Auslandseinsatz für Roche Mitarbeiter leicht gemacht, Teil 2

Die Biotech-Firma Genentech in San Francisco ist ein Tochterunternehmen von Roche USA. Ralf K. hat die Chance genutzt und wechselte von Europa nach USA und freut sich über die erstklassige Betreuung, die Roche den Mitarbeitern bei einem Auslandseinsatz bietet. 

Dr. Ralf K. (52) hat Biologie studiert und ist seit 1994 bei Roche. Aktuell arbeitet er bei Genentech in San Francisco.

Herr K., was genau machen Sie bei Genentech?

Ich bin Lifecycle Leader. Das bedeutet, ich betreue ein bestimmtes Produkt komplett von A bis Z. Bei mir handelt es sich um ein Medikament zur Behandlung von idiopathischer Lungenfibrose, eine schwere und lebensbedrohende Lungenkrankheit. Mein Team und ich steuern den gesamten Lebenszyklus des Produktes, das umfasst Forschung, Entwicklung, Produktion, Zulassung, Vermarktung und Reporting - ein sehr breites Spektrum also. Genau das gefällt mir auch an meinem Job: Ich kann alle Funktionen und die einzelnen Abläufe, die mit einem Produkt zu tun haben, überblicken und  zusammenführen.

Sie sind promovierter Biologe. Ihre Aufgaben klingen aber eher nach Management.

In Wirklichkeit hat meine Arbeit starke wissenschaftliche Schwerpunkte, auch wenn sie natürlich viele wirtschaftliche und Management-Aufgaben umfasst. Aber das Medizinische  kommt keinesfalls zu kurz, da ich ja die klinischen Daten und wissenschaftlichen Grundlagen des Medikaments sehr genau kennen muss.

Wie kam es zu Ihrem Wechsel in die USA?

Ich habe bei Roche Pharma in Grenzach verschiedene berufliche Stationen durchlaufen. Irgendwann wollte ich aber auch  Auslandserfahrungen sammeln. Eine Zeitlang war ich im Headquarter in Basel, da gefiel mir besonders das internationale Umfeld, da dort Kollegen aus der ganzen Welt arbeiten. Also habe ich mich auf die Lifecycle-Leader-Position in den USA beworben.

Von Grenzach nach San Francisco – war das ein Kulturschock?

Das hängt stark von der eigenen Einstellung ab; ich bin mit meiner Familie bereits viel gereist und daher anderen Ländern gegenüber sehr offen. Das war gar kein so großes Thema. Trotzdem fallen mir natürlich Unterschiede zwischen Deutschland und den USA auf: Die Amerikaner, zumindest hier in San Francisco, sind weniger direkt als deutsche Kollegen. Und sie sind relaxter - obwohl viel gearbeitet wird. Ich habe das Gefühl, dass sie während der Arbeit fokussierter sind, dafür aber nach acht, neun Stunden auch einen Schlussstrich ziehen können. Also High-Performance mit guter Work-Life-Balance.

Wie hat Ihnen Ihr Arbeitgeber bei der Organisation des Auslandsaufenthalts geholfen?

Roche hat die ganze Umsiedlung geplant und organisiert: von Steuer und Behördengängen über Wohnungssuche bis hin zur Anmeldung meiner beiden Teenager in der Schule wurde alles übernommen. Das fand ich toll!  Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Betreuung noch besser hätte sein können. Meine Familie konnte sich  die neue Umgebung ansehen und sich mit mir eine passende Wohnung aussuchen. Roche bot uns Seminare zur kulturellen Vorbereitung an, was für uns aber nicht nötig war. Für mich war diese Rundum-Betreuung sehr angenehm, da ich mich sofort wieder auf meine Aufgaben konzentrieren konnte, außerdem sah ich das als große Wertschätzung meiner Fähigkeiten und Leistungen als Mitarbeiter an.
 

©Roche mit e-fellows.net

August 2015

Tags: Career Blog, Deutschland