Quereinstieg ins Pharma Marketing – eine gute Idee?

Martin Lange
Dynamik, Rotation und Förderung der Mitarbeiter, das zeichnet Roche für mich aus.
Martin Lange, Produktmanager Roche Pharma AG Grenzach

Du warst vorher in der Marktforschung bei Roche in Basel und bist jetzt Produktmanager in Grenzach. Wie kam es dazu? 

Ich hatte schon in meinen vorherigen Jobs ein Interesse daran, das Produktmanagement genauer kennenzulernen. Als Marktforscher habe ich analysiert und das Produktmanagement auf diese Weise unterstützt. Ich konnte jedoch nur begrenzt Einblicke in das Themenfeld „Marketing“ gewinnen und habe nicht im Detail mitbekommen, welche Implikationen die Daten nach sich ziehen. Das fand ich schade.  

Im Unterschied zu meinen vorherigen Arbeitgebern wird bei Roche gefördert, dass die Mitarbeiter verschiedene Abteilungen durchlaufen, um ein ganzheitliches Bild vom Geschäft zu bekommen. So ergab sich für mich die Chance, an einem Rotationsprogramm teilzunehmen und den Alltag eines Produktmanagers kennen zu lernen.

Das Rotationsprogramm ist vorbei – aber Du bist immer noch hier?

Richtig! Die Arbeit als Produktmanager fand ich so interessant, dass ich gerne weitermachen wollte – glücklicherweise hat es auch geklappt. Als Produktmanager stehe ich in direktem Kontakt mit Kunden und dem Außendienst-Team und habe die Verantwortung, etwas im Markt umzusetzen. Auch innerhalb des Konzerns gibt es viele Schnittstellen, die ich alle koordinieren muss. Das alles ist sehr reizvoll für mich.

Wie kam es zu der Entscheidung, Basel den Rücken zu kehren und in Grenzach zu bleiben?

Die Roche Pharma AG hat einen hervorragenden Ruf im Bereich der Onkologie. Daher ist das Unternehmen schon vom Renommee her ein äußerst interessanter Arbeitgeber. Aber auch Freunde und Bekannte, die zur Roche Pharma AG gewechselt sind, haben nur Gutes berichtet. Dynamik, die gute Förderung von Mitarbeitern und der Blick über den Tellerrand: Das waren Dinge, die mich besonders gereizt haben.

Für mich war es auch die Chance, als Produktmanager zu arbeiten und lokale Erfahrung innerhalb des Konzerns zu sammeln: Weg vom übergeordneten, sehr strategischen Bereich. Grenzach liegt übrigens direkt an der Schweizer Grenze und ist ganz nah am Headquarter in Basel. Zudem ist Deutschland einer der wichtigsten Absatzmärke für Roche. Insofern liegt es nahe, dass ich mich hier wohlfühle.

Was reizt Dich am nationalen Produktmanagement?

So nahe am Kunden zu sein, Strategien und Materialien auszuarbeiten, zu überlegen, wie wir eine Marketing- und Sales-Strategie umsetzen können. Das sind neue Aufgaben, die es im globalen Umfeld in dieser Form nicht gibt. Ich muss die lokale Perspektive einnehmen und schauen, wie ich globale Vorgaben auf lokaler Ebene umsetzen bzw. adaptieren kann.

Der „Umstieg“ auf einen neuen Job ist sicher nicht immer ganz einfach. Was hat Dir dabei geholfen? 

Es gibt ein eigenes Marketing-Curriculum: Das sind Schulungen, bei denen wir über Funktionen und deren Hauptaufgaben informiert werden. Und wir lernen, was operativ für unseren Job relevant ist. Zum Beispiel: Wie entwickle ich eine optimale Produktstrategie? Wie leite ich aus einer Produktstrategie optimale Taktiken ab? Solche Trainings helfen ungemein bei der Vorbereitung und Umsetzung von Strategien.

Es geht generell auch schon früh mit Entwicklungsgesprächen los. Das hat mich total überrascht. Darin wird diskutiert, was man langfristig machen will und welche potentiellen Wege es gibt. Das kannte ich von anderen Unternehmen nicht in diesem strukturierten Ausmaß und Tempo. 

Und was hat Dich fachlich und persönlich wirklich weitergebracht?

Die Vielfalt an Interaktionen, die man mit unterschiedlichen Funktionen und Menschen hat. Das hat mir auch persönlich viel gebracht. Aus der fokussierten Analysten-Perspektive herauszugehen, mit verschiedenen Menschen zusammenzuarbeiten und zu motivieren. Funktional habe ich den kompletten Überblick über die Prozesse erhalten und gelernt, vieles zu koordinieren.

Du machst den Job als Produktmanager noch nicht so lange. Hast Du trotzdem schon Pläne für einen nächsten Schritt?

Meine jetzige Stelle gibt mir ein breites Spielfeld, im Tagesgeschäft viel auszuprobieren. Wir bekommen zum Beispiel einen neuen Außendienst für unser Produkt, und ich werde zusammen mit unserem Sales Trainer und der Medical Managerin die neue Mannschaft schulen. Momentan gibt es noch täglich Neues, und es ist noch keine Routine eingekehrt. Es fällt mir daher schwer, da noch etwas auf die Wunschliste zu setzen. Dennoch möchte ich mich natürlich mittelfristig im Marketingbereich weiterentwickeln.

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