und lassen einen wachsen.

Was gefällt Dir in Mannheim bzw. der Region besonders gut, was hat Dich überrascht?

Mannheim ist sehr gemütlich, es gibt eine tolle und breite Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten und verschiedenen  Restaurants und Bars. Die Leute in Mannheim sind alle sehr „multi-kulturell“ was mir persönlich sehr gut gefällt, das erinnert mich ein bisschen an Amsterdam.

Außerdem hat Mannheim außen rum sehr viel zu bieten. Ich bin in meiner Freizeit sehr gerne mit dem Mountainbike unterwegs und da bieten sich sowohl die Wälder im Umkreis als auch die Pfalz zum Fahren sehr schön an.

Das Meer fehlt mir allerdings sehr in Mannheim, auch wenn die Stadt von zwei Flüssen umgeben ist.

Was mich wirklich überrascht hat, ist wie die Leute in Mannheim oder generell in Deutschland Auto und Fahrrad fahren. Teilweise wirklich lebensgefährlich, das bin ich aus den Niederlanden nicht gewohnt.

Denn ich bin ein Mensch der immer alles mit seinem Herkunftsland vergleicht, was es für die neue „Heimat“ dann nicht allzu einfach macht.

Ihr seid ja ein sehr multikulturelles Team, wie ist die Arbeitsatmosphäre, wenn man mit so vielen verschiedenen Nationen zusammenarbeitet?

Wir sind ein Haufen gemischter Kulturen, was die Arbeitsatmosphäre sehr angenehm und offen macht. Kollegen aus Griechenland, der Türkei, Belgien und natürlich auch aus den Niederlanden sind bei uns vertreten.

Ich denke wir sind eine der Abteilungen von Roche, die sich von den meisten anderen stark unterscheiden lässt, gerade aufgrund unserer verschiedener Herkunft.

Außerdem sitzen wir in einem wirklich sehr modernen Gebäude und die zusätzliche Möglichkeit mobil von Zuhause zu arbeiten erleichtert die Arbeit sehr. Gerade bei komplexen Programmierungen, braucht man einfach seine Ruhe und da ist das Arbeiten von Zuhause wirklich eine tolle Alternative.

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