Patient Partnership

Der Mensch im Mittelpunkt der Arbeit

Hinterfrage immer wieder neu, was dir im Leben wichtig ist!
Maira Trauzettel, Team Lead Patient Partnership bei der Roche Pharma AG in Grenzach

Welche Fähigkeiten braucht ein Patient Partnership Manager, um erfolgreich zu sein?

Die Fähigkeit zur crossfunktionalen Zusammenarbeit ist wichtig: Ein Patient Partnership Manager ist nicht für ein bestimmtes Produkt, sondern für ein ganzes Krankheitsbild, zum Beispiel Brustkrebs, verantwortlich. Er arbeitet mit allen Teams bei Roche zusammen, die sich mit diesem Bereich beschäftigen, aber natürlich auch mit Betroffenen oder Patientenorganisationen In der alltäglichen Arbeit bedeutet das viele Abstimmungen an unterschiedlichsten Touchpoints. Spaß an der Zusammenarbeit mit Menschen ist daher ein wichtiger Aspekt, um erfolgreich zu sein.

Wie gestaltet sich diese Kommunikation mit Patienten?

Die Bedürfnisse der Patienten und deren Angehörigen zu verstehen, ist für uns enorm wichtig. Es bietet uns die Möglichkeit, genau da als Unternehmen zu unterstützen, wo auch wirklich Bedarf ist. Hilfreich ist hier für uns auch der Kontakt zu den Patientenorganisationen. Wann und wie wir aktiv werden, kann dabei ganz unterschiedlich sein. Zum einen kann es darum gehen, Patienten zu helfen ihre Therapie oder den Umgang mit den Medikamenten besser zu verstehen. Manchmal geht es aber auch konkret darum, ein Erkrankungsbild in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. 

Gibt es einen typischen Lebenslauf für einen Patient Partnership Manager?

Es gibt in meinem Team Mitarbeiter, die aus dem Außendienst kommen und eine große Erfahrung durch ihre Gespräche mit Ärzten in Klinik und Praxis gesammelt haben. Einige Patient Partnership Manager kommen aus dem Bereich Kommunikation und bringen meist Agenturerfahrung mit. Das, was alle verbindet, sind gute kommunikative Fähigkeiten und ein großes Interesse an Menschen.

Wie sieht dieser direkte Kontakt mit Patienten aus?

Ein wichtiger Teil unserer Arbeit besteht darin, mit Patienten gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und herausfinden, was ihnen hilft. Dies geschieht zum Beispiel über Kreativ-Workshops oder auch den persönlichen Austausch auf Patientenveranstaltungen. Darüber hinaus sind wir auch in den sozialen Medien aktiv und bekommen dort direktes Feedback von der Community. Patienten erzählen uns auch hier ihre Geschichten oder geben uns direkt Rückmeldung zu unseren Aktionen.

Wenn ein neuer Mitarbeiter bei Dir im Team anfängt, was sagst Du ihm zu Beginn der Arbeit?

Ein Patient ist ein Mensch und das bleibt er trotz Erkrankung auch. Sich das ständig ins Bewusstsein zu rufen, ist wichtig für unsere tägliche Arbeit. Es hilft, um auch offener für das zu sein, was Patienten in ihrem Alltag brauchen. Denn: Die Menschen stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Was ist der spannendste Aspekt Deiner Arbeit?

Kein Tag sieht aus wie der andere. Es gibt immer wieder Phasen, in denen wir kreativ sein können. Dadurch, dass die Bedürfnisse der Patienten im Mittelpunkt stehen, gibt es keine Vorgaben, keine Schablonen. Wir agieren immer wieder anders. Roche ist ein Unternehmen mit großem Innovationsgeist. Dadurch entsteht viel Raum für kreative Lösungen.

Was sind die Beweggründe von Bewerbern, die Patient Partnership Manager werden wollen?

Viele bewerben sich, weil sie für Patienten etwas Gutes tun wollen. Das ist vollkommen legitim und richtig. Aber es gehört mehr dazu: Der Treiber sollte sein, dass man langfristig die Situation für Patienten ändern möchte, und dazu braucht es eine strategische Herangehensweise. Es geht weniger ums Helfen, als um die partnerschaftliche Zusammenarbeit. 

Was hat Dich bei Deiner Arbeit am meisten beeindruckt?

Ich habe viele Patienten getroffen, die viele Schicksalsschläge erlitten haben. Von ihnen durfte ich unendlich viel lernen. Ich habe zum Beispiel gelernt, wie stark Menschen sein können. Und entscheidend ist: Hinterfrage immer wieder neu, was dir im Leben wichtig ist!
 

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