Digital Innovation Manager

Ein Tag im Leben eines Digital Innovations Managers

Über das Digitale mehr Kontaktpunkte schaffen.
Jakob Schröter, Digital Innovations Manager bei der Roche Pharma AG in Grenzach

Warum lohnt es sich gerade, einen Blick auf den Tag im Leben eines Digital Innovations Managers zu werfen? Warum ist die Rolle spannend?

Vielleicht, weil wir besonders viele Projekte pilotieren. Da steckt natürlich sehr viel Kreativität drin. Außerdem ist unser Job sehr abwechslungsreich. Aus jeder neuen Technologie ergeben sich neue Anforderungen, aber auch Möglichkeiten. Wir dürfen auch mal neue Dinge ausprobieren, antizipieren aber auch stets, was die Kollegen gerade benötigen und wie wir sie in ihrer Arbeit unterstützen können.

Ist Eure Stelle auch ein Pilot? 

Nein, das Metier gibt es schon seit Jahren. Die Rolle ist eigenständig gewachsen und es wird auch sehr viel Wert auf sie gelegt. Zukünftig wird die Wichtigkeit vor dem Hintergrund der Digitalisierung weiter zunehmen.

Woran arbeitest Du gerade? 

Personalisierung ist auch bei uns ein großes Thema. Gerade arbeiten wir an einer Multichannel-Plattform, die über eben diese Personalisierung relevante Informationen und Daten für Ärzte bereitstellen soll. Zuletzt durfte ich auch einen Kreativworkshop mit Ärzten mitgestalten, bei dem wir gemeinsam neue Services entwickelt haben.

Was versprecht Ihr euch davon? 

Die Themen Personalisierung und neue Services für Ärzte stehen natürlich in direktem Zusammenhang. Das ist zum Beispiel eine Möglichkeit, neben dem Außendienst als wichtigstem Ansprechpartner noch mehr Kontaktpunkte mit Ärzten zu etablieren. Auch Ärzte werden immer digitaler, nicht nur um Kochrezepte zu suchen, sondern auch um sich über verschiedene Indikationen und die neuesten Erkenntnisse der Forschung zu informieren.

Gibt es so etwas wie den Tag im Leben eines Digital Innovations Managers überhaupt?

Den klassischen Tag sicherlich nicht, aber wiederkehrende Elemente gibt es dennoch. Die haben meistens mit Austausch zu tun.

Führe uns mal durch einen Tag:

08.00 – 09.00 Uhr: 
Ich hole mir Feedback zu einer App ein, die den Außendienst unterstützen soll.

09.00 – 10.00 Uhr:
Präsentation vor Produktmanagern und Marketingleitung zu aktuellen Kampagnen und deren Bewertung, sowie eine Info über laufende digitale Projekte.

10.00 – 11.00 Uhr: 
Zeit am Schreibtisch zum Organisieren und Beantworten von Mails.

11.00 – 12.00 Uhr:
Meeting mit Market Analytics: Zusammenfassen der Ergebnisse eines vergangenen Kreativ-Workshops mit Kunden und Ableiten der nächsten Schritte.

12.00 – 13.00 Uhr: 
Mittagessen mit Arbeitskollegen

13.00 – 15.00 Uhr: 
Planen und Gestalten einer Multichannel-Kampagne für den Launch einer Zulassungserweiterung.

15.00 – 16.00 Uhr: 
Austausch im Teammeeting zu neuen Ideen und Trends: Was davon könnte wie für Roche genutzt werden?

16.00 – 17.00 Uhr: 
Call mit der Agentur zu einem übergreifend laufenden Multichannel-Projekt.

Machst Du zwischendurch auch mal was Analoges?

Heute Morgen habe ich zum Beispiel eine Crossfit-Session eingelegt. Die werden in regelmäßigen Abständen bei uns angeboten. 

Was sind für Dich die Highlights in Deinem Job?

Der Kreativ-Workshop mit Ärzten war ein Highlight. Außerdem habe ich gemeinsam mit meinem Produktmanager bei der letzten von mir begleiteten Zulassungserweiterung eine neue Art der Kommunikation zwischen Fachreferent und Arzt ausprobiert, was sehr positiv angenommen wurde.

Und Nachteile? 

Der Datenschutz ist natürlich immer ein Thema. Aber ohne Challenge wäre es auch langweilig.

Erlebst Du manchmal auch völlig andere Tage?

Wenn wir neue Lösungen entwickeln, müssen wir natürlich wissen, für wen wir diese entwickeln. Wir bauen dabei auf eine intensive Marktforschung und begleiten unsere Zielgruppen mitunter auch selbst. Dann sieht der Tag schon sehr anders aus.

Wer bestimmt, was gemacht wird? Habt Ihr eher eine Support-Aufgabe oder könnt Ihr wirklich neue Wege erschließen?

Wir warten nicht erst, dass jemand auf uns zugeht. Wir denken die Lösungen proaktiv vor und entwickeln sie dann mit den Kollegen weiter. Aber es funktioniert natürlich auch andersherum.

Welchen Impact hat ein Digital Innovations Manager?

Wenn, wie vor ein paar Jahren, eine von uns entwickelte App irgendwann über die Landesgrenze hinausgeht und in ganz Afrika im Einsatz ist, ist das toll. Darüber hinaus lässt sich unser Impact meist auch sehr gut an den vielen generierten Daten unserer Services ablesen.
 

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