Das Mentoren-Programm von Roche

Ein Einblick ins Mentoren-Programm am Standort Penzberg

Du hättest gerne jemanden, der dir deine Studiums- und Karrierefragen beantwortet? Über den du Informationen und Kontakte zum Unternehmen Roche erhältst? Hier geben Mentoren und Mentees einen Einblick in die Chancen und Möglichkeiten, die das Mentoren-Programm von Roche bietet.

In dieser Serie erzählen drei Mentoring-Paare von den drei Roche Standorten Penzberg, Mannheim und Grenzach von ihren Erfahrungen mit dem Programm. Zu Beginn betrachten wir das Penzberger Duo mit Dr. Marco J. und Ferdinand S.

Fragen an den Mentor:

Dr. Marco J. stieg nach seinem Studium mit anschließender Promotion im Bereich Bioverfahrenstechnik 2006 als Gruppenleiter in der Pharmaproduktion bei Roche in Penzberg ein. Seit 2010 ist er Leiter eines Fermentationsbetriebs zur Herstellung monoklonaler Antikörper (z.B. Herceptin). In diesem Jahr ist er im Rahmen einer Job-Rotation als Abteilungsleiter im Bereich Downstream Processing für 70 Mitarbeitende verantwortlich.

Welche Gründe haben Sie dazu motiviert Mentor zu werden?

Mich hat die Möglichkeit im Rahmen des Mentorenprogramms immer wieder neue engagierte Studierende kennenzulernen und gleichzeitig etwas von meinen Erfahrungen als Mitarbeiter und Führungskraft in einem internationalen Pharmaunternehmen an die Studierenden weiterzugeben überzeugt Mentor zu werden.

Durch den aktiven Austausch mit den Studierenden kann ich zudem meiner sich einschleichenden „Betriebsblindheit“ entgegenarbeiten und mich mit den konkreten Erwartungen und Vorstellungen junger potentieller Mitarbeitender aktiv auseinandersetzten.

Wie erleben Sie das bestehende Mentoring mit Ihrem Mentee?

Unsere Mentor-Mentee-Beziehung hat gerade erst gestartet, nichtsdestotrotz gab es bereits persönlichen Austausch. Nach der ersten Kontaktaufnahme via Email durch meinen Mentee im Anschluss an das Roche Evolution-Jahresevent, haben wir einen gemeinsamen Gesprächstermin hier vor Ort in Penzberg verabredet, bei dem wir unsere gegenseitigen Erwartungen diskutiert haben und auf erste Fragen meines Mentees in Bezug auf seinen zukünftigen beruflichen Werdegang eingegangen sind.

In diesem Zusammenhang konnte ich auch ein weiteres Treffen mit zwei Kollegen aus der hiesigen Pharma-Forschung organisieren, in dessen Rahmen mein Mentee tiefere Einblicke in das Umfeld und Berufsbild eines Biostatistikers bei Roche und speziell auch in unser Post-Doc-Fellowship Programm gewinnen konnte.

Warum würden Sie das Mentoring an Kolleg/innen bzw. Studierende weiterempfehlen?

An Kolleg/innen:

Auch wenn die Betreuung eines oder mehrerer Mentees natürlich einen zusätzlichen Aufwand bedeutet, so ist der Nutzen dieses Programmes für die Firma als auch für den Mentor selbst sehr viel größer. Der Austausch mit jungen Studierenden ermöglicht einen Blick außerhalb des Unternehmens und liefert Antworten auf Fragen wie: Was beschäftigt junge Absolventen und was ist deren Vorstellung von einem attraktiven Arbeitgeber? Dieser Austausch hilft ungemein seine eigenen Ansprüche und Vorstellungen von Zeit zu Zeit einem gewissen Kalibrierzyklus zu unterziehen. Gleichzeitig ist es ein schönes Gefühl auch Dankbarkeit von den Mentees zu erfahren, wenn man seine Erfahrungen offen mit Ihnen teilt.

An Studierende:

Ich kann nur jeden Studierenden im Roche-Evolution-Programm dazu auffordern sich aktiv um einen Mentor zu bemühen. Es ist eine tolle Möglichkeit seine eigenen Vorstellungen und Erwartungen von einem möglichen zukünftigen Arbeitgeber oder einer beruflichen Entwicklung mit den Erfahrungen von Mitarbeitenden und Führungskräften im Unternehmen abzugleichen.

Die Motivation dabei muss immer vom Mentee ausgehen. Scheuen Sie sich also nicht einen Mentor anzuschreiben und den Kontakt herzustellen!

