Als Young Professional zu Roche im Bereich Biotechnologie und Medizintechnik

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Clemens Krämer stieg 2007 direkt nach seinem Studium bei Roche ein und arbeitet nun seit 2016 als Technical Project Leader Meter Development bei Roche Diabetes Care in Mannheim.

Was haben Sie studiert und wie sind Sie auf Roche aufmerksam geworden?

Ich habe Informatik an der RWTH in Aachen studiert. Auf einer bonding Firmenkontaktmesse wurde ich damals von den Kollegen der Roche Diagnostics Division angesprochen und behielt Roche bis zum Ende meines Studiums als potentiellen Arbeitgeber im Hinterkopf. Glücklicherweise war nach meinem Abschluss dann auch eine passende Stelle für mich vorhanden.

Sie sind als „Technical Project Leader Meter Development“ bei Roche tätig. Was kann man sich darunter vorstellen?

Bei Roche Diabetes Care entwickeln wir Blutzuckermessgeräte, Insulinpumpen, sowie Systeme für die kontinuierliche Glukosemessung. Als Co-Projektleiter für Geräteentwicklung bin ich für die gesamte Entwicklung eines Gerätes zuständig. Das bedeutet, ich betreue die Hardware- und Softwareentwicklung, die Mechanik und Produktion. Zurzeit bin ich in einem großen Projekt involviert, welches sich der Entwicklung einer neuen Insulinpumpe samt Fernsteuerung widmet. Dort bin ich für die Entwicklung der Software für die Fernsteuerung verantwortlich.   

Sie organisieren ein Event für den Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Wie kam die Zusammenarbeit zustande und warum ist Roche Mitorganisator?

Ich bin seit meinem Studium selbst Mitglied des VDI und fand es immer sehr schade, dass dem Bereich Medizintechnik nicht die notwenige Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Als der VDI uns im letzten Jahr angefragt hat, ob wir Interesse an einem Event für Young Professionals und Berufseinsteiger der Bereiche Medizintechnik und Biotechnologie haben, stimmten wie natürlich sofort zu.

Welche Idee steckt hinter dem Event und was erwartet die Teilnehmenden?

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Medtec Europe in Stuttgart statt und richtet sich, wie schon erwähnt, an Young Professionals sowie Berufseinsteiger der Bereiche Medizintechnik und Biotechnologie. Junge Ingenieure sind meiner Meinung nach zwar sehr gut ausgebildet und engagiert, jedoch fehlen ihnen häufig die notwendigen Kontakte, um in ihrer Branche Fuß zu fassen. Die Veranstaltung soll aufzeigen, wo der Bereich Medizintechnik überall vertreten ist sowie Denkanstöße und Ideen für den Bewerbungsprozess geben.  Das Event teilt sich in zwei Themengebiete auf - Smart Health und Smart Manufactorin. Wir möchten hierbei gezielt auf die neuen Anforderungen der europäischen Medizintechnik eingehen und bieten Vorträge sowie Messeführungen zu den jeweiligen Themengruppen an.

Welche Berufsfelder werden hierbei angesprochen?

Die Medizintechnik beinhaltet alle klassischen Ingenieursdisziplinen, wie Mechanik, Elektronik, Nachrichtentechnik und Informatik aber es bestehen auch Schnittstellen zu den Bereichen Chemie, Biologie, Medizin. Wir möchten mit der Veranstaltung so viele Fachgruppen wie möglich adressieren, insbesondere den Bereich Life Science. Absolventen dieses Fachbereiches haben Kenntnisse sowohl im Bereich Biotechnologie als auch der Chemie erlernt, welche sehr gut für die Enzym- und Medikamentenherstellung eingesetzt werden können.

Auch Roche setzt Medizintechniker/innen ein. Welche Aufgabengebiete und Herausforderungen erwarten diese?

Sie erwartet auf jeden Fall ein spannendes Berufsfeld. Das Einsatzgebiet eines Medizintechnikers bei Roche entspricht häufig dem eines klassischen Ingenieurs. Der Vorteil ist das Medizintechniker, interdisziplinär ausgebildet sind und so das Ingenieurwesen mit dem Bereich Health Care verbinden. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Von der Entwicklung von Blutzuckermessgeräten, Insulinpumpen und Blutgassystemen über Enzym- und Medikamentenentwicklung bis hin zu verfahrenstechnischen Produktionsprozessen. Natürlich darf man auch den Customer Support nicht vergessen, die Kollegen haben den Kontakt zu unseren Kunden und sind daher auch Schnittstelle zur Entwicklung. Dies ist nicht nur im Bereich Diabetes Care so, sondern auch bei den Kollegen im Bereich Diagnostics.

Was ist für diesen Beruf unverzichtbar?

Wichtig ist die Neugierde darauf, immer wieder neue und innovative Produkte zu entwickeln. Da wir mit verschiedenen Fachbereichen und internationalen Teams zusammenarbeiten, sollte eine Affinität zur Teamarbeit vorhanden sein. Denn ohne die sehr gute Zusammenarbeit mit den Kollegen, die viel Herzblut in die Projekte stecken, wären die anspruchsvollen Projekte sicherlich nicht so leicht umzusetzen.

Was würden Sie jungen Ingenieur/innen raten, die noch auf der Suche eines passenden Unternehmens sind?

Auf jeden Fall sollten sie die Augen offen halten, denn Unternehmen im Bereich Health Care sind beispielsweise im Vergleich zur Automobilbranche nicht so sehr präsent. Der Hersteller steht hier mehr im Hintergrund. Roche ist zum Beispiel als Konzern im Bereich Pharma bekannt, dass wir jedoch zusätzlich über eine sehr umfangreiche Diagnostik und Diabetes Spate verfügen, wissen viele Leute gar nicht.

Auch der Besuch von Fachmessen, um sich einen Überblick über geeignete Unternehmen zu verschaffen, ist auf jeden Fall immer empfehlenswert.

Ein Besuch beim VDI-Event lohnt sich bestimmt. Sie sind interessiert? Dann melden Sie sich bitte unter folgendem Link an:  www.vdi.de/yp-medizin2018

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