Das Mentoren-Programm von Roche

Ein Einblick ins Mentoren-Programm am Standort Mannheim

Du hättest gerne jemanden, der dir deine Studiums- und Karrierefragen beantwortet? Über den du Informationen und Kontakte zum Unternehmen Roche erhältst? Hier geben Mentoren und Mentees einen Einblick in die Chancen und Möglichkeiten, die das Mentoren-Programm von Roche bietet.

In dieser Serie erzählen drei Mentoring-Paare von den drei Roche Standorten Penzberg, Mannheim und Grenzach von ihren Erfahrungen mit dem Programm. Im ersten Teil konnten wir das Paar aus Penzberg kennen lernen. Danach stellten Dr. Susanne S. und Philipp W. aus Grenzach ihre Geschichte dar. Als letzter Beitrag folgt nun ein Interview mit dem Mannheimer Paar.

Fragen an den Mentor:

Axel B. stieg im Anschluss an sein Studium bei einer Unternehmensberatung ein und war in der Funktion eines Projektleiters für die Health-Care-Branche tätig, wodurch er auch mit Roche in Berührung kam. Seit über drei Jahren ist Herr B. bei Roche und derzeit in der Funktion als Stabsstelle im Produktmanagement und Marketing für Labordiagnostik aktiv.

Welche Gründe haben Sie dazu motiviert Mentor zu werden?

Für mich steht die Teilnahme am Mentorenprogramm mit unserem gemeinsamen Wert Integrität in starkem Zusammenhang. Auf meinem bisherigen Lebensweg in Studium und Beruf haben mir immer wieder Personen neue Wege und Sichtweisen eröffnet. Diesen Personen bin ich bis heute sehr dankbar. Ich sehe es als Verpflichtung an, das Positive, das mir erfahren ist, weiterzugeben. Zudem bereitet es mir eine große Freude, als Ratgeber zur Seite zu stehen, Kontakte zu eröffnen und die Entwicklung von Talenten zu fördern und auf ihrem Weg zu begleiten.

Wie erleben Sie das bestehende Mentoring mit Ihrem Mentee?

Aus meiner Perspektive haben wir ein sehr offenes und ehrliches Mentor-Mentee-Verhältnis. Meine Mentee war vor der Teilnahme am Roche Evolution-Programm als Praktikantin in unserer Abteilung tätig und hat sehr gute Arbeit geleistet. Nach dem halbjährigen Praktikum hat meine Mentee einen Masterstudiumsplatz für BWL in Köln angenommen. Dies bedeutete allerdings auch, dass eine Tätigkeit als studienbegleitende Praktikantin bei Roche örtlich nicht möglich war. Auf der Suche nach einer studienbegleitendenden Tätigkeit konnte ich einen Kontakt aktivieren und nach einem erfolgreichen Bewerbungsgespräch hatte meine Mentee einen Job in Köln. Es war ein gutes Gefühl sie zu unterstützen und ihr neue Wege eröffnen zu können.

Im Rahmen unseres kontinuierlichen Austauschs, ergab sich beispielhaft auch die spannende Möglichkeit gemeinsam die „Permedicon“, ein führendes Symposium im Bereich der Personalisierten Medizin, zu besuchen. Für mich war es wertvoll, über die Themen auf dem Symposium mit meiner Mentee zu diskutieren, da sie eine unabhängige, ungefärbte Meinung zu Themen hat. Zusammengefasst, profitiere ich als Mentor durch das Roche Evolution-Programm, nicht nur aus Spaß am Austausch, sondern auch durch die Möglichkeit aktiv an einer Karrieregestaltung mitzuwirken.

Warum würden Sie das Mentoring an Kolleg/innen bzw. Studierende weiterempfehlen?

Aus Mentorensicht steht an erster Stelle die Freude junge Talente zu unterstützen. Zudem eröffnet sich die Möglichkeit sich zu Themen aus unterschiedlichen Perspektiven auszutauschen. Hierbei ist es von Mehrwert, durch neuen Input z.B. aus dem universitären Bereich sein berufliches Wirken auf dem aktuellen Stand zu halten.

Für Studierende eröffnet das Roche Evolution-Programm eine Reihe von Möglichkeiten. Neben dem Austausch von Erfahrungen, ermöglicht das Mentoring die weitere Ausarbeitung der eigenen Ziele des Mentees. Zudem sehe ich es als Möglichkeit, einen zweiten Schritt in Richtung Roche Diagnostics zu machen.

Den dritten Schritt kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung nur empfehlen!

Fragen an die Mentee:

Anastasia K. nahm parallel zu ihrem Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre in Russland, ein Diplomstudium in Volkswirtschaftslehre auf, welches sie in Deutschland als Fernstudium erfolgreich abschloss. Derzeit macht sie ihren Master mit den Schwerpunkten Marketing und Supply Chain Management. Anastasia kam nach ihrem Praktikum ins Bindungsprogramm „Roche Evolution“, zu dessen Angeboten auch das Mentoring zählt.

Wie bist du auf Roche Diagnostics aufmerksam geworden?

