Michael Wolf, Leiter Engineering in Process Development

Diagnostics Operations Mannheim, kurz "DOM", stellt die weltweite Versorgung von Patienten, Laboren und Krankenhäusern mit diagnostischen Reagenzien und Teststreifen sicher. Hierzu produziert DOM als größter Bereich innerhalb von Global Diagnostics Operations an den beiden deutschen Standorten Mannheim und Penzberg eine große Vielfalt von Produkten für die In-vitro-Diagnostik. Wir möchten Euch mit dieser Serie einige der Gesichter zeigen, die mit viel Stolz und Motivation hinter diesem Erfolg stecken.

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In welchem Bereich sind Sie bei DOM tätig?

 „Seit dem 1. Februar 2016 bin ich Leiter Engineering bei DOM. Dazu gehören die Betriebsingenieure von DOM in Mannheim, die Mechaniker für Assay Production und Supportabteilungen wie das Ersatzteilmanagement, der Qualifizierungssupport und der Projektsupport für mechanische Projekte und größere Umbauten. Davor war ich Betriebsingenieur und Gruppenleiter eines Teams von Betriebsingenieuren im Bereich Liquid Production.“

Um was geht es beim Projekt „Engineering Excellence“? Warum ist es wichtig, welche Bedeutung hat es für unseren Bereich, was ist der Haupttreiber dahinter und welche Funktionen sind daran beteiligt?

„Das Projekt „Engineering Excellence“ startete zu Beginn des Jahres 2016. Mit einem Leitungsteam haben wir uns in einem Workshop damit auseinandergesetzt, was von unserer Einheit erwartet wird. So wurden Kernaufgaben und Kernprozesse definiert. Das vorrangige Ziel ist es, eine maximal mögliche technische Anlagenverfügbarkeit bei optimierten Instandhaltungskosten unter Einhaltung der Compliance zu gewährleisten. Durch das Projekt findet eine Selbstreflexion statt, um die Organisation für die Zukunft gut aufzustellen. Das Augenmerk richtet sich besonders auf zukünftige Aufgaben, wie z.B. einen höheren Automatisierungsgrad von Anlagen. Auf Dauer verlagert sich der Arbeitsschwerpunkt des 1st-level Supports hin zur Automation. Deshalb sind Qualifikationsanpassungen in Richtung Automation notwendig. Das betrifft nicht nur die Weiterbildung der bestehenden Mitarbeiter, sondern auch die Suche nach neuen Mitarbeitern.

Damit von technischer Seite aus die Anlagen optimiert werden können, ist es wichtig, Informationen über Störungen und Stillstandsgründe zu sammeln. Seit 2017 arbeiten wir gemeinsam mit der Roche-IT an einer mobilen Wartung mit einer mobilen Dokumentation; dabei kommen zukünftig 3-D-Brillen zum Einsatz: Der 1st Level Support hat die Brille auf und kann die Fragestellung einem Externen über einen Fernzugang dann direkt zeigen.“

Was sind die größten Herausforderungen? Und wie werden sie gelöst?

„Die Veränderungen betreffen den Wissensstand und die Rollenverteilung der Mitarbeiter. Deshalb müssen die Leute abgeholt und die Veränderungen begleitet werden. Die Arbeitsmodelle müssen an die neuen Arbeitsbedingungen angepasst werden. Dazu bedarf es einer offenen Kommunikation, dem richtigen Mindset und der Einbindung der gesamten Abteilung. Jeder Mechaniker kann mitarbeiten, die Arbeitspakete sind öffentlich und jeder kann auf freiwilliger Basis mitarbeiten. Auch Mechaniker der Nachbarabteilung „Labeling & Packaging“ sind eingebunden. Sie gehören zwar nicht zu meiner Abteilung – die Veränderungen werden sich aber auch dort auswirken. Auch im Bereich Instandhaltung werden sich zukünftig notwendige Fähigkeiten und Arbeitsbedingungen durch die Digitalisierung bis ins Jahr 2020 stark verändern.“

Gab es erfolgreiche Situationen, an die Sie sich gerne zurückerinnern?

„Extrem positiv war die gute Gemeinschaftsarbeit in meinem Leitungsteam. Viele kamen aus dem Workshop und haben gesagt, das sei der beste Workshop gewesen, den sie je erlebt hätten. Das war sehr motivierend. Auch die anderen Stakeholder am Standort und bei DOM sehen das Ganze positiv und unterstützen das Projekt.“

Was macht Ihnen an dem Projekt am meisten Spaß?

„Das Projekt lässt sich sehr gut in den eigenen Reihen vorantreiben, es gibt einen großen Handlungsspielraum und die Mitarbeiter können so viel selbst bestimmen.“

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