Fragen an den Mentee:

Ferdinand S. studierte Biochemie und schrieb seine Masterarbeit im Bereich Bioinformatik. Derzeit steht er kurz vor dem Abschluss seiner Promotion in Bioinformatik. Er absolvierte ein Praktikum bei Roche in Mannheim und wurde über das Bindungsprogramm „Roche Evolution“ auf das Mentoringprogramm aufmerksam.

Wie bist du auf Roche Diagnostics aufmerksam geworden?

Als Biochemiker habe ich gleich am Anfang des Studiums Laborprodukte und Medizinprodukte von Roche kennengelernt. Zudem gab es an meinem Lehrstuhl eine Kooperation mit Roche für die Erforschung der molekularen Eigenschaften von Antikörpern. Auch ist Roche in Penzberg ein attraktiver Arbeitgeber für Studenten der Biowissenschaften im Großraum München.

Wie bist du ins Mentoring-Programm gekommen?

Nach meinem Bachelor-Studium habe ich bei Roche in Mannheim ein Praktikum im Bereich Direktmarketing von Laborprodukten gemacht. Auf einer späteren Spezialveranstaltung von Roche, bei der Mitarbeiter aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen von ihrer Arbeit bei Roche erzählten, wurde ich gefragt, ob ich mich nicht für das Bindungsprogramm „Roche Evolution“ bewerben möchte. Nach einem halbtägigen Auswahltag bin ich dann Anfang 2013 in das Roche Evolution Programm aufgenommen worden. Die Atmosphäre beim Auswahltag war sehr angenehm. Insbesondere durch das ausführliche Feedback, das jeder Bewerber bekommen hat, war der Auswahltag eine gute Gelegenheit für spätere Bewerbungen zu üben.

Wie hat sich das Finden eines Mentors gestaltet?

Über die community „In2Roche“ des Bindungsprogramms „Roche Evolution“ habe ich mich über die Geschäftsbereiche der Mentoren informiert. Bei Herrn J. hat mich der Bereich Produktion interessiert, in den ich im Gegensatz zur Forschung und zum Marketing noch wenige Einblicke hatte. Meine „Mentoranfrage“ hat er sofort beantwortet. Nach einem ersten kurzen Treffen auf dem Jahrestag von Roche Evolution habe ich Herrn J. dann in Penzberg für ein erstes Kennenlernen besucht. Dort konnte ich gleich vieles über seine Arbeit bei Roche und die Produktion von Arzneimitteln erfahren.

Wie ist der Kontakt zu deinem Mentor beschaffen?

Die meiste Zeit kommunizieren wir per Email. Dadurch lassen sich schnell Fragen klären, beispielsweise wenn es um Kontakte im Unternehmen oder interessante Stellen geht. Für persönliche Treffen ist der Weg von München, wo ich gerade an meiner Promotion arbeite, zum Roche Standort in Penzberg zum Glück nicht weit.

Wobei unterstützt dich dein Mentor?

Im Gespräch mit meinem Mentor habe ich viel darüber erfahren, in welchen Bereichen Naturwissenschaftler bei Roche arbeiten. Bei vielen Stellen wusste ich zuvor gar nicht, dass man dort auch als Biochemiker eingesetzt werden kann. Mein Mentor hat mir direkt nach unserem ersten Kennenlernen ein Treffen mit zwei Postdocs vermittelt. Dadurch konnte ich aus erster Hand erfahren, wie es ist, wenn man nach der Promotion in die Forschungsabteilung von Roche wechselt.

Was hast du als bisher schönsten Moment des Mentoring erlebt?

Auch wenn meine Zeit bei Roche Evolution noch sehr kurz ist, hatte ich schon mehrere Gelegenheiten, das Programm schätzen zu lernen. Bei meinem ersten Treffen mit Herrn J. fand ich es toll, dass er sich trotz seines vollen Kalenders so viel Zeit für mich genommen hat. Und durch den Austausch mit meinem Mentor und Mitarbeitern aus dem Bereich Forschung und Entwicklung konnte ich ganz konkret erfahren, wie die Arbeit bei Roche in der Produktion und Forschung ist.

Warum würdest du anderen Studierenden das Mentoring-Programm empfehlen?

Das Mentoring-Programm ist eine einmalige Gelegenheit, viel über das Unternehmen Roche und die Mitarbeiter zu erfahren, denn Roche Evolution bietet die Möglichkeit einen direkten Austausch mit Mitarbeitern aus den Fachabteilungen zu erleben. Als Biochemie Student hatte ich eine gute Vorstellung, was man als Forscher in der Pharmaindustrie macht. Durch meinen Mentor und den Kontakt mit anderen Mentees im Roche Evolution Programm kann ich mir nun aber auch ein gutes Bild von anderen Geschäftsbereichen machen, in denen Naturwissenschaftler arbeiten.

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