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Eine Woche "FIT im Team"

"Kommunikation ist ein wunderbares Mittel, um Konflikte zu lösen. Oder zu eskalieren."
(Thom Renzie)

Um herauszufinden, wie man richtig kommuniziert und warum gute Kommunikation vor allem im beruflichen Umfeld von großer Bedeutung ist, machten sich rund 70 Auszubildende und Dual Studierende aus Mannheim, Grenzach und Waiblingen auf den Weg in den Eifelkreis Bitburg-Prüm. Ziel dieser Projektwoche war es, „Fit im Team“ zu werden.

Nach drei Stunden Busfahrt bei sehr abwechslungsreichem Wetter mit Regen, Sonnenschein, Hagel und wieder Sonnenschein, kamen wir irgendwo im nirgendwo, dem kleinen Städtchen Prüm, an. In der Jugendherberge erwartete uns ein kurzer Überblick über das Programm der kommenden Woche und eine Einführung in das Thema Kommunikation.

Nach der Einteilung in sechs Gruppen und gestärkt durch ein gutes Mittagessen, hatten wir Zeit unsere Gruppenmitglieder kennenzulernen und die mit Hilfe des Buches „Be.Komm – Betriebliche Kommunikation“ bereits vorbereiteten Inhalte zu besprechen. Dabei ging es neben Grundlagen der Verständigung auch um das bekannte 4-Seiten-Modell von Schulz von Thun. Eine Erkenntnis, die allen besonders in Erinnerung bleiben wird, ist die Feststellung Paul Watzlawicks, dass „man nicht nicht kommunizieren kann, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.“ Das Erkennen dieser Tatsache ist die Voraussetzung für eine gute Verständigung und Konfliktvermeidung.

Auf dem Programm standen außerdem zahlreiche Teamübungen, um das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Jedes Team musste gemeinsam aus gegebenen Materialien in kurzer Zeit einen Turm und am nächsten Tag ein Auto und eine Waage bauen, wobei jeweils zwei bis drei Teammitglieder die restliche Gruppe beobachteten und Rückmeldung zum Verhalten und der Mitarbeit gaben. Die Ergebnisse wurden schließlich im Plenum den anderen fünf Gruppen vorgestellt und dort die Erfüllung der Voraussetzungen mit den anderen Azubis und Studierenden verglichen.

Einer der Schwerpunkte der Woche war das Thema Feedback, um das persönliche Eigenbild und Fremdbild zu vergleichen und aus den Differenzen Schlussfolgerungen für das zukünftige Verhalten und die Arbeit im Team ziehen zu können. Obwohl es nicht immer leicht ist den Kollegen Verbesserungsvorschläge zu geben, haben wir gemerkt, wie hilfreich es ist und dass es sogar ein Team enger zusammenführen kann.

Der Mittwoch stand unter dem Thema „Rollen im Team“ und wie diese mit ihren speziellen Fähigkeiten gut eingesetzt werden können. Jeder hatte die Möglichkeit seine Rolle durch einen Selbsttest herauszufinden. Am späten Nachmittag erhielten wir unsere 24-Stunden-Aufgabe, in der wir alles, was wir in der Woche über Teamarbeit gelernt haben, unter Beweis stellen konnten. Jede Gruppe wählte eine von sechs Kompetenzen, die im Zeitalter der Arbeit 4.0 immer wichtiger werden. Diese Kompetenzen waren Veränderungsbereitschaft, Entscheidungsfähigkeit, Umgang mit Unsicherheit, Umgang mit Komplexität, Digitale Kompetenz und Selbstmanagement. Zu diesen Themen musste jede Gruppe eine Beachflag und ein Sketchnote gestalten, sowie eine Fotostory entwickeln. Die Ergebnisse dieser Arbeiten wurden am Donnerstagabend, dem Abschlussabend, präsentiert und durch uns alle bewertet.

Um das Essen zu verdauen, an dem es uns in der Jugendherberge mit Sicherheit nicht mangelte, und fit zu werden für den Tag, trafen wir uns täglich zu einer Morgenübung, die mal von den Ausbildern, aber auch von den kaufmännischen, den naturwissenschaftlichen und den technischen Ausbildungsgruppen vorbereitet wurde. Dabei ging es weniger um die sportlichen Fähigkeiten, sondern mehr um die Bewegung und den Spaß allgemein. Abends nutzten wir die Möglichkeit uns berufsübergreifend an der Bar oder auf den Zimmern kennenzulernen und uns teils über tiefgründige Themen zu unterhalten. Dabei profitierten wir von der schönen Jugendherberge und den großen gemütlichen Zimmern.

Wir konnten die gesamte Woche über viel lernen und werden versuchen es in unser zukünftiges Geschäftsleben mitzunehmen, denn gute und respektvolle Kommunikation ist die Voraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens. Sie wird gerade heute im Zeitalter der Kommunikation und Digitalisierung immer wichtiger, auch wenn wir uns dem oft nicht bewusst sind. Deshalb sollte ein respektvoller Umgang, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und ehrliches Feedback zum Alltag gehören.

Ein Bericht von Marianna Leshchenko und Luisa Fuß

Tags: Deutschland, Career Blog