Familie und Karriere – bei Roche funktioniert das sehr gut!

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Dr. Kerstin Borgards stieg vor 10 Jahren als Gruppenleiterin bei der Roche Diagnostics GmbH im Bereich Diagnostics Operations am Standort Penzberg ein. Heute ist sie Head of Production Planning & Systems von Diagnostics Operations im Biotechnologiewerk von Roche in Penzberg.

Was haben Sie studiert und wie sind Sie auf Roche aufmerksam geworden?

Ich habe Biotechnologie in Braunschweig studiert. Da man schon während des Studiums häufig Kontakt mit Unternehmen im Bereich Healthcare hat, wurde ich schnell auf Roche aufmerksam. Denn der Standort Penzberg ist eines der größten Biotechnologiezentren Europas. Durch mein Praktikum bei Roche in Basel und mein Stipendium bei der Studienstiftung der deutschen Wirtschaft sowie e-fellows.net, kamen während meines Studiums immer wieder Kontakte mit Roche zustande. So lernte ich auch die Standorte Penzberg und Mannheim kennen.

Als was sind Sie eingestiegen? Und was waren Ihre Aufgaben?

Nach meiner Promotion bewarb ich mich initiativ bei Roche und wurde als Gruppenleiterin in der Diagnostika-Produktion in Penzberg eingestellt. Dort war ich verantwortlich für die Abfüllung und Gefriertrocknung von Produkten, welche für den Forschungsmarkt hergestellt wurden. Die umfangreichen Aufgaben einer Führungsposition waren neu und herausfordernd zugleich für mich.

Was steckt hinter dem Begriff „Production Planning & Systems “? Inwieweit ist dies für Roche wichtig?

Zum einen bin ich für die Produktionsplanung von Diagnostics Operations Penzberg verantwortlich. Unser Produktportfolio ist sehr umfangreich, wir stellen über verschiedene Wertschöpfungsstufen bis zu 10.000 Produkte her. Hierzu gehören z.B. Antikörper, Enzyme oder Peptide, welche für die Produktion von diagnostischen Tests verwendet werden.

Die Steuerung der Produktion, d.h. wann beispielsweise ein Produkt auf Basis des Marktbedarfs zu produzieren ist, läuft über meine Organisation in Abstimmung mit unseren internen Kunden und der Global Supply Chain.

Zum anderen bin ich für das Information Management und das SAP Application Management, zusammengefasst unter dem Begriff Systems, verantwortlich. Für die Produktionsplanung verwenden wir SAP. In diesem System sind die Grunddaten, beispielsweise die Dauer einer Produktion, geplante Produktionsmengen pro Ansatz und vieles mehr gespeichert. Den Umgang mit dem System schulen meine Mitarbeitenden, die Datenpflege übernehmen auch wir. Information Management umfasst alle IT Themen.

Was ist für Ihren Beruf unverzichtbar und was macht Ihnen besonders Spaß?

Aufgrund des umfangreichen Produktportfolios bringt mein Beruf facettenreiche und verantwortungsvolle Aufgaben mit sich. Unsere Zielsetzung ist, die Belieferung unserer Kunden mit unseren biotechnologisch und chemisch hergestellten Produkten sicherzustellen. Die Vielfalt unserer Produkte bringt dabei spannende Herausforderungen mit sich, z.B. wenn es darum geht, unsere Prozesse systematisch zu verbessern. Wir arbeiten stetig daran, unsere Arbeitsabläufe zu optimieren und effizienter zu gestalten.

Meinen Verantwortungsbereich gemeinsam mit meinem Team zu gestalten und weiterzuentwickeln macht mir besonders viel Spaß. Und als Naturwissenschaftlerin ist es natürlich überaus motivierend für mich, dass unsere Produkte für diagnostische Tests eingesetzt werden und wir einen Beitrag für die Gesundheit von Menschen leisten.

Wie sah Ihre Weiterentwicklung bei Roche aus und inwiefern werden Weiterentwicklungsmöglichkeiten von Roche unterstützt?

Spannend empfand ich den zweimaligen Wechsel zwischen den Divisionen, der mit unterschiedlichen Anforderungen verbunden war. Ich habe in der Diagnostics Division begonnen und war danach viele Jahre in der Pharma Division. Nun bin ich wieder für Diagnostics tätig. Roche bietet unglaubliche viele Möglichkeiten der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung, sowohl in den unterschiedlichen Divisionen, wie auch in den jeweiligen Fachbereichen. Die berufliche Weiterentwicklung wird aus meiner Sicht von Roche sehr gut unterstützt. Ich erhielt von meinen Vorgesetzten immer das notwenige Vertrauen, neue Projekte erfolgreich umzusetzen.

