Anne Rudolphi, Head of Diagnostics Operations Mannheim, DOM

Diagnostics Operations Mannheim, kurz "DOM", stellt die weltweite Versorgung von Patienten, Laboren und Krankenhäusern mit diagnostischen Reagenzien und Teststreifen sicher. Hierzu produziert DOM als größter Bereich innerhalb von Global Diagnostics Operations an den beiden deutschen Standorten Mannheim und Penzberg eine große Vielfalt von Produkten für die In-vitro-Diagnostik. Wir möchten Euch mit dieser Serie einige der Gesichter zeigen, die mit viel Stolz und Motivation hinter diesem Erfolg stecken.

interview

Anne Rudolphi studierte Pharmazie, da ihr die Gesundheit der Menschen am Herzen liegt; danach startete sie bei Roche in der Qualitätskontrolle. Nach einigen weiteren Stationen, die sie unter anderem auch in die Schweiz geführt haben, ist sie nun seit fünf Jahren Bereichsleiterin von Roche  Diagnostics Operations in Mannheim.

Wie sind Sie zu Roche Diagnostics bzw. zu DOM gekommen?

„Ich habe Pharmazie studiert – die Entscheidung für dieses Studium entsprach meiner Passion, mich für die Gesundheit von Menschen einbringen zu wollen. Im April 1996 startete ich im Unternehmen und meine erste Tätigkeit war im Bereich „Operations“ angesiedelt: ich war Gruppenleiterin in der Qualitätskontrolle. Nach einigen Stationen, auch in der Schweiz und außerhalb des Bereichs „Operations“, kam ich für ein Reorganisationsprojekt nach Mannheim zurück und bin jetzt seit genau fünf Jahren Bereichsleiterin von Diagnostics Operations Mannheim.“

Was motiviert Sie, bei DOM Verantwortung zu übernehmen?

„Ich persönlich empfinde es als unglaublich bereichernd, für diesen Bereich verantwortlich zu sein und ihn ein wenig „wie meine eigene Firma“ zu leiten. Daher liegt es mir sehr am Herzen, die Zukunft von DOM aktiv zu gestalten, uns im globalen Kontext gut aufzustellen. Das heißt im Kontext von vielen Veränderungen und Bewegungen in der Diagnostika Division: Wachstumsmärkte für unsere Produkte entwickeln sich zunehmend in Asien. Wir arbeiten immer mehr in komplexen Matrixstrukturen – um nur einige Veränderungen zu nennen. Trotz oder gerade wegen meiner umfangreichen Aufgaben versuche ich, immer einen klaren Fokus auf unser Kerngeschäft und unsere Ziele zu behalten.“

Wie adressieren Sie diese Herausforderungen?

„Mit meinem DOM Leitungsteam haben wir im Jahr 2014 eine gezielte Strategieentwicklung durchgeführt, die als Ergebnis die DOM-2020-Strategie hervorgebracht hat. An den entsprechend gestarteten strategischen Programmen arbeiten wir gezielt und fokussiert seit drei Jahren, mit guten Erfolgen, wie ich finde. Sehr wichtig ist auch, dass wir in jedem Quartal auf die DOM-Strategie und den Stand der Programme und Initiativen schauen. So können wir uns gegenseitig challengen, ob wir noch auf dem richtigen Kurs sind bzw. um neu aufkommende Themen mit unseren strategischen Programmen zu adressieren. Die Arbeit mit dem Leitungsteam ist konstruktiv und bereichernd, denn es ist ein Team von erfahrenen, verantwortungsbereiten Menschen, die sich einbringen, Dinge hinterfragen und mich in meiner Rolle einfach sagenhaft unterstützen. Wir arbeiten hochproduktiv und haben Spaß miteinander – und wir laden zu jedem Meeting Gäste aus dem Bereich ein („Shadowing-Programm“). Die Organisation soll wissen, was uns beschäftigt und wie wir den Bereich weiterbringen!

Sehr wichtig für mich ist es, bei all den fachlichen Themen auch die personenbezogenen Themen, den „Skill- und Mindset“, ganzheitlich zu betrachten und weiterzuentwickeln. „Kulturwandel“ ist ein großes Wort – und er ist sicher wichtig, um die von uns zunehmend geforderte Flexibilität und Beweglichkeit zu schaffen. Daher unsere Mindset-Initiative, um die gewohnten Silos zu verlassen, eigeninitiativ Verantwortung zu übernehmen, uns gegenseitig zu helfen.“

Welche Entwicklung wünschen Sie sich für DOM in weiterer Zukunft?

„Ich wünsche mir, dass die laufenden Neuentwicklungsprojekte zu einem nachhaltigen Erfolg am Markt führen und dass wir in DOM für weitere Neuentwicklungen, auch aus den anderen Geschäftseinheiten, als kompetenter Herstellpartner gewählt werden.

Weiterhin wünsche ich mir, dass wir mit der zukünftigen Produktionseinheit in China auch dann gut und ohne Konkurrenzgedanken zusammenarbeiten, wenn die Routineproduktion dort angelaufen ist. Hiervon erwarte ich mir eine langfristige und für DOM sehr bereichernde interkulturelle Partnerschaft.

Lokal wünsche ich mir, dass die deutschen Standorte unsere Herausforderungen, also unseren Handlungs- und Veränderungsdruck, nachhaltiger und tiefgreifender verstehen. Hier müssen wir alle an einem Strang ziehen. Wir als Standort Deutschland haben viel Power – und eine große Verantwortung.“

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