roche, germany, careers, interview, andreas

Treffen Sie Andreas Wohlrath, Führungskraft mit Herz und Verstand

Andreas Wohlrath studierte Nachrichtentechnik mit Schwerpunkt Elektronik/Digitale Signalverarbeitung an der Fachhochschule Mannheim. Nach seinem Berufseinstieg als Nachrichtentechniker übernahm er eine Stelle als Programm-Manager in der Energiebranche. Für Roche arbeitete er ab 2014 als Projektleiter für die Softwareentwicklung der Accu-Chek Solo Mikropumpe, bevor er im Jahr 2017 eine Position als Gruppenleiter im Bereich Insulinpumpen  übernahm.

Seit wann sind Sie in Ihrer Führungsrolle bei der Roche Diabetes Care GmbH?

Im Anschluss an meine vorherige Tätigkeit als Programm-Manager im Energiemanagement bin ich 2014 zur Roche Diabetes Care GmbH gekommen. Gestartet habe ich damals als Projektleiter im Projekt „Solo M“ für die Softwareentwicklung mit einem Team aus rund 40 internen und externen Personen. Danach habe ich 2017 die Gruppenleitung im Bereich Insulinpumpen am Standort Mannheim übernommen.

Sie sind seit 2017 Führungskraft. Wollten Sie schon immer Menschen führen?

Nach dem Studium war ich mir darüber noch nicht im Klaren. Als ich die Chance bekam, habe ich sie kurzentschlossen genutzt. Viel Know-how ziehe ich aus meinen Erfahrungen im Projektmanagement. An der Führungsrolle reizt mich insbesondere der Aspekt der Motivation. Mitarbeiterentwicklung bedeutet für mich, meine Mitarbeitenden dabei zu unterstützen, ein bestmögliches Skill-Set aufzubauen, um erfolgreich in der Matrix zu arbeiten und Aufgaben mit Herz und Ehrgeiz umzusetzen.

Wie sieht aktuell Ihre Rolle als Führungskraft aus?

Ein klassischer Tag? Ich bewege mich im Spannungsfeld zwischen Projektarbeit und Strategieentwicklung. Meetings zu Ressourcenbedarf, Prozessen oder Tools sind ebenso Teil meines Alltagsgeschäfts wie der globale und regionale Austausch mit meinen Mitarbeitenden in Indianapolis und Mannheim. Regelmäßig treffe ich mein Team auch auf dem Flur, wo wir ins Gespräch kommen und viele Dinge abklären und besprechen können.

Eine Herausforderung, die meine Arbeit auch gleichzeitig so faszinierend macht, ist die Tatsache, dass nicht alle Mitarbeitenden an einem Ort zusammensitzen, sondern an verschiedenen Standorten an einem gemeinsamen Projekt arbeiten. Dabei ist es wichtig, dass wir uns als multikulturelles Team auch virtuell bestmöglich austauschen.

Was ist Ihnen bei der Personalführung besonders wichtig?

Besonders wichtig ist es mir, ehrlich zu meinen Mitarbeitenden zu sein und alles offen zu besprechen. Personalentwicklung ist für mich dabei ein großes Thema: Ich habe ehrliches Interesse an meinen Mitarbeitenden und möchte verstehen, in welche Richtung sie sich weiterentwickeln möchten. Das schaffe ich durch zuhören. Dabei erfahre ich am besten, was die Kolleginnen und Kollegen antreibt. Ich kann so nicht nur potenzielle Entwicklungsmöglichkeiten ausloten, sondern auch gleichermaßen ihre persönliche Weiterentwicklung und fachliche Kompetenz fördern.

Was macht aus Ihrer Sicht eine gute Führungskraft aus?

Neben Authentizität und Erreichbarkeit finde ich es wichtig, die Mitarbeitenden dabei zu begleiten, sich realistische Ziele zu setzen. Sie hierbei zu unterstützen und ihre Stärken zu fördern, sehe ich als einen entscheidenden Bestandteil meiner Arbeit. Auch sollte eine gute Führungskraft verstehen, wie die einzelnen Kolleginnen und Kollegen im Team zusammenspielen, was ihre Erwartungshaltungen sind und was auf der zwischenmenschlichen Ebene passiert. Auf dieser Basis kann dann die Verantwortung im Team am besten aufgeteilt werden.

Was fällt Ihnen bei der Führungsarbeit besonders leicht bzw. schwer?

Offene und regelmäßige Gespräche mit meinem Team sind ein fester Bestandteil meiner Arbeit, da ich sie für elementar für eine gute Kommunikation halte. Schwieriger ist es immer dann, wenn Erwartungen nicht direkt ausgesprochen werden oder bestimmte Ziele aus unterschiedlichen Gründen nicht erreicht werden. Die Herausforderung dabei ist, auf die individuelle Gefühlslage des Mitarbeitenden einzugehen und die Kollegin oder den Kollegen  durch individuelles Feedback in einem face-to-face-Gespräch neu zu motivieren.

Gibt es besondere Momente, die Ihnen im Laufe Ihrer Karriere bei der Roche Diabetes Care GmbH (RDCG) im Gedächtnis geblieben sind?

Im Gedächtnis geblieben ist mir vor allem die Zeit, als die Software-Entwicklung eines Insulinpumpensystems nach Mannheim geholt wurde. Als Pilotteam mit einem der ersten agilen Projekte in der RDCG haben wir es geschafft, schnell von drei auf 20 interne und externe Mitarbeitende zu wachsen. Das Ganze hatte Startup-Charakter und als Team konnten wir zeigen, wie gut Software-Entwicklung laufen kann, wenn die notwendige Unterstützung da ist.

Wie arbeiten Sie an Ihren Leadership Skills?

Neben meiner Teilnahme an Leadership Programmen stehe ich in engem Austausch mit meinem Vorgesetzten sowie Kolleginnen und Kollegen. Auch Feedbackgespräche mit meinen Mitarbeitenden ermöglichen mir eine konstante Arbeit an meinen eigenen Leadership Skills.

Tags: Deutschland, Career Blog