Worin bestehen die Herausforderungen zwischen Familie und Beruf? Wie unterstützt Roche dabei, beides besser in Einklang zu bringen?

Natürlich ist es eine Herausforderung, alle Anforderungen unter einen Hut zu bekommen und ihnen gerecht zu werden. Aus diesem Grund sollte jeder, unter Berücksichtigung der jeweiligen Rahmenbedingungen, entscheiden, wie dies am besten umsetzbar ist. Nach der Geburt meines Sohnes war ich sechs Monate in Elternzeit und entschied mich danach wieder in Vollzeit einzusteigen. Dies war unter anderem möglich, weil mein Partner ebenfalls sieben Monate Elternzeit genommen hat. Nach meiner Rückkehr aus der Elternzeit fand ich in Abstimmung mit meinem Vorgesetzten gute Möglichkeiten, Familie und Beruf zu vereinbaren, zum Beispiel einmal wöchentlich im Homeoffice zu arbeiten. Das schätzte ich sehr, denn dies ersparte mir Wegzeiten und gab mir damals die Möglichkeit, noch etwas näher an meiner Familie zu sein, was mir sehr wichtig ist. Auch bei der Findung eines Krippenplatzes und weiteren Themen rund um die Vereinbarung von Familie und Beruf bietet Roche Unterstützung an.

Sollten Frauen in Führungspositionen mehr Unterstützung erhalten? Wie sieht die Unterstützung durch Roche aus?

Prinzipiell ist es wichtig, sich bei möglichen beruflichen Veränderungen die Frage zu stellen: Auf welche Stelle bewerbe ich mich, was bringt diese mit sich und ist dies der nächste richtige Schritt für mich? Rückblickend war es für mich bei diesen Entscheidungen sehr hilfreich, einen erfahrenen Mentor innerhalb von Roche zu haben, der mich beraten hat. Nun bin ich selbst Mentorin für Mitarbeitende, die meinen Rat suchen.

Als Frau mit Führungsverantwortung stelle ich mir manchmal die Frage, warum es nicht mehr Frauen auf meinem Führungslevel gibt, die Kolleginnen mit ähnlichen Fragestellungen als Vorbild dienen könnten. Warum dies so ist, kann ich nur vermuten. Tendenziell trauen sie sich vielleicht weniger zu und daher kann ich nur empfehlen, sich beispielsweise durch Mentoring Unterstützung bei der Entscheidungsfindung zur beruflichen Weiterentwicklung zu holen.

Wenn es um die Vereinbarung von Familie und Beruf geht, betrifft dies aus meiner Sicht, durch sich ändernde Rollenbilder, Männer genauso wie Frauen.

Inwiefern spielen Ihrer Meinung nach Frauen in Veränderungsprozessen eine Rolle?

Bei Veränderungsprozessen ist es generell spannend, verschiedene Herangehensweisen und Denkrichtungen einzubringen. Da ist Diversität sehr wichtig, denn jeder geht anders mit Veränderung um. In diversen Teams profitieren alle von den unterschiedlichen Herangehensweisen und Erfahrungen von Männern und Frauen, Kollegen und Kolleginnen mit jahrelanger Berufserfahrung oder von Berufseinsteigern.

Heutzutage arbeiten wir in einem Umfeld, dass sich stetig verändert und damit auch die Anforderungen an jeden Einzelnen. Gerade um die Chancen der Digitalisierung zu ergreifen und das fachliche Know-how zu erweitern, ist es wichtig, Veränderungsprozesse aktiv zu gestalten. Hierbei ist es ein Erfolgsfaktor, das Potential verschiedener Menschen zu nutzen und sich nicht auf einen Prototyp zu fokussieren, der nur einen oder wenige Aspekte abdeckt.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

Meine Freizeit verbringe ich sehr gerne mit meiner Familie und Freunden. Die gemeinsame Zeit und Erlebnisse bereichern mich und helfen mir die Balance zu den beruflichen Herausforderungen zu finden. Wenn noch etwas Zeit bleibt mache ich gerne Sport, gehe ins Theater oder besuche eine Kunstaustellung.

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