Deutsche und amerikanische Schüler erleben Biotechnologie in der Praxis

Roche fördert naturwissenschaftlichen Nachwuchs durch einen internationalen Schüleraustausch

Sie gehen noch zur Schule, haben aber bereits einige Wochen im Ausland verbracht und ein eigenes Forschungsprojekt bearbeitet. Wie könnte die Begeisterung für Biotechnologie besser genährt werden als durch einen Einblick in die Praxis?

Im Rahmen des Programms „Research Experience Scholars“ fördert Roche den naturwissenschaftlichen Nachwuchs durch einen internationalen Schüleraustausch mit biotechnologischem Schwerpunkt. Bereits zum sechsten Mal findet dieser zwischen dem Biotechnologischen Gymnasium der Pforzheimer Johanna-Wittum-Schule und der Governor’s School for Science and Mathematics (GSSM) in Hartsville, USA statt. Je drei Schüler besuchen sechs Wochen lang die Partnerschule und wohnen bei Gastfamilien. So kommen sie zusätzlich mit der fremden Sprache und Kultur in Berührung.

Gleichzeitig absolvieren die Teilnehmer ein Forschungspraktikum an einer anerkannten Einrichtung. Die deutschen Schüler werden von der South Carolina University in Columbia empfangen. Die Schüler aus Hartsville erleben am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg die Forschung hautnah: Unter Anleitung von Mentoren untersuchen sie den Zusammenhang von Zellpolarität und Tumorbildung, kultivieren Stammzellen oder modifizieren die Genexpressionen der Leber. Außerdem besichtigen die 17- bis 18-Jährigen die Roche-Standorte in Basel und Mannheim, wo sie einen Einblick in biotechnologische Produktionsverfahren erhalten und naturwissenschaftlich orientierte Berufsbilder kennenlernen.

Seit 2009 organisieren die beiden Schulen das Austauschprogramm in Kooperation mit dem Generalkonsulat in Frankfurt, finanziert und koordiniert durch Roche. Fast alle bisherigen Teilnehmer haben nach dem Schulabschluss ein naturwissenschaftliches Studium aufgenommen. Eine ehemalige Schülerin der Johanna-Wittum-Schule arbeitet inzwischen an der Stanford University. „Diese Ergebnisse freuen uns sehr, denn sie zeigen, dass unser Programm sowohl theoretische als auch praktische Begeisterung für Naturwissenschaften wecken kann“, sagt Dr. Jürgen Braun, Fachberater für Biotechnologie am Regierungspräsidium Karlsruhe und einer der Organisatoren des Austauschprogramms. Und was hat Roche davon? „Unsere künftige Innovationskraft hängt von der Ausbildung und dem Engagement des Nachwuchses ab“, erklärt Bettina Marcinkowski, Leiterin Recruiting und Personnel Marketing bei Roche.

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