Im Kopf fängt alles an

Was bedeutet es eigentlich eine Entscheidung „aus dem Bauch heraus“ zu fällen? Letztendlich treffen wir diese doch mit dem Kopf – oder etwa nicht?

Wir wollen das mal etwas näher betrachten:

Jede Entscheidung, die der Mensch trifft, wird im Gehirn festgelegt. Und das sind nicht gerade wenig, denn wir treffen täglich etwa 20.000 Entscheidungen! Viele davon so schnell, dass wir gar nicht realisieren, dass ein Prozess in unserem Kopf stattgefunden hat. Dazu kommt, dass nicht alle Entscheidungen rational oder ökonomisch gefällt werden. Sind es die Emotionen, die sich in den Prozess einschleichen und damit den Ablauf trüben? Oder was ist der Grund für den Mangel an Rationalität?

Mit diesem Thema könnten wir nun ohne Probleme mehrere Seiten füllen. Vereinfacht und plakativ dargestellt, können wir das wie folgt beschreiben:

Der zentrale Denkmuskel, das Arbeitsgedächtnis, hat nur wenig Kapazität. Darum ist Energiesparen oberstes Gebot. Aus diesem Grund schält unser Gehirn auf „Autopilot“ und nutzt Daumenregeln und Routinen für die gängigen Entscheidungen. Viele Marken nutzen diese Routine, um die Entscheidungen durch Emotionen zu beeinflussen. Die Marke Coca Cola zum Beispiel: Hirnforscher haben in den 80er Jahren im berühmten „Pepsi – CocaCola Test“ mittels eines funktionalen Magnetresonanztomographen (fMRT) herausgefunden, dass das Markenimage von CocaCola eine Region im Gehirn stimuliert, die Emotionen hervorruft. Deshalb haben die Probanden die Marke CocaCola stets der Marke Pepsi bevorzugt, sobald der Name bekannt war. Im Blindtest hingegen, konnte Pepsi die meisten Probanden mit dem Geschmack überzeugen.

Die Frage, die sich uns stellt ist: Können wir diesen „Autopiloten“ trainieren?

- Ja! Das ist möglich, indem wir z.B. unsere „Denkfallen“ entlarven und nach Alternativen suchen.

Fakt ist: Emotionen haben einen Einfluss auf unsere Wahrnehmung und verzerren damit unsere Entscheidungsfähigkeit. Das ist in allen möglichen Situationen so – auch im Berufsalltag! Geraten wir in eine Gegebenheit, die uns emotional beeinflusst, sind rationale Entscheidungen nicht mehr an der Tagesordnung. Daher ist es wichtig, auch mal aus dem gewohnten und „sicheren“ Umfeld herauszukommen. Neue Erfahrungen bewegen uns zum Umdenken und jede neue Herausforderung hilft uns, aus den gewohnten Mustern auszubrechen.

In den kommenden Monaten möchten wir uns mehr mit dem Thema „Umdenken“ beschäftigen und wie ein Perspektivenwechsel sich auch auf unsere Arbeitswelt auswirken kann. Seid also gespannt :)

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