Treffen Sie Doreen Pruntsch

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Doreen Pruntsch ist Safety Engineer bei Roche am Biotechnologie-Zentrum im oberbayerischen Penzberg und leitet die Abteilung der technischen Sicherheit. Ihre Aufgabe ist es den Menschen, die Umwelt und das Unternehmen vor Schaden zu bewahren.

Wie lautet Ihre genaue Berufsbezeichnung?

Ich bin Safety Engineer beziehungsweise Sicherheitsingenieurin bei Roche am Biotechnologie-Zentrum im oberbayerischen Penzberg und leite die Abteilung der technischen Sicherheit. Studiert habe ich allerdings was ganz Anderes.

Was haben Sie ursprünglich studiert?

Eigentlich bin ich Diplomingenieurin für Pharmabiotechnologie und habe, seit ich bei Roche bin, einige Zusatzqualifikationen erworben. Mit diesen Qualifikationen bin ich seither als Sicherheitskraft sowie Fachkraft für Explosionsschutz bei Roche tätig.

Was sind Ihre alltäglichen Aufgaben als Safety Engineer bei einem
Gesundheitsunternehmen wie Roche?

Die Abteilung Safety Health Enviroment (SHE), in der ich arbeite, hat bei Roche einen sehr hohen Stellenwert. Die Sicherheit wird im Unternehmen auf die gleiche Ebene wie Qualität und Kosten gestellt.

Unser täglicher Auftrag ist es, den Menschen, die Umwelt und das Unternehmen vor Schaden zu bewahren. Dabei folgen wir den Konzernvorgaben von Roche, die global für alle Standorte gelten, und Gesetzen. Wir wollen garantieren, dass die Mitarbeiter von Roche das Unternehmen so gesund verlassen, wie sie es betreten haben.

Ferner achten wir darauf, dass wir mit dem Thema Gesundheit und den gegebenen Ressourcen sorgfältig umgehen. Dabei spielen Nachhaltigkeit sowie die Umwelt eine übergeordnete und tragende Rolle.

Überwachen Sie diese Vorgaben in Ihrer Position?

Ich arbeite in einer sehr großen und vielschichtigen Abteilung, zu der unter anderem Biosafety, Umweltschutz, Arbeitsschutz, aber auch die Werkfeuerwehr sowie der Werkschutz gehören. Wir, in der technischen Sicherheit, sind somit nur ein kleiner Baustein im gesamten SHE-Umfeld.

Im Rahmen der Gesetze und Vorgaben kümmern wir uns um alle technischen Belange, welche wir an den Standort weitergeben. Wenn Fragen von den jeweiligen Abteilungen zur Umsetzung auftreten, beraten wir diese und überprüfen, ob die Vorschriften auch eingehalten wurden.

Sie haben ursprünglich eine ganz andere Fachrichtung studiert. Wie sind Sie auf den Bereich Sicherheit aufmerksam geworden?

Früher gab es leider nicht sehr viele Studiengänge, die sich ausschließlich mit Sicherheit im Ingenieurwesen beschäftigt haben. Heute gibt es in diesem Bereich für Studenten ein wesentlich vielfältigeres Angebot. Für mich stand schon immer der Mensch und dessen Gesundheit im Vordergrund meiner Arbeit. Als ich vor zehn Jahren bei Roche angefangen habe, war ich zuerst in der Testentwicklung für diagnostische Tests tätig. Etwas später war ich für die Qualifizierung von Produktionsanlagen zuständig. Daraufhin wurde ich intern abgeworben und bin seither in der Anlagensicherheit beschäftigt. Wir stellen uns jeden Tag den verschiedensten Fragestellungen: Wie werden die Einsatzstoffe behandelt, die in der Produktion zur Herstellung von Diagnostika und Wirkstoffen für Medikamente benötigt werden? Was müssen wir beachten, damit unsere Produkte sicher auf den Markt kommen? Wie muss die Anlage konstruiert sein und welchen Qualitätsanforderungen muss sie entsprechen? Ist sie für Mensch und Umwelt sicher? Hier schließt sich für mich auch der Kreis. Bei Roche arbeiten wir für die Gesundheit des Menschen – egal in welchem Bereich.

Wie empfinden Sie die Entwicklungsmöglichkeiten bei Roche?

Grundsätzlich hat man bei Roche immer Entwicklungsmöglichkeiten. Die Mitarbeiter stehen sehr im Fokus des Konzerns. Roche in Penzberg hat seine Schwerpunkte in der Diagnostik und in der Pharma. Durch diese beiden Kernfelder haben wir einen Standort, der sich mit Forschung, Entwicklung und Produktion befasst.

Roche ist ein globales Unternehmen und bietet sowohl interne als auch externe Weiterbildungsmöglichkeiten und somit auch immer die Möglichkeit andere Standorte kennenzulernen.

In der technischen Sicherheit haben wir außerdem die Möglichkeit, uns in verschiedene Gremien einzubringen und dort mitzuwirken. Natürlich müssen wir bei SHE ohnehin jährlich Qualifikationen ablegen, die vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind.

Wie empfinden Sie den Teamgeist bei Roche?

Bei Roche wird eine Feedback-Kultur gelebt und es herrscht ein sehr kollegiales, offenes Verhalten untereinander.

Durch das Matrix-System, wird oft Projekt- oder Themenbezogen im Team gearbeitet und jeder einzelne brennt für die Sache. Jeden Tag merkt man, dass die Kolleginnen und Kollegen ihre jeweiligen Projekte und das Unternehmen voranbringen möchten.

Weltweites Vernetzung, Digitalisierung, Bilingualität und Diversität werden täglich gelebt. Alleine hier in Penzberg arbeiten Menschen aus  54 verschiedenen Nationen. Roche ist ein sehr agiles Unternehmen, in dieMitarbeitenden ihre Expertise einbringen können und Mitsprachrecht haben.

Also würden Sie sagen, dass Sie viel Entscheidungsfreiheit haben?

Ja, es ist Eigenverantwortung gefragt. Natürlich haben wir durch die Richtlinien der Gesetze und des Unternehmens einen bestimmten Rahmen, in dem wir uns bewegen müssen, aber Roche setzt auf unsere Fachexpertise und lässt uns Entscheidungsfreiheit.

Was ist für Sie das Besondere an Roche und Ihrer täglichen Arbeit?

Besonders ist für mich, dass die Sicherheit einen sehr hohen Stellenwert im Konzern hat und das auch durch alle Ebenen des Managements so gelebt wird. Wenn das nicht so wäre, könnte ich bei Roche nicht arbeiten, da der Wert der Sicherheit für mich ein Grundwert ist.

Wie wichtig ist das Thema Work Life Balance in Ihrem Beruf?

Work Life Balance ist für mich persönlich ein sehr wichtiger Bestandteil, der irgendwie ebenfalls zum Thema Sicherheit und Gesundheit gehört. Roche ist ein sehr offener Arbeitgeber und bietet seinen Mitarbeitenden flexible Arbeitszeitmodelle an, die unter anderem auf Vertrauensarbeitszeit und mobilem Arbeiten basieren. Wir können so problemlos von Zuhause oder von anderen Standorten aus arbeiten.

Was ist Ihr persönlicher Ausgleich zum Beruf?

Mein ganz persönlicher Ausgleich sind Outdoor-Aktivitäten und da ist Penzberg mit den Bergen, Seen und der Nähe zu München ein qualitativer Vorteil. Ich arbeite da, wo andere Urlaub machen.

Was ist für Sie Roche in drei Worten?

Mut. Integrität. Leidenschaft.

Tags: Deutschland, Career Blog