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It’s a Match!

Vanessa Hoffmann hat 2017 ihr duales Studium in Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Im Mentoring zeigte sie Geschäftsführerin Ursula Redeker unter anderem ein Tool zur digitalen Aufgabeverwaltung.

Vieles im Leben muss passen: Der Job, das Outfit, der Partner – und das gilt nicht nur beim Liebesleben. „Matchen“ muss es auch beim Digitalen Mentoring, einem Programm von Roche in Mannheim und Penzberg, wo Kollegen sich gegenseitig fit für digitale Tools machen. Wie der Lernansatz zum Erfolg wird, berichten die ersten Mentoren und Mentees.

Wenn die Chemie stimmt, kann etwas Tolles entstehen, von dem beide Seiten profitieren. Im Fall des Digital Mentoring-Programms geht es dabei um die Zuteilung von Mentor zu Mentee: Kollegen, die sich fit im Umgang mit digitalen Tools fühlen, geben dieses Wissen weiter. Weil gerade die jungen, zur Generation der Digital Natives zählenden, Kollegen häufig besonders fit sind, kann – muss aber nicht – auch eine Reverse Mentoring-Situation entstehen, wo erfahrene Kollegen von jungen Nachwuchskräften lernen. In einer Pilotphase zeigten die digital affinen Absolventen der Dualen Hochschule, Vanessa Hoffmann, Kevin Latusinski und Johannes Hill, drei Mitgliedern der Geschäftsführung der Roche Diagnostics GmbH, welche digitalen Helfer ihnen den Arbeitsalltag erleichtern können.

Wünsch dir was…

Bevor es los geht sprechen sich die Lernpaare ab. Es können Fragen geklärt werden wie: In welchen Bereichen möchte ich digitaler werden? Was ist mir besonders wichtig? Wo gibt es Fragen oder Bedarf?

Dann geht’s in die heiße Phase: Einen kompletten Tag lang begleitet der Digitale Mentor seinen Schützling bei der Arbeit. „Gerade der Beginn war enorm wertvoll, damit Kevin versteht wie ich arbeite und wo es Ansatzpunkte für Verbesserungen durch digitale Tools gibt“, erklärt Henning Franke, Leiter Digitale Transformation. Auch Johannes Hill bekräftigt: „Der direkte Austausch ist essenziell. So können wir neue Lösungen direkt ausprobieren – und erste Erfolge erleben.“

Wiedersehen macht Freude

Bis zum nächsten Treffen gibt der Mentor seinem Mentee kleine Aufgaben mit auf den Weg und schaut dann beim Wiedersehen, was gut geklappt hat und wo Schwierigkeiten aufgetreten sind. „Wir reden über ganz neue Dinge wie etwa die Einsatzmöglichkeiten von Augmented Reality bei Roche, aber auch über Allgemeines, zum Beispiel: ‚Wie bleiben meine Dokumente länger als die regulären 3 Jahre gespeichert?‘, oder: ‚Wie koppele ich mein neues Headset mit meinem Laptop?‘“, beschreibt Vanessa Hoffmann ihre Erfahrung mit Geschäftsführerin Ursula Redeker.

Damit auch wirklich bleibende Veränderungen entstehen, treffen sich die Paare zu regelmäßigen Follow-ups. Mentee Volker Lodwig, Leiter Public Policy, sieht darin eine große Chance: „Hier kann ich direkt bei den Experten immer wieder nachfragen – gerade auch zu neuen Anwendungen und Trends. So bleibe ich dran am Puls der Zeit.“

Und was sagen die Digital Natives dazu?

Es ist es ein richtig tolles Gefühl helfen zu können.

„Gerade am Beginn der Karriere so eng mit einem erfahrenen Manager zusammenarbeiten zu dürfen, ist super spannend. Die Einblicke und Erfahrungen sind unschätzbar wertvoll. Sich – als Mentor und Mentee – einfach mal darauf einzulassen, ohne Angst etwas falsch zu machen, davon profitieren beide Seiten so enorm“, ist Vanessa überzeugt. „Außerdem ist es ein richtig tolles Gefühl helfen zu können.“

Jedes Tandem hat ganz eigene Erfahrungen gemacht, wie der generationsübergreifende Austausch noch besser klappt. Eine Option ist auch, dass Mentor und Mentee nach einer bestimmten Zeit zum nächsten Partner wechseln – um noch mehr Anregungen zu bekommen und zu geben.