Mein erster Kontakt zu Roche kam zustande, als ich gegen Ende meines Bachelorstudiums auf der Suche nach einem Praktikum war. Ich suchte vor allem nach einem Unternehmen, mit dem ich mich identifizieren konnte und dessen Produkte einen sinnvollen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Roche war mir bevor nicht bekannt, aber nachdem ich mich mit Diagnostika-Produkten und dem, wofür Roche steht, beschäftigt habe, musste ich meine Bewerbung einfach sofort abschicken.

Wie bist du ins Mentoring-Programm gekommen?

Bevor ich ins Mentoring-Programm aufgenommen wurde, habe ich ein 6-Monatiges Praktikum bei Roche im Strategischen Marketing im Bereich Labordiagnostik absolviert. Nach Abschluss meines Praktikums wurde ich von meinem Betreuer für das Bindungsprogramm „Roche Evolution“ empfohlen. Mit der Empfehlung wurde auch der Lebenslauf an die HR-Verantwortlichen weitergeleitet. Ca. nach 1-2 Monaten wurde ich zu einem Auswahltag nach Mannheim eingeladen. Am Auswahltag waren wir 6 Teilnehmer aus unterschiedlichen Studienrichtungen: Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen und Naturwissenschaften. Am Anfang wurde das Evolution Programm und das Unternehmen vorgestellt. Und wir bekamen unsere erste Aufgabe. Nach dem gemeinsamen Mittagessen bekamen wir die zweite Aufgabe, einen Case, den wir gemeinsam lösen und das Ergebnis in Gruppen präsentieren mussten. Und so war der Auswahltag schnell vorbei. Schon am nächsten Tag konnten wir uns in einem Telefongespräch ein persönliches Feedback einholen.

Wie hat sich das Finden eines Mentors gestaltet?

Das Finden meines Mentors war ganz unkompliziert. Denn nach Ende meines Praktikums bei Roche bin ich mit meinem Betreuer in sehr gutem Kontakt geblieben und konnte mich immer an ihn wenden, wenn ich Ratschläge im Studium oder meinen Praxiserfahrungen gebraucht habe. Auf meine Fragen hat er mir immer eine ehrliche und kompetente Antwort gegeben. Zudem hat sich die Zusammenarbeit bereits während des Praktikums als sehr angenehm, abwechslungsreich und spannend gestaltet, deswegen war es mein Wunsch meinen Betreuer auch als den Mentor an meiner Seite im „Roche Evolution“- Mentoring-Programm zu haben.

Wie ist der Kontakt zu deinem Mentor beschaffen?

Um regelmäßig im Kontakt zu bleiben, nutzen wir alle möglichen Kommunikationswege: Telefon, Email und soziale Netzwerke. Zum Beispiel telefonieren wir ca. alle zwei Monate. Ich rede mit meinem Mentor über meinen Studiumsverlauf und über Erfahrungen, die ich in anderen Branchen sammle und er berichtet über seine Projekte und seinen Promotionsfortschritt. Manchmal benötige ich ein schnelles Feedback, dann schreibe ich meinen Mentor per Email und er meldet sich so schnell er kann zurück. Außerdem versuchen wir immer die Roche Events mit einem persönlichen Treffen zu verbinden.

Wobei unterstützt dich dein Mentor?

Mein Mentor unterstützt mich überwiegend bei den praxisbezogenen Themen, denen man im oft theorielastigen Studium zu selten begegnet. Beispiele für solche Themen, die ich mit meinem Mentor bespreche sind: worauf man bei Verhandlungen achten muss, wie ich meinen Lebenslauf am besten gestalte, wie ich mich auf Vorstellungsgespräche vorbereiten kann, was im alltäglichen Geschäftsleben wichtig ist. Mein Mentor hilft mir beispielsweise auch dabei die bevorstehenden Bewerbungen nach dem Master aus einer anderen Perspektive zu betrachten und mich darauf besser vorzubereiten. Zudem stellt mein Mentor seine Kontakte zur Verfügungen, z.B. in dem er mich bei der Suche nach Praktika sehr unterstützt.

Was hast du als bisher schönsten Moment des Mentoring erlebt?

Sehr viele Momente waren sehr schön und jeder hilfreich für den Berufsweg. Ich denke aber am schönsten für mich persönlich war es, als mein Mentor und Frau Kühn (Kontaktperson für Roche Evolution Mitglieder) mich bei der Suche nach dem Auslandspraktikum unterstützt haben. Die beiden waren sehr engagiert und haben mir ihre Kontakte zur Verfügung gestellt. Ich habe mich besonders geehrt gefühlt, dass zwei Manager so viel Zeit und Mühe zusätzlich zu Ihrer Arbeit investiert haben, um mich bei diesem Vorhaben zu unterstützen.

Warum würdest du anderen Studierenden das Mentoring-Programm empfehlen?

Leider ist das Studium an den Hochschulen immer noch überwiegend von der Theorie und Forschung geprägt, sodass man sich bei seinen Entscheidungen hinsichtlich der Gestaltung seines Berufsweges teilweise sehr unsicher fühlt. Die Möglichkeit Fragen an die Menschen zu stellen, die selber bereits in dieser Situation waren und in ihren Jobs das machen, was man eventuell selbst werden möchte, kann Studierenden bei Ihren Zukunftsentscheidungen eine Hilfe sein. Und das Mentoring-Programm bietet eine Plattform, auf der solche Fragen willkommen sind